Sonntag, 23.03.2008

Formel 1

Todt wird Ferrari-Team weiter unterstützen

Sepang - Erfolgsgarant Jean Todt will Ferrari in der Formel 1 weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Doch bei der Rehabilitation der Roten in Malaysia nach dem Reinfall von Australien hielt sich der ehemalige Teamchef im Hintergrund.

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© DPA

Denn das hat sich der Franzose, der jüngst - wie lange schon geplant - von seinem Posten als Generaldirektor der Marke aus Maranello zurückgetreten ist, zum Maßstab für seine neue Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied und Berater von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo gemacht.

"Mein Stil ist, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen, wenn sie es brauchen", sagte der 62-Jährige am Rande des Großen Preis von Malaysia.

Dass er ausgerechnet nach dem Ferrari-Fiasko von Melbourne zum zweiten WM-Lauf gereist war, wo Weltmeister Kimi Räikkönen souverän seinen ersten Saisonsieg und den ersten Erfolg für Ferrari unter dem neuen starken Mann Stefano Domenicali einfuhr, wollte Todt auf keinen Fall missverstanden wissen.

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Todt will kein Retter sein

"Ich habe mich sehr darüber gefreut, die Jungs wieder zu sehen. Ich bin sehr optimistisch für die Saison 2008, denn die Jungs haben wirklich großartige Arbeit geleistet", erklärte Todt, der unter keinen Umständen als Retter nach dem Reinfall-Rennen dastehen wollte.

Todt führte in seiner Amtszeit von Juli 1993 bis 2006 die Scuderia nach konsequentem Aufräumen und Aufbauen in die Erfolgsspur zurück: Rekord-Weltmeister Michael Schumacher fünfmal in Serie und zuletzt Räikkönen holten sechs Fahrertitel; zudem durfte Ferrari in der Ära des "Napoleon" sieben Team-Triumphe feiern.

Todt bekräftigte, erstens aus freien Stücken und zweitens nach langer Planung am vergangenen Dienstag von seinem Posten als Geschäftsführer zurückgetreten zu sein: "Mein Plan war vor vier Jahren schon, ab März 2008 nur noch im Vorstand tätig zu sein und kürzerzutreten. Es ist nicht mein Stil, im Vorhinein, währenddessen oder im Nachhinein große Bekanntgaben zu machen, sondern ich behalte so etwas für mich."

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Todt berät Montezemolo

Doch auch nach seinem Rücktritt wird "Ex-General" Todt für seine ehemalige Truppe da sein. Als Berater von Montezemolo werde er diesen "und das Team noch eine Zeit lang unterstützen, nämlich für ein bis drei Jahre", kündigte er auf dem Sepang International Circuit an, wo er im blauen Hemd - statt wie einst in roter "Uniform" - vor dem Start einen kleinen Plausch mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hielt.

Todt weiß: "Natürlich wird es hart für meine Nachfolger, aber Ferrari ist etwas ganz Besonderes."


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