Montag, 24.03.2008

Formel 1

Heidfeld rettet Ehre: Erste schnellste Rennrunde

Sepang - Nick Heidfeld hat die deutsche Flagge im fernen Sepang hochgehalten, seine vier Mitstreiter gingen dagegen mit wehenden Fahnen unter.

formel 1, heidfeld
© DPA

Mit Ausnahme des 30 Jahre alten BMW-Sauber-Piloten, der erstmals in seiner Karriere im 134. Grand Prix die schnellste Rennrunde drehte, erlebten Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Adrian Sutil und Timo Glock beim Großen Preis von Malaysia ein Debakel.

Dass Glock seinen Toyota ausgerechnet nach einer Kollision in der ersten Runde mit Rosbergs Williams-Toyota abstellen musste, passte ins graue Bild der schwarz-rot-goldenen Fahrerflotte.

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Glock angefressen

"Ich bin ein bisschen angefressen", raunzte Glock, der bei seinem zweiten Rennen für die Japaner zum zweiten Mal vorzeitig ausschied.

Vor einer Woche beim Saisonauftakt in Australien war er mit seinem Wagen von der Piste abgekommen und verunglückt, aber mit einer leichten Handverletzung davongekommen.

Diesmal habe er einen Schlag auf die Hinterachse bekommen. "Dann habe ich nur noch einen Williams vorbeifahren sehen", berichtete der 26-Jährige aus Wersau. Es war der von Rosberg.

Als Glock früh gebremst habe, habe er versucht, von seinem 16. Startplatz weiter nach vorne zu kommen, rechtfertigte sich Rosberg: "Ich war neben ihm, habe dann aber gesehen, dass er von außen voll reinzieht. Also habe ich gebremst, weil er mich nicht gesehen hat."

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"Nicht unser Wochenende"

Der Rettungsversuch des 22-Jährigen aus Wiesbaden erfolgte zu spät. "Wir sind halt kollidiert - sehr schade", sagte der Australien- Dritte, für den aber auch ohne den Zwischenfall nicht viel mehr als Rang 14 drin gewesen wäre. "Obwohl ich alles versucht hab', war das nicht unser Wochenende."

Das galt auch für Vettel in seinem Toro Rosso. Nach 30 Runden war Schluss für den Heppenheimer, der in Melbourne ebenfalls nicht ins Ziel gekommen war.

"Der Hydraulik-Druck ist gesunken. Und da hängt halt alles von ab. Letzten Endes hat dann der Motor aufgegeben", berichtete Vettel. Ein ähnlicher Defekt bremste Sutil im Force India.

"Es war wieder sehr kurz. Wahrscheinlich war es das gleiche Problem wie in Melbourne mit der Hydraulik. Ich konnte nicht mehr in andere Gänge schalten", erklärte der Gräfelfinger.

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Heidfeld fährt schnellste Rennrunde

Während seine vier Kollegen mit den Kennzeichen D Frust schoben, freute sich Routinier Heidfeld über die schnellste Rennrunde in 1:35,366 Minuten im vorletzten Umlauf, elf Teampunkte für die Weiß-Blauen - Kollege Robert Kubica aus Polen wurde erstmals Zweiter - und den F1.08, der "vergleichbar mit dem Speed der McLaren" war.

"Das ist alles positiv, und umso enttäuschter bin ich, dass ich nur Sechster geworden bin", relativierte der Mönchengladbacher allerdings sofort.

Neben seiner schnellsten Rennrunde sorgte "Quick Nick" noch durch ein spektakuläres Überholmanöver für Furore. So wie vor einem Jahr in Bahrain düpierte er den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso im Renault.

Nur dass Heidfeld dieses Mal in einem Aufwasch auch noch Routinier David Coulthard im Red Bull stehen ließ.


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