Formel 1

Spionage-Affäre geht in die nächste Runde

SID

Modena - Die Spionage-Affäre um geheime Ferrari-Daten geht in die nächste juristische Runde.

Die Staatsanwaltschaft Modena hört am 18. Februar den früheren Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney und mehrere Verantwortliche des McLaren-Teams an. 

Stellung nehmen müssen unter anderem Teamchef Ron Dennis, Geschäftsführer Martin Whitmarsh, Paddy Lowe, der Leiter des Ingenieurbüros, und Generaldirektor Jonathan Neale. Außerdem wurde Mike Coughlan, der inzwischen freigestellte frühere Chef des Designerbüros, vorgeladen.

Fall für FIA abgeschlossen

Der Skandal hatte in der zurückliegenden Saison hohe Wellen geschlagen und zu einer Rekordstrafe für McLaren geführt. Der Internationale Automobil-Verband FIA hatte den britischen Rennstall aus der Weltmeisterschafts-Wertung ausgeschlossen und 100 Millionen Dollar Strafe verhängt.

Die oberste Behörde hatte McLaren schuldig gesprochen, vom Datenmaterial des Konkurrenten Ferrari profitiert zu haben. Stepney soll seinem Bekannten Coughlan die Informationen zugespielt haben.

Während für die FIA der Fall inzwischen abgeschlossen ist, ermitteln ordentliche Gerichte in der Affäre weiter. Es geht um Sportbetrug, Industriespionage, Unterschlagung sowie das illegale Kopieren von Daten.

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