Donnerstag, 28.02.2008

Das große SPOX-Testfazit

Rakete oder Rohrkrepierer?

München - Die letzten großen Tests vor dem Saisonstart sind gelaufen, die Teams rüsten sich für die Reise zum ersten Rennen in Australien.

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© xpb

Zwar sind es bis dahin noch gut zwei Wochen, doch viel tun können die Beteiligten nicht mehr. Denn funktioniert ein Auto jetzt noch nicht, wird es auch bis Melbourne keine Rakete. Neue Teile hin oder her: Gegen die Konkurrenz wird erst wieder am 14. März gefahren.

Höchste Zeit für ein Fazit: Welches Team hat seine Hausaufgaben gemacht, wer wird in Melbourne enttäuschen? Nach dem letzten wichtigen Test in Barcelona präsentieren SPOX.com und Formel-1-Experte Marc Surer die ultimative Rangliste zum Saisonstart.

 
 Ferrari
Ferrari, F2008
© Getty

Trotz der McLaren-Bestzeiten zum Test- abschluss sind die Roten bestens gerüstet. Die Schwächen, die sie 2007 in langsamen Kurven hatten, konnten sie ausmerzen. Selbst bei der Zuverlässigkeit sollten sich die Fans keine Sorgen machen. Bei Tests sondiert man immer das Limit aus, da darf man Defekte nicht überbewerten.

Fazit: Wer Weltmeister werden will, muss Ferrari schlagen!

McLaren-Mercedes
mclaren, 2008
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Die Silberpfeile sind als einziges Team an Ferrari dran. Und selbst wenn die Scuderia bei den letzten Tests mit der Benzinmenge geblufft hat, sieht es so ähnlich aus wie 2007. Auch da war Ferrari leicht überlegen, McLaren aber dauerhaft der einzige echte Herausforderer im Titelkampf.

Fazit: McLaren-Mercedes ist an Ferrari dran, der tatsächliche Abstand ist derzeit aber nur schwer einzuschätzen.

BMW-Sauber 
bmw, 2008
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Die Mission, aus dem Zweikampf um die Spitze einen Dreikampf zu machen, konnte BMW-Sauber bisher nicht erfüllen. Dennoch sollten sie ihren Platz als dritte Kraft halten können und sich im Laufe der Saison an Ferrari und McLaren heranarbeiten. 

Fazit: Der Abstand zur Spitze ist größer als im letzten Jahr.

Williams
williams, 2008, rosberg
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Das Team hat ein einfaches Auto gebaut, das völlig problemlos funktioniert. Und das könnte der große Wurf für die ersten Rennen sein, wenn die anderen Teams noch nach der optimalen Abstimmung suchen. Ob sie das Tempo das ganze Jahr durchhalten, ist eine andere Frage. Denn die großen Teams entwickeln schneller.

Fazit: Williams ist im Moment näher an BMW dran als Renault.

Renault
renault, 2008
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Mehr Schein als Sein. Denn die gesamte Leistungssteigerung ist allein auf Alonso zurückzuführen. Wenn man sich die Zeiten von Piquet Jr. ansieht, ist das nicht sehr vielversprechend. Und auch Alonso selbst klingt nicht zuversichtlich.

Fazit: Hier ist der große Schritt nach vorne noch nicht vollzogen.

Red Bull
Red Bull Racing, RB4
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Das Team hat bereits gegen Ende 2007 klare Fortschritte gemacht und auch über den Winter einen weiteren Schritt folgen lassen. Auch an BMW ist man sehr derzeit dicht dran. Klare Tendenz nach oben.

Fazit: Zwischen ihnen, Renault und Williams wird es sehr eng.

Toyota 
toyota, Glock
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Alles beim Alten: Denn das Auto untersteuert wie im Vorjahr. Zwar wird Toyota das Problem beheben, die Frage ist nur wann? Die Japaner sagen immer, dass ihr Auto viel Potenzial hat, aber wir würden es gerne auch einmal sehen.

Fazit: Sie haben die alten Probleme aus 2007. Das ist sehr enttäuschend

 Toro Rosso
Toro Rosso, Vettel, Bourdais
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Sebastian Vettel & Co. haben den Vorteil, mit dem alten Auto zu starten. Das Team kennt das Material sehr gut und baut auf Zuverlässigkeit. Außerdem sind 2008 endlich beide Fahrer top. Allerdings fehlt am Ende wohl der Speed.

Fazit: Solange Toyota nach den Fehlern sucht, kann Toro Rosso für eine Überraschung gut sein.

 Force India
force india, VJM01, Adrian Sutil, Giancarlo Fisichella, Tonio Liuzzi
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Die letzten Testzeiten stimmen und mit Giancarlo Fisichella wurde endlich neben Adrian Sutil ein zweiter Profi eingestellt - und kein Bezahlfahrer. Das zeigt, dass das Team vorwärts kommen will - und die Chancen stehen nicht schlecht.

Fazit: Die Einstellung stimmt. Sehen wir mal, was dabei herauskommt.

 Honda
Honda, Ross Brawn, Nick Fry, Formel 1, bolide
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Ross Brawn kam einfach zu spät. Er und die anderen Neulinge müssen jetzt bei Honda die Probleme lösen, die ihnen ihre Vorgänger eingebrockt haben. Und was sollte man von denen erwarten? Schließlich sind es dieselben Leute, die den letztjährigen Flop gebaut haben.

Fazit: Sie stehen fast genau da, wo sie 2007 standen: Ganz weit hinten.

 Super Aguri
© Getty

Kaum Testkilometer, kein Geld - die totale Unsicherheit im Team von Aguri Suzuki. Noch immer ist nicht klar, was 2008 passiert. Bei all den Existenzsorgen bleibt kaum Zeit für das Sportliche. Ganz schlechte Aussichten für Takuma Sato & Co.

Fazit: Das ist eine traurige Geschichte. Der letzte Platz ist ihnen garantiert.

Jan-Hendrik Böhmer

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