Mittwoch, 06.02.2008

Der große SPOX-Boliden-Vergleich

Wespentaille & Hirschgeweih

München - Die Saisonvorbereitung der Königsklasse geht in die heiße Phase und die Teams testen mit ihren neuen Boliden. Doch was hat sich im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich an den Fahrzeugen verändert?

bmw, launch
© Getty

 SPOX.com vergleicht die aktuellen Boliden der Top-Teams mit ihren Vorgängern und trifft dabei auf dezente Evolution und radikale Revolution. Denn während es Ferrari und McLaren-Mercedes wenigstens äußerlich eher dezent angehen lassen, wollen BMW-Sauber und Renault mit auffälligen Veränderungen punkten. 

 
 FERRARI
Der Ferrari F2008 (links) im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger
Der Ferrari F2008 (links) im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger
© Getty

Auf den ersten Blick unterscheiden den neuen Ferrari nur die neu befestigte obere Strebe am Frontflügel und die neuen höheren Cockpit-Wände vom alten Ferrari. Der Radstand wurde um wenige Zentimeter verkürzt, um das Auto in engen Kurven besser lenken zu können. Die Motorabdeckung verjüngt sich nach hinten noch extremer als beim F2007, verschafft dem Auto also quasi eine Wespentaille. Der Schwerpunkt des Autos wanderte leicht nach hinten, um trotz des Fehlens der Traktionskontrolle genügend Grip auf der Hinterachse zu bekommen.

 
MCLAREN-MERCEDES
Der McLaren MP4-23 (links) und das 2007er-Modell
Der McLaren MP4-23 (links) und das 2007er-Modell
© Getty

 Wenn der Ferrari einen Wespentaille hat, dann hat der neue McLaren eine Mückentaille. Denn er ist in Richtung Hinterachse noch schmaler als der F2008. In er Front ist die Nase nicht mehr so tief wie beim alten Auto und hinter den Vorderrädern sind neue Leitbleche angebracht. Der Frontflügel ist gleich geblieben. Der Radstand wurde leicht verlängert und der Schwerpunkt wanderte im Gegensatz zu Ferrari leicht nach vorne, um die Vorderreifen schneller auf Temperatur zu bringen.

 

 BMW-SAUBER
Der BMW-Sauber F1.08 (links) neben seinem Vorgänger
Der BMW-Sauber F1.08 (links) neben seinem Vorgänger
© Imago

Die Front das F1.08 war schon beim Launch durch einen massigen Frontflügel im Vergleich zum Vorjahr signifikant verändert. Das neue Teil sollte das Auto vor allem beim Einlenken in Kurven stabiler machen. Um diese Stabilität noch zu unterstützen, wurde gleich beim ersten Test der markante Flügel in Form eines Hirschgeweihs auf die Nase montiert. Die Seitenkästen sind wesentlich schmaler als beim Vorgänger, ebenso die Motorabdeckung, um den Luftstrom auf den Heckflügel zu verbessern. Die Radaufhängungen wurden so verändert, dass sie die ohne Traktionskontrolle stärker verschleißenden Reifen so gut wie möglich schonen.

 

 RENAULT
Der Renault R28 (links) unterscheidet sich besonders am Frontflügel vom 2007er-Renault
Der Renault R28 (links) unterscheidet sich besonders am Frontflügel vom 2007er-Renault
© Getty

Die Front des Renault wurde komplett verändert. Die Nase ist tiefer über den Frontflügel gezogen als beim Vorgänger. Wie 2007 bereits McLaren nutzt jetzt auch Renault die bogenförmige Flügelstrebe über die Nase. Eine weitere große Veränderung ist ein neues Konzept für die Vorderachse. An den Seitenkästen hat sich die Position der Rückspiegel verändert. 2007 wurden sie noch als zusätzliche Winglets genutzt, jetzt sind sie wieder viel näher am Cockpit. Der Schwerpunkt des Autos liegt etwas weiter vorne. 

 
 WILLIAMS
Mit dem Williams FW30 (links) soll Rosberg noch schneller sein, als im Boliden von 2007
Mit dem Williams FW30 (links) soll Rosberg noch schneller sein, als im Boliden von 2007
© Getty

Der FW30 unterscheidet sich abgesehen vom Frontflügel äußerlich kaum vom Vorgänger. Wie Renault und McLaren nutzt auch Williams einen Frontflügel mit bogenförmiger Strebe über der Nase. Der Schwerpunkt des neuen Autos wurde leicht nach vorne verlagert. 

 
 
Alexander Mey

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