Mittwoch, 16.01.2008

Launch des neuen Red Bull Racing RB4

Der Weg aus dem Mittelmaß

München - Als fünftes Team der Formel 1 hat Red Bull Racing am Mittwochmorgen den Boliden für die Saison 2008 enthüllt. Im spanischen Jerez de la Frontera präsentierten Mark Webber und David Coulthard den neuen Red Bull Racing RB4.

Red Bull Racing Launch
© Getty

Bei der Vorstellung im Rahmen der aktuellen F-1-Testfahrten auf dem Circuito de Jerez verzichtete das ansonsten für seine spektakulären Shows bekannte Red-Bull-Team komplett auf eine pompöse Show und zeigte sich den Fotografen lediglich in der Boxengasse der Rennstrecke kurz vor dem Start des Testtages.

Damit will das Team offenbar ein Zeichen setzen und sich komplett auf den Sport konzentrieren. Denn die Truppe von Teamchef Christian Horner will sich im vierten Formel-1-Jahr endlich an der Spitze des Mittelfelds etablieren. "Unser Ziel ist es, an die Erfolge der letzten drei Saisonrennen anzuknüpfen", sagte Horner. „Damals waren wir sehr konkurrenzfähig. Und genau da wollen wir mit dem neuen Auto ansetzen."

Kaum Zusatzflügel bei Red Bull

Deshalb wurde im Teamsitz in Milton Keynes kräftig gearbeitet, selbst wenn das am RB4 nicht unbedingt zu sehen ist. Auffällig am neuesten Werk des Star-Designers Adrian Newey ist lediglich der wie bei vielen anderen Teams enorm überarbeitete und massiv gewachsene Frontflügel. Ansonsten wurde das Vorjahresmodell eher dezent überarbeitet.

So wurde die Nase nur minimal verändert, Seitenkästen und Lufteinlässe sind wie im vergangenen Jahr sehr tailliert und sehen schlank aus.

Größter Gegensatz zu den bisher präsentierten Fahrzeugen der Konkurrenz ist die sehr schlichte Heckpartie. Hier verzichtet man - anders als etwa bei BMW-Sauber - weitgehend auf zusätzliche Flügel und Luftleitbleche. Mit der verlängerten Motorabdeckung liegt man hingegen wieder im Trend.

Mehr Power und Zuverlässigkeit

Größten Wert wurde laut dem Designer-Duo Adrian Newey und Geoff Willis hingegen auf die bessere Integration und Abstimmung des auch in diesem Jahr verwendeten Renault-Motors gelegt. Zudem habe das Team laut Newey enorm an der Zuverlässigkeit gearbeitet. „Im letzten Jahr hat uns die mangelnde Zuverlässigkeit ungefähr 25 Punkte gekostet. Deshalb war es eine der Schlüsselstellen bei der Entwicklung des neuen Autos", so Horner.

Farblich orientiert sich der neue Bolide an seinen Vorgängern. Alles ist in den Red-Bull-Farben Blau, Rot und Gelb gehalten. Auf externe Sponsorenaufkleber wurde komplett verzichtet.

Seine ersten Proberunden unternimmt der RB4 bereits heute bei den Testfahrten in Jerez. David Coulthard wird als erster Pilot mit dem neuen Modell auf die Strecke gehen. "Er sieht super aus - mit vielen schönen Details", sagte Coulthard zuvor.

Buemi neuer TestfahrerMichael

Am Rande der Präsentation gab das Team des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz auch bekannt, dass der Schweizer Sebastian Buemi in der kommenden F-1-Saison Test- und Ersatzfahrer sein wird. "Diese Berufung ist ein großer Schritt nach vorne für mich", sagte der 19-Jährige.

Das bedeutet allerdings auch, dass Michael Ammermüller aus dem bayrischen Pocking nicht mehr als Freitags-Testfahrer in der Formel 1 tätig sein wird. Der Schützling von Schumi-Manager Willi Weber fährt derzeit in der A1-GP-Rennserie.

SPOX

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