Eishockey

DEL-Playoffs: Meister München verliert Marathonmatch, Mannheim vor Finaleinzug

SID
Die Augsburger Panther haben in der Halbfinal-Serie gegen München die Führung übernommen.
© getty

Serienmeister Red Bull München ist auf dem Weg zum vierten Titel in Folge in der DEL ausgerutscht. Der Titelverteidiger verlor im dritten Play-off-Halbfinale gegen den Außenseiter Augsburger Panther in einem weiteren Marathonmatch 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) in der dritten Verlängerung. Hauptrundensieger Adler Mannheim fehlt nach dem 4:0 (0:0, 1:0, 3:0) gegen die Kölner Haie dagegen nur noch ein Sieg zum Finaleinzug.

In München erzielte Braden Lamb erzielte in der 104. Minute im sechstlängsten DEL-Spiel das entscheidende Tor. "So lange wollten wir eigentlich nicht spielen. Aber wenn es so lange dauert zu gewinnen, dann machen wir es natürlich", sagte der Augsburger Matchwinner bei Magenta Sport.

Damit liegt der Favorit vor dem vierten Duell am Mittwoch (19.30 Uhr/Sport1 und MagentaSport) in Augsburg in der Best-of-seven-Serie mit 1:2 zurück. Ihren bislang einzigen Sieg hatten die Münchner am vergangenen Mittwoch erst in der 102. Minute gesichert. Mannheim kann schon am Dienstag (19.30 Uhr/MagentaSport) in Köln alles klar machen. "Es ist immer das schwerste Spiel, den Sack zuzumachen", sagte Nationalspieler Matthias Plachta.

Loch im Eis in München: Feuerlöscher im Einsatz

Erneut musste das Spiel in München wegen eines Loches im Eis unterbrochen werden. Schon nach 73 Sekunden gab es eine Zwangspause: Weil an der Bande hinter dem Tor ein Stück Eis herausgebrochen war, gingen die Eismeister unter anderem mit einem Feuerlöscher zu Werke. Anders als am vergangenen Mittwoch, als die Drittelpause vorgezogen werden musste, ging es nach wenigen Minuten weiter.

München dominierte danach das Spiel, doch die Augsburger konterten genauso effektiv wie beim 4:3-Sieg am Freitag. Die erste Torchance der Panther nutzte Jamie Arniel zur überraschenden Führung (10.). Auch im Mitteldrittel waren die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft, doch zunächst sprang nur ein Lattenschuss von Derek Joslin heraus (31.).

Erst in der 33. Minute gelang John Mitchell in Überzahl der verdiente Ausgleich. Im dritten Abschnitt entwickelte Augsburg wieder mehr Offensivkraft. Doch großes Risiko gingen beide Teams nicht. Nach 60 Spielminuten standen 47 Torschüsse für die Münchner, aber nur ein Treffer zu Buche.

DEL-Playoffs: Adler Mannheim daheim noch ungeschlagen

"Es macht natürlich Spaß, wenn du immer spielst", sagte Nationalspieler Maxi Kastner, "aber wenn du einen Fehler machst, ist es Kacke, und der Tag ist gelaufen." In der zweiten Verlängerung hatten die Augsburger Pech mit einem Lattentreffer von Daniel Schmölz (95.).

Mark Katic (29.), Plachta (42.), Andrew Desjardins (51.) und Luke Adam (54.) sorgten für den Sieg der Adler, die zuletzt 2015 in der Finalserie standen und damals zum siebten Mal Meister wurden. Die Mannheimer haben bislang alle Heimspiele in den laufenden Play-offs gewonnen.

Die Kölner hielten in Mannheim lange gut dagegen. Doch auch im Schlussabschnitt gelang den Gästen trotz großer Bemühungen kein Treffer, die Adler bestraften die schlechte Chancenauswertung.

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