Ohne Silber-Helden, aber mit neun Neulingen zur Olympia-"Revanche" nach Russland

SID
Donnerstag, 29.03.2018 | 11:45 Uhr
Für die beiden Testspiele gegen Russland tritt die Nationalmannschaft ohne die Silber-Helden, aber mit neun Neulingen an.
© getty
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Ohne ihre Olympia-Helden, dafür aber mit gleich neun Debütanten startet die deutsche Nationalmannschaft in ihre WM-Vorbereitung. Für die beiden Testspiele am 6. und 7. April (16.00 Uhr) in Sotschi gegen Olympiasieger Russland nominierte Bundestrainer Marco Sturm notgedrungen ein Team aus Neulingen und Unerfahrenen. Sie sollen um ihren Platz im Kader für die WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) kämpfen.

Parallel zu den ersten Vorbereitungsspielen duellieren sich 19 Silbermedaillengewinner von Pyeongchang in den Play-off-Halbfinals der DEL. Andere wie Björn Krupp (Wolfsburg) und Moritz Müller (Köln) erhalten eine Pause, Verteidigerstar Christian Ehrhoff hat seine Karriere nach dem Viertelfinal-Aus mit den Kölner Haien beendet. Die NHL-Stars Leon Draisaitl, Thomas Greiss und Dennis Seidenberg stünden erst ab Mitte April zur Verfügung.

Chance für Neulinge

Sturm will aus der Not eine Tugend machen: "Wir geben den Neulingen bewusst die Chance, sich erstmals auf hohem Niveau zu zeigen." Von den Debütanten dürfte vor allem auf Torhüter Dustin Strahlmeier von den Schwenninger Wild Wings eine Menge Arbeit zukommen. Der 25-Jährige wurde kürzlich zum DEL-Goalie des Jahres gewählt.

Daneben erhalten auch Tim Bender (Schwenningen), Simon Sezemsky, Daniel Schmölz, Jaroslav Hafenrichter (alle Augsburger Panther), Fabio Wagner, David Elsner (beide Ingolstadt) sowie die beiden Nordamerika-Talente Marc Michaelis (Minnesota State University) und Nico Sturm (Clarkson University) erstmals eine Bewährungschance im DEB-Team. Der Kölner Nicolas Krämmer ist mit nur 32 Länderspielen der international erfahrenste Profi im 22-köpfigen Aufgebot.

Keine Revanche

Auf dem Papier sind die zwei Duelle gegen Russland zwar eine kleine Olympia-"Revanche", doch beide Nationen gehen mit einem völlig veränderten Kader in die Spiele. "Natürlich wird das in Verbindung gebracht, aber das kann man nicht vergleichen", sagte Sturm.

Zur zweiten Phase der WM-Vorbereitung mit Testspielen in Weißwasser (14. April) und Dresden (15. April) gegen die Slowakei erwartet Sturm die ersten Olympiafahrer zurück im Team. Am 19. und 21. April stehen noch Partien in Wolfsburg und Berlin gegen Frankreich auf dem Plan, ehe sich der Olympia-Zweite auf den Weg nach Dänemark macht.

In Herning trifft das Sturm-Team auf Gastgeber Dänemark, die Mitfavoriten Kanada, Finnland und USA sowie auf Norwegen, Lettland und Aufsteiger Südkorea.

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