Frankreich mit Fehlstart, Hymnen-Fauxpas bei der Slowakei

SID
Samstag, 06.05.2017 | 23:32 Uhr
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Co-Ausrichter Frankreich hat bei der Eishockey-WM in Köln und Paris einen Fehlstart hingelegt. Das Team von Trainer Dave Henderson unterlag in seinem Auftaktmatch Norwegen 2:3. Durch die Niederlage reihen sich die punktlosen Franzosen in der Gruppe B auf dem siebten Rang vor Weißrussland ein, das gegen Tschechien klar mit 1:6 (0:2, 1:1, 0:3) verlor und nach bereits zwei Niederlagen Gruppenletzter ist.

Ken Andre Olimb (26.) und Patrick Thoresen (30./50.) waren für die Norweger gegen Frankreich erfolgreich, das durch Stephane da Costa (39./50.) von ZSKA Moskau zweimal zum Anschlusstreffer kam. Am Sonntag trifft die Grande Nation in ihrem zweiten Gruppenspiel auf Vizeweltmeister Finnland (16.15 Uhr).

Zuvor hatte in Paris der zweimalige Vizeweltmeister Schweiz einen 4:0-Vorsprung verspielt, setzte sich aber dennoch gegen Aufsteiger Slowenien mit 5:4 (4:0, 0:1, 0:3, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. Mit zwei Punkten stehen die Eidgenossen derzeit hinter Titelverteidiger Kanada, Finnland, dem neuen Dritten Norwegen und Tschechien (alle drei Punkte) auf Rang fünf.

Für die sechsmaligen Weltmeister aus Tschechien trafen beim Kantersieg gegen Weißrussland Petr Vrana (14.), NHL-Profi Radko Gudas (18.) von den Philadelphia Flyers, Roman Cervenka (36.), Radim Simek (48.), Gudas Klubkollege Jakub Voracek (50.) und Michal Kempny (60.) von den Chicago Blackhawks. Alexander Pawlowitsch (22.) hatte zwischenzeitlich den Anschlusstreffer für die Weißrussen erzielt, die ihre erste Partie gegen Finnland mit 2:3 verloren hatten.

Die Schweiz führte gegen Slowenien durch Andres Ambul (11.), Gaetan Haas (12.), Romain Loeffel (17.) und Simon Bodenmann (18.) früh deutlich. Doch die Slowenen kamen durch die Tore von Jan Mursak (39.), Ziga Jeglic (46.), Jan Urbas (55.) und Robert Sabolic (56.) wieder heran. Damien Brunner verwandelte nach einer Verlängerung ohne Tor den entscheidenden Penalty.

Deutschland und Veranstalter mit Luft nach oben

Deutschlands Gruppengegner Lettland und Slowakei starteten derweil mit Erfolgserlebnissen in die Titelkämpfe. Die Letten bezwangen unter der Leitung ihres kanadischen Trainers Robert Hartley in der Vorrundengruppe A in Köln Dänemark 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). Im Anschluss rangen die Slowaken, Weltmeister von 2002, Aufsteiger Italien mit 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung nieder.

Durch den Sieg gegen Dänemark liegt der Weltranglistenzwölfte Lettland mit drei Punkten in der Tabelle einen Zähler hinter Spitzenreiter Schweden auf Platz zwei. Dritter ist, trotz der 2:7-Pleite gegen die Tre Konor, Deutschland (drei Punkte) vor der Slowakei (zwei Punkte).

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Die Treffer für Hartleys Mannschaft erzielten Gints Meija (24.) und Miks Indrasis (42./53.) vor 13.453 Zuschauern in der Lanxess Arena. Beim Sieg der Slowakei schoss Michel Miklik (7.) zunächst den Führungstreffer für die Osteuropäer, den Giovanni Morini (36.) im zweiten Durchgang egalisierte. Luca Frigo (43.) brachte die Italiener mit seinem Tor in Front, ehe Libor Hudacek (59.) sein Team in die Verlängerung rettete. Dort markierte Peter Ceresnak (63.) den Siegtreffer.

Nach dem Spiel sorgten die Veranstalter für Wirbel, als während der Siegerzeremonie die slowenische statt der slowakischen Nationalhymne erklang. Die mitgereisten Fans aus der Slowakei quittierten dies mit einem gellenden Pfeifkonzert. Der Hallensprecher entschuldigte sich für den Vorfall und verwies auf einen technischen Fehler.

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