Eishockey

Reindl hofft auf Draisaitl bei Olympia 2018

SID
Leon Draisaitl feiert seine Torvorlage für die Edmonton Oilers

Trotz der Absage der NHL hat DEB-Präsident Franz Reindl die Hoffnung auf einen Olympia-Einsatz Leon Draisaitls noch nicht aufgegeben. "Einige Klubbesitzer haben gesagt: Wenn unsere besten Spieler in Pyeongchang für ihr Heimatland antreten wollen, legen wir ihnen keine Steine in den Weg", sagte der Präsident des DEB dem SID.

"Es könnte sein", dass auch Draisaitl von den Edmonton Oilers grünes Licht für die Winterspiele 2018 bekommt, so Reindl. "Leon verhandelt gerade seinen Vertrag neu", erläuterte er, "ich weiß ja nicht, welche Klauseln er da reinschreibt. Wenn die Oilers mal 14 Tage auf ihn verzichten müssten, würden sie das überleben. Für Deutschland wäre es eine Sensation."

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Der 21-jährige Draisaitl hat sich in Edmonton zu einem der besten Spieler der NHL entwickelt. Mit bislang 75 Scorerpunkten in dieser Saison ist der gebürtige Kölner der erfolgreichste deutsche NHL-Profi der Geschichte. Sein Einstiegsvertrag über jährlich 925.000 Dollar läuft zum Ende der Spielzeit aus.

Die NHL hatte am Montag angekündigt, die Saison 2017/18 nicht für Olympia zu unterbrechen: "Wir betrachten die Sache damit als offiziell abgeschlossen." Von 1998 bis 2014 hatte die beste Eishockey-Liga der Welt ihre Profis zu den Winterspielen geschickt.

Konflikte zwischen Spielergewerkschaft und Liga

Nach Reindls Ansicht ist der Hauptgrund für die Absage der Konflikt zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft NHLPA, die sich für eine Teilnahme ausgesprochen hatte. "Sie konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen", sagte der DEB-Präsident und prognostizierte: "Es kündigt sich schon jetzt wieder ein Streik 2020 an."

Russlands Star Alexander Owetschkin hat bereits angekündigt, trotz der Absage der NHL an den Winterspielen in Südkorea teilzunehmen. Sollten die NHL-Profis aber tatsächlich fehlen, sieht Reindl darin auch einen Vorteil.

Vor allem die Topnationen treffe es "richtig hart", sagte er, "aber die anderen können davon auch profitieren, weil sie weniger NHL-Spieler haben und die Konkurrenz größer wird".

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