Erneutes Verfahren um Auf- und Abstieg zwischen DEL und DEL2 einzuführen

DEL: Neuer Anlauf für Auf- und Abstieg

SID
Donnerstag, 27.10.2016 | 13:06 Uhr
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Im deutschen Eishockey gibt es einen neuen Anlauf zur Einführung von Auf- und Abstieg zwischen den beiden Profiligen DEL und DEL2. Vertreter der Zweitligisten einigten sich einstimmig, erneut an einem entsprechenden Verfahren teilzunehmen. Ziel sei es, spätestens in der Saison 2018/2019 je einen Auf- und Absteiger zu ermitteln.

"Das deutsche Profi-Eishockey braucht den Auf- und Abstieg, hierüber sind sich alle Beteiligten einig", erklärten DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch und Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), unisono nach einem DEL2-Gesellschaftertreffen in Frankfurt. Bei dem Treffen war auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) vertreten.

"Gerade auch in Verbindung mit der Heim-WM im nächsten Jahr sollten wir den Schwung nutzen und das deutsche Eishockey so wieder ein Stück nach vorn bringen", sagte Reindl. Unter anderem wurden beim Meeting auch die Stadionanforderungen präzisiert.

Der letzte sportliche Aufsteiger in die DEL waren 2006 die Straubing Tigers, letzter Absteiger die Kassel Huskies. Anschließend hatte die DEL sich abgeschottet, weil sie in der zweiten Liga die wirtschaftlichen Voraussetzungen sowohl für einen Absteiger als auch für potenzielle Aufsteiger nicht erfüllt sah. Zuletzt erhielten die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven als Nachrücker für die Hamburg Freezers die 14. DEL-Lizenz.

Die aktuelle Vereinbarung beider Ligen sieht vor, dass mindestens sechs DEL2-Klubs bis zum 31. März 2017 eine Bürgschaft in Höhe von jeweils 816.000 Euro hinterlegen müssen. Zudem müssen deren Arenen Mindeststandards erfüllen. Sollte die DEL2 die Vereinbarung erfüllen, wird spätestens in der Saison 2018/19 je ein Auf- bzw. Absteiger ermittelt.

"Die Anforderungen an die DEL2-Klubs sind sehr hoch. Dennoch müssen und werden wir uns im Sinne einer gesunden Perspektive für unseren Sport an die geschlossene Vereinbarung mit der DEL halten", sagte Rudorisch: "Klubs und Ligagesellschaft werden alle Kraft in die Einhaltung der Frist investieren und hoffen dabei auch auf die breite Unterstützung an den Standorten. Die Liga, aber auch das deutsche Profi-Eishockey, brauchen diese sportliche Perspektive."

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