DEB-Team mit starken Auftritt bei der WM

Hoffnung auf "coole" Mega-Aufgaben

SID
Freitag, 20.05.2016 | 13:46 Uhr
Vor allem NHL-Keeper Thomas Greiss zeigte bei der WM starke Leistungen
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
ATP The Boodles: Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
ATP The Boodles: Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
ATP The Boodles: Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
ATP The Boodles: Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Die WM-Sensation gegen Gastgeber Russland blieb zwar aus, doch die deutsche Nationalmannschaft scheint gerüstet für die nächste Saison mit zwei Highlights - vor allem dank Bundestrainer Marco Sturm.

Während sich seine Spieler nach vielen Wochen harter Arbeit ins Nachtleben von Moskau stürzten, verarbeitete Marco Sturm das erwartbare Ende des deutschen Eis-Märchens im Teamhotel. Der ganz große Coup im Viertelfinale gegen Gastgeber Russland ist dem 37-Jährigen bei seiner WM-Premiere als Bundestrainer zwar nicht geglückt. Doch er hat das deutsche Eishockey vor der vielleicht wichtigsten Saison in der Verbandsgeschichte international wieder konkurrenzfähig gemacht.

"Es hat einen Riesenspaß gemacht. Ich habe viel gelernt und kann mich nur bei der Mannschaft bedanken", sagte Sturm nach der am Ende verdienten 1:4-Niederlage gegen den Rekordweltmeister: "Sie hat nicht nur mich, sondern ganz Deutschland begeistert. Aber ich weiß, dass noch mehr in ihr steckt."

Weitere NHL-Verstärkung geplant

Dieses Potenzial wolle er bei den zwei anstehenden "coolen Events" (Sturm) rauskitzeln: der enorm wichtigen Olympia-Qualifikation im September in Riga und der Heim-WM in einem Jahr in Köln. Und die Chancen dafür stehen gut: Für das Ausscheidungsturnier zu den Winterspielen 2018 in Pyeongchang hat Sturm schon jetzt die Zusagen sämtlicher Profis aus der nordamerikanischen Top-Liga. "Ich plane mit allen", sagte der deutsche NHL-Rekordspieler.

Zusätzlich zu den fünf Nordamerika-Legionären des aktuellen WM-Kaders um den auch gegen Russland überragenden Torhüter Thomas Greiss kommen also noch Top-Leute wie Dennis Seidenberg, Tom Kühnhackl und Philipp Grubauer hinzu. Das würde aber auch bedeuten, dass aus der überzeugenden WM-Mannschaft einige Spieler gestrichen werden.

"Das ist das Harte an meinem Job", sagte Sturm. Einen WM-Bonus gibt es nicht, dafür steht zu viel auf dem Spiel. Nach Olympia 2014 in Sotschi darf der DEB unter keinen Umständen noch einmal Winterspiele verpassen, ansonsten droht der zarte Aufschwung im Keim erstickt zu werden.

"In ein paar Tagen kommt der Stolz durch"

Die größte Hoffnung, dass das nicht passiert, ist Marco Sturm. "Er hat ein super erstes Turnier gecoacht", lobte NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff. Dass es im Viertelfinale trotz einer 1:0-Führung im ersten Drittel durch ein frühes Tor von Patrick Reimer (5.) nicht für die Sensation gereicht hat, trübte die Freude über den besten WM-Auftritt einer deutschen Mannschaft seit fünf Jahren kaum.

"Im Moment überwiegt die Enttäuschung, aber in ein paar Tagen kommt der Stolz durch", sagte Ehrhoff. Und "Hexer" Thomas Greiss, der die russischen Offensivstars um Ausnahmekönner Alexander Owetschkin mit seinen Paraden oft zur Verzweiflung brachte, meinte: "Wir haben ein starkes Turnier gespielt. Um solche Mannschaften zu schlagen, brauchen wir Glück, und das hatten wir nicht."

Gutes Zeugnis von Präsident Reindl

NHL-Verteidiger Korbinian Holzer hatte es schon vorher geahnt und das Kräfteverhältnis mit einem Beispiel aus dem Profifußball veranschaulicht: "Das ist wie 1860 München gegen den FC Barcelona." Im Spiel leistete sich Heißsporn Holzer einen Aussetzer, als er Doppel-Torschütze Wadim Schipatschow (21. und 35.) mit dem Schläger zwischen die Beine schlug.

Solche Aktionen hat die DEB-Auswahl eigentlich nicht nötig, denn sie sorgte mit attraktivem Offensivspiel und dem siebten Platz in der Endabrechnung ein Jahr vor der Heim-WM sportlich für Furore. "Deutschland wird in der Szene wieder respektiert. Sie sehen, dass wir nicht mehr nur die Zerstörer sind", sagte DEB-Präsident Franz Reindl und stellte Sturm ein hervorragendes Zeugnis aus: "Hut ab, da macht das Zuschauen einfach Spaß."

Sturm flog schon am Freitagmorgen in seine Wahlheimat Florida, um bei seiner Familie Kraft für die schweren Aufgaben in der neuen Saison zu tanken. Das deutsche Eis-Märchen soll schon bald ein richtiges Happy End bekommen.

Die Eishockey-WM im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung