Dienstag, 05.04.2016

DEL-Playoff-Halbfinale

Nürnberg wendet vorzeitiges Aus ab

Die Nürnberg Ice Tigers haben nach einer grandiosen Aufholjagd die letzte Hoffnung auf den Einzug ins Endspiel um die deutsche Mannschaft aufrecht erhalten. Die Franken besiegten die Grizzlys Wolfsburg im vierten Playoff-Halbfinale der DEL mit 5:4 (0:1, 2:3, 3:0) und wendeten das vorzeitige Aus trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstandes ab.

Die Nünrberg Ice Tigers gewannen nach einem zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand
© getty
Die Nünrberg Ice Tigers gewannen nach einem zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand
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Für Wolfsburg war es die erste Niederlage nach zuvor sieben Siegen.

"Wir haben auf einmal aufgehört, die Kleinigkeiten zu machen und Nürnberg hat vor der eigenen Kulisse gedrückt", sagte Grizzlys-Torwart Felix Brückmann auf Servus TV: "Wir sind aber weiter in der Serie vorne und versuchen es am Freitag aufs Neue."

Beim Stand von 1:3 in der Serie im Modus best-of-seven bleiben die Nürnberger aber auch in Spiel fünf am Freitag (19.30) zum Siegen verdammt, Wolfsburg erhält die zweite Chance auf den zweiten Finaleinzug nach 2011. In der DEL-Geschichte ist es noch nie einer Mannschaft gelungen, ein 0:3 nach Spielen in einer Play-off-Serie umzubiegen.

Vor 6715 Zuschauern geriet Nürnberg früh ins Hintertreffen, als Wolfsburg durch Gerrit Fauser (4.) in doppelter Überzahl direkt seine erste große Chance nutzte. Daraufhin kontrollierten die Gäste das Spiel, versäumten es aber, einen größeren Vorsprung herauszuschießen. Das holte der Vierte der regulären Saison im zweiten Drittel gleich doppelt nach: Brent Aubin (28.) und Christoph Höhenleitner (29.) trafen binnen 26 Sekunden zu einer scheinbar beruhigenden 3:0-Führung.

Tor in Unterzahl als Weckruf

Als Nürnberg geschlagen schien, sendete Hauptrunden-Topscorer Patrick Reimer (31.) mit einem Tor in Unterzahl einen Weckruf. Dieser wurde von seinen Mannschaftskameraden erhört: Den Anschlusstreffer durch Matthew Murley (38.) erkannte das Schiedsrichtergespann nach ausgiebigem Videostudium an. Zwar antwortete Höhenleitner (39.) mit seinem zweiten Tor postwendend, doch im dritten Drittel machten Kurtis Foster (42.), erneut Murley (45.) und Sasa Martinovic (52.) die kaum mehr für möglich gehaltene Wende perfekt.

Im zweiten Halbfinale steigt das vierte Spiel zwischen Hauptrunden-Primus Red Bull München und den Kölner Haien am Mittwoch in Köln. München führt in der Serie mit 2:1.

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