"Comeback-Könige" im Finale

SID
Freitag, 03.04.2015 | 11:40 Uhr
Kai Hospelt avancierte gegen Adam Grizzly Wolfsburg zum Matchwinner
© getty
Advertisement
Basketball Champions League
Live
Yenisey -
Oldenburg
Basketball Champions League
PAOK -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Bayreuth -
Rosa Radom
NBA
Thunder @ Pacers
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 1
European Challenge Cup
Pau -
Agen
NBA
Lakers @ Cavaliers
NHL
Penguins @ Golden Knights
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 2
European Rugby Champions Cup
Ulster -
Harlequins
NBA
Spurs @ Rockets
BSL
Besiktas -
Galatasaray
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 3 -
Session 1
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 3 -
Session 2
NHL
Canadiens @ Senators
NBA
Jazz @ Cavaliers
World Championship Boxing
Billy Joe Saunders vs David Lemieux
Liga ACB
Barcelona -
Gran Canaria
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 4 -
Session 1
European Rugby Champions Cup
Wasps -
La Rochelle
European Challenge Cup
Cardiff -
Sale
ACB
Obradoiro -
Real Madrid
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 4 -
Session 2
NBA
Kings @ Raptors
NHL
Blues @ Jets
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 5
NHL
Kings @ Flyers
NBA
Warriors @ Lakers
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Teneriffa
Basketball Champions League
Bonn -
Zielona Gora
NHL
Hurricanes @ Maple Leafs
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 6
NBA
Cavaliers @ Bucks
Basketball Champions League
Oldenburg -
Sassari
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 7
Basketball Champions League
Straßburg -
Bayreuth
NBA
Lakers @ Rockets
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 8
NBA
Celtics @ Knicks
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 9 -
Session 1
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 9 -
Session 2
Premiership
Warriors -
London Irish
NBA
Lakers @ Warriors
BSL
Darüssafaka -
Trabzonspor
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 10 -
Session 1
NHL
Jets @ Islanders
Liga ACB
Fuenlabrada -
Teneriffa
William Hill World Championship
World Darts Championship: Tag 10 -
Session 2
Pro14
Connacht -
Ulster
NHL
Maple Leafs @ Rangers
NBA
Mavericks @ Hawks
Premiership
Leicester -
Saracens
NBA
76ers @ Knicks
NBA
Cavaliers @ Warriors
NBA
Wizards @ Celtics
Spengler Cup
Schweiz -
Riga
Spengler Cup
Kanada -
Mountfield

Den Titel "Comeback-Könige des Jahres" haben sich die Cracks von Adler Mannheim bereits mehr als verdient, jetzt greift der Eishockeyklub im Finale nach dem lang ersehnten Meisterpott. "Unglaublich! Wahnsinn! Mir fehlen die Worte", sagte Matchwinner Kai Hospelt: "Aber wir haben noch nichts erreicht."

Der große Favorit machte beim packenden 5:3-Sieg im vierten Halbfinalspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg den Finaleinzug (4:0) perfekt und zeigte einmal mehr seine Comeback-Qualitäten: Zum dritten Mal drehte der sechsmalige Meister in der Serie einen 0:3-Rückstand in einen Sieg. Nationalspieler Christoph Ullmann erklärte das Phänomen so: "Wir lechzen alle nach dem Erfolg."

Auf dem Weg zum ersten Titel seit acht Jahren dürfte der ERC Ingolstadt Mannheims letzter Stolperstein sein. Der Titelverteidiger setzte sich in Spiel vier gegen Überraschungsteam Düsseldorfer EG mit 5:2 durch und kann bereits am Samstag (14.30 Uhr im LIVE-TICKER) in der eigenen Arena den ersten von drei Matchbällen verwerten.

Die Mannheimer haben durch den "Sweep" gegen Wolfsburg zwar etwas Kräfte gespart, dafür aber auch ein paar Nerven gelassen. "Dreimal von einem 0:3 zurückzukommen, das ist der Wahnsinn", sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp: "So was hat es wohl noch nie gegeben."

Spiel innerhalb von neun Minuten gedreht

Bis zur 45. Minute lag Mannheim mit drei Toren im Rückstand, genau wie im ersten und zweiten Halbfinalspiel. Doch Matthias Plachta (45.), der frühere NHL-Star Jochen Hecht (49.) und Kurtis Foster (54.) sorgten im Schlussdrittel für den Mannheimer Ausgleich. Kai Hospelt 32 und Andrew Joudrey 16 Sekunden vor Schluss schossen die Adler schließlich ins Finale.

"Der Siegeswille und der Charakter der Mannschaft ist top", schwärmte Hopp. Auf der anderen Seite ist es kein Ruhmesblatt, gegen ein arg dezimiertes Wolfsburger Team dreimal so hoch in Rückstand geraten zu sein. Der mögliche Finalgegner Ingolstadt, deutlich abgezockter und erfahrener, hätte das mit Sicherheit bestraft.

Wolfsburgs Trainer Pavel Gross, der Adler-Manager Teal Fowler nach dem dritten Spiel noch wüst beleidigt hatte ("Fucking Oberligist"), verzichtete diesmal auf Pöbeleien. "Es bleibt mir nichts anderes übrig, als den Mannheimern zu gratulieren", sagte Gross, der von den eigenen Fans trotz des Eklats mit einem großen Plakat ("Pavel, wir stehen hinter Dir!") gefeiert wurde.

Eishockey-Wunder in Düsseldorf?

Einen Grund, in Depressionen zu verfallen, hatten auch die Düsseldorfer Anhänger nicht. Zwar ist das Finale für den krassen Außenseiter, der in den vergangenen zwei Jahren abgeschlagen Tabellenletzter geworden war, in weite Ferne gerückt. Doch zumindest das Startrecht für die Champions League in der kommenden Saison ist dem Traditionsklub nicht mehr zu nehmen. Und vielleicht schafft die DEG mit drei Siegen in Serie ja doch noch ein Eishockey-Wunder.

"Wir geben nicht auf und werden weiter marschieren", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer. Der DEL-Rekordtorschütze, der bei der 2:5-Niederlage gegen Ingolstadt am Donnerstagabend seinen 252. Treffer erzielt hatte, verlangte von seinem Team aber mehr Play-off-Charakter: "Wir dürfen keine Geschenke mehr verteilen. Wir sind teilweise ins offene Messer gelaufen."

Eine Play-off-Einstellung verlangt auch DEG-Trainer Christof Kreutzer - und zwar von den Gegenspielern. Die würden seiner Meinung nach die Schiedsrichter mit kleinen Schauspieleinlagen zu Strafen gegen sein Team aufbringen. "Meine Nichte ist vier Jahre alt und hält den Schläger fester in der Hand als so mancher Ingolstädter", wetterte Kreutzer.

Die DEL-Playoffs im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung