Timo Pielmeier im Interview

"Krupp tut der Liga gut"

Von Interview: Michael Graßl
Freitag, 26.12.2014 | 16:08 Uhr
Timo Pielmeier spielt seit 2013 beim ERC Ingolstadt
© getty
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Meisterschaft, Umbruch - und nun? Timo Pielmeier erklärt den neuen ERC. Außerdem: Ingolstadts Goalie über beleidigende Fans, die Rückkehr von Uwe Krupp und den Weg in die NHL.

SPOX: Timo, sagt Ihnen der im Freizeitsport bekannte Ausdruck "mit Fliege spielen" etwas?

Timo Pielmeier: Beim Fußball etwa? So wie Manuel Neuer?

SPOX: Genau. Das kann man auch auf Sie übertragen. Sie spielen sehr viel mit und verlassen oft ihr Tor.

Pielmeier: Das stimmt. Ich glaube, ich bin auch der einzige Goalie in der Liga, der so viel mitspielt. Aber der Trainer mag das und die Mannschaftskollegen finden es einfacher, weil die Verteidiger nicht in die Ecken gehen müssen. Und der Spielaufbau ist dadurch schneller, was ebenfalls gut für das Team ist.

SPOX: Haben Sie das während Ihrer Zeit in Amerika gelernt?

Pielmeier: Nein, nicht unbedingt. Ich mache das schon sehr lange. Das kommt wahrscheinlich vom Street-Hockey.Ich habe früher sehr viel Inline-Hockey gespielt, das hat mich geprägt.

SPOX: Trotzdem dürften Sie auch aus den Staaten die eine oder andere lehrreiche Erfahrung mitgenommen haben. Können Sie sich noch an den NHL-Draft 2007 erinnern, als Sie von den San Jose Sharks ausgewählt wurden?

Pielmeier: Natürlich, das war ein schönes Gefühl. Eigentlich sogar ein geiles Gefühl (lacht). Nur die Meisterschaft in der letzten Saison hat das noch getoppt.

SPOX: Ist es für junge Spieler der richtige Weg, frühzeitig den Weg nach Nordamerika zu suchen? Die aktuellsten Beispiele sind Tobias Rieder und Leon Draisaitl.

Pielmeier: Auf jeden Fall. Man spielt mit 16 Jahren schon vor 10.000, 15.000 Zuschauern, wohnt alleine und ist auf sich gestellt. Dadurch reift man immens und bekommt früh einen anderen Blick auf das Leben. Ganz zu schweigen von den Trainingsmöglichkeiten, die kann man nicht mit Deutschland vergleichen kann. Wobei man sagen muss, dass Teams wie Ingolstadt, Mannheim oder Köln heutzutage auch gute junge Spieler herausbringen. Mittlerweile liegt der Fokus in Deutschland wieder vermehrt auf der Jugendarbeit.

SPOX: Sie haben den DEL-Titel mit dem ERC angesprochen. Würden Sie dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - bei einem passenden Angebot noch mal Ihr Glück in der NHL versuchen?

Pielmeier: Eine schwierige Frage. Da müsste schon ein Angebot kommen, das mich vom Stuhl haut und mir quasi keine andere Wahl lässt.

SPOX: Gab es denn nach Ihren starken Leistungen im letzten Jahr Angebote aus der NHL?

Pielmeier: Nein, aus Amerika hat sich niemand gemeldet. Dafür war ich in Deutschland und sogar in ganz Europa im Gespräch. Aber ich habe zum Verein gesagt, dass ich Interesse an einem neuen Vertrag habe und Ingolstadt mein erster Ansprechpartner ist.

SPOX: Das haben Sie im September mit einem neuen Vertrag über drei weitere Jahre in die Tat umgesetzt. Was hat Sie überzeugt?

Pielmeier: Die neue Schiene in Ingolstadt gefällt mir. Ich kenne Jiri Ehrenberger, unseren Sportdirektor, schon aus Landshut und bin ein großer Fan von seiner Philosophie. Auch Claus Gröbner als Geschäftsführer ist ein Grund. Wir haben uns getroffen und uns über das Konzept des Vereins unterhalten. Finanziell ist man mit vielen verschiedenen Sponsoren ausgestattet, das ist ebenfalls nicht ganz unwichtig. Ich bin ein Fan vom Ingolstädter Weg. Wir arbeiten mit vielen jungen Spielern und ich will helfen, den einen oder anderen groß herauszubringen.

SPOX: Auch wenn Sie dem Verein treu geblieben sind, hat der ERC einen bewegten Sommer hinter sich. Einige Spieler verließen nach der Meisterschaft den Klub, andere mussten neu integriert werden.

Pielmeier: Das war in der Tat ein großer Umbruch. Wir haben definitiv zwei, drei Monate gebraucht, um uns zu finden und einzuspielen. Vor allem defensiv hatten wir einige Baustellen, aber das ist inzwischen besser geworden.

SPOX: Auch Meistertrainer Niklas Sundblad nahm seinen Hut. War das ein Schock für die Mannschaft?

Pielmeier: Ich dachte schon, dass er bleibt. Aber jeder hat seinen eigenen Grund, wenn er den Verein verlässt, und den kennen wir nicht. So ist es im Sport einfach. Sobald du erfolgreich bist, bekommst du andere Angebote. Aber warum er nicht in Ingolstadt geblieben ist, kann ich nur vermuten.

SPOX: Wie war die Umstellung von Sundblad auf den neuen Head Coach Larry Huras?

Pielmeier: Sundblad war ein junger Trainer, der sehr viel gearbeitet hat. Aber auch er musste unter der Saison noch viel lernen. Larry kam dagegen mit viel Selbstvertrauen zu uns. Er weiß, wie man Meister-Teams übernimmt. Er ist ein erfahrenerer Trainer als Niklas. Larry hat selbst schon eigene Erfolge vorzuweisen und einige Titel in der Schweiz gewonnen.

Seite 1: Pielmeier über die NHL, seine Vertragsverlängerung und den ERC-Umbruch

Seite 2: Pielmeier über Peppi Heiß, Fan-Aufstände und Uwe Krupp

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