Vorjahresfinalisten mit Problmen beim Saisonstart

Ingolstadt und Köln in der Krise

SID
Montag, 06.10.2014 | 13:39 Uhr
Für Uwe Krupp und die Haie läuft es nicht rund
© getty
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Titelverteidiger ERC Ingolstadt lässt sich fast zweistellig abschießen, Vizemeister Kölner Haie dümpelt auf dem vorletzten Tabellenplatz: Die beiden Finalisten der Vorsaison blamieren sich in der DEL zurzeit bis auf die Knochen.

"Es gibt noch keine Lösung, wir müssen uns da durcharbeiten", sagte Kölns Trainer Uwe Krupp nach dem 2:5 bei den Panthern aus Augsburg. Die vierte Niederlage in Folge schob der ehemalige Bundestrainer auf die Verletzungsmisere: "Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumzureden: Die Probleme liegen in unserer Personalsituation begründet."

Ganz so einfach wollten es sich die Spieler nicht machen. "Die Verletzten sind keine Entschuldigung für uns", sagte Kapitän John Tripp: "Wir haben uns das Loch, in dem wir stecken, selbst gegraben." Vor allem die eklatante Abschlussschwäche zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, auch gegen Augsburg zeigten die Haie vor dem Tor zu häufig Nerven.

"Kopf hoch und Schultern zurück"

"Kopf hoch und Schultern zurück", fordert Krupp nun von seinen Profis. Viel mehr Möglichkeiten als Motivationsreden hat er auch nicht, denn Zeit zum Trainieren bleibt keine. Bereits am Mittwoch steht das letzte Vorrundenspiel in der Champions Hockey League (CHL) beim slowakischen Meister HC Kosice an. Beim Gedanken an das Spiel "läuft es mir eiskalt den Rücken runter", verriet Krupp, der mit seinem Team nur noch theoretische Chancen aufs Weiterkommen hat.

Krupp fürchtet weitere Verletzte, gegen Augsburg erwischte es Mike Iggulden. Der 31 Jahre alte Kanadier wurde bei einem Schlagschuss von Teamkollege Philip Gogulla am Kopf getroffen und vom Eisstadion direkt ins Krankenhaus gebracht.

Peinliche 1:9-Klatsche

Meister ERC Ingolstadt hat zwar fünf Punkte mehr auf dem Konto als die Kölner, Krisenstimmung herrscht aber auch dort.

Die peinliche 1:9-Klatsche bei den Nürnberg Ice Tigers brachte ERC-Trainer Larry Huras auf die Palme.

"Wir müssen begreifen, dass wir keine Star-Truppe sind, sondern uns jeden Punkt hart erarbeiten müssen", wetterte der Kanadier: "Wenn wir nicht laufen und uns nicht bewegen, dann haben wir in dieser Liga keine Chance."

Der glücklose Torhüter Timo Pielmeier hatte bereits nach 40 Minuten beim Stand von 0:5 Feierabend, doch es lag nicht allein an ihm. Beim neuformierten Titelverteidiger zeigte kaum jemand Gegenwehr.

Nur Stürmer Patrick Hager nahm Coach Huras von seiner Kritik aus.

"Hagi hat gezeigt, dass er auf und neben dem Eis ein Leader ist", sagte Huras: "Leider hatten wir nicht genügend solcher Spieler in unserer Mannschaft."

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