Eishockey

DEB weckt Viertelfinal-Hoffnungen

SID
Deutschland (hier Sinan Akdag, r.) feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel
© getty

Mit dem zweiten Sieg hat die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Minsk Viertelfinal-Hoffnungen geweckt. Einen Tag nach dem mühsamen 2:1 nach Penaltyschießen gegen Kasachstan überzeugte das DEB-Team beim 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) gegen den Olympia-Achten Lettland.

AHL-Stürmer Marcel Noebels von den Adirondack Phantoms (13.), der Mannheimer Frank Mauer (21.) und Thomas Oppenheimer mit einem an ihm selbst verursachten Penalty (56.) erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die zuletzt 2011 die Runde der letzten Acht erreichte.

Mit fünf Punkten aus den ersten beiden Spielen braucht sich das Cortina-Team mit sechs WM-Neulingen zumindest keine Sorgen mehr um den Klassenerhalt zu machen.

"Die drei Punkte waren ungemein wichtig", sagte Matchwinner Oppenheimer, "es wäre super, wenn's so weitergeht. Aber wir haben noch viel harte Arbeit vor uns." Der Hamburger hatte schon gegen Kasachstan per Penalty getroffen.

Georgijs Pujacs (19.) und Mikelis Redlihs (28.) trafen für die Balten, die zum Auftakt überraschend den zweimaligen Weltmeister Finnland mit 3:2 geschlagen hatten. Die Skandinavier sind am Dienstag dritter Gegner des deutschen Teams in der Vorrundengruppe B.

Grubauer mit WM-Premiere

Im Tor gab Philipp Grubauer sein WM-Debüt. Der 22-Jährige, der in dieser Saison 17 NHL-Spiele für die Washington Capitals bestritten hatte, verhinderte einen frühen Rückstand: Als Andris Dzerins bei deutscher Überzahl allein vor ihm auftauchte, parierte Grubauer glänzend (6.).

Für die Führung sorgte ein anderer der jungen Wilden: Noebels (22), der zwei Minuten zuvor noch die Latte getroffen hatte, bugsierte den Puck im zweiten Versuch über die Linie. WM-Neuling Thomas Oppenheimer war nach einem sehenswerten Solo an Torwart Kristers Gudlevskis gescheitert. Es war Noebels' erstes Länderspieltor.

Die beste Chance, auf 2:0 zu erhöhen, hatte der Jüngste: Supertalent Leon Draisaitl (18), der im Juni beim NHL-Draft ganz vorne erwartet wird, konnte in aussichtsreicher Position Gudlevskis aber nicht überwinden (14.).

Beim Ausgleich bekam Grubauer, der erst sein zweites Länderspiel von Beginn an absolvierte, die Scheibe nach einem Pfostenschuss nicht unter Kontrolle. Pujacs stocherte nach, und vom Schlittschuh eines deutschen Spielers rutschte der Puck über die Linie. Der Kölner Torsten Ankert saß auf der Strafbank.

Matchwinner Oppenheimer

Nur 30 Sekunden nach der ersten Drittelpause brachte Mauer das Cortina-Team erneut in Führung - im zweiten Nachschuss in Überzahl. Es war Beginn eines starken Drittels der deutschen Mannschaft, die das Spiel mit 15:2 Schüssen in diesem Abschnitt deutlich dominierte.

In die zweite Pause ging sie dennoch nur mit einem 2:2, weil Redlihs einen der lettischen Konter erfolgreich abgeschlossen hatte - und weil Draisaitl nach einer spektakulären Einzelaktion knapp gescheitert war (39.).

Zum Matchwinner wurde dann erneut Thomas Oppenheimer. Tags zuvor hatte der Hamburger mit seinem verwandelten Penalty einen Fehlstart verhindert.

"Wir haben zu kompliziert gespielt", bemängelte Oppenheimer nach dem Zittersieg gegen Kasachstan: "Aber die zwei Punkte zum Start tun jedem gut." Der Mannheimer Matthias Plachta (24) hatte nach dem Rückstand durch Andrej Gawrilin (11.) noch vor der ersten Drittelpause ausgeglichen (19.).

Die WM im Überblick

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