Deutschland-Cup gegen Schweiz

DEB-Pleite und Scheiben-Chaos

SID
Freitag, 08.11.2013 | 23:16 Uhr
Aufgrund des Bruchs einer Plexiglasscheibe musste das Spiel unterbrochen werden
© imago
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Auftakt verpatzt: Die deutsche Nationalmannschaft hat mit einer Niederlage gegen Vizeweltmeister Schweiz einen Fehlstart in den Deutschland-Cup hingelegt. Das Team von Bundestrainer Pat Cortina unterlag den insgesamt recht biederen Eidgenossen nach Penaltyschießen mit 2:3 (1:0, 0:0, 1:2, 0:0, 0:1) und hat schlechte Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Für eine lange Unterbrechung sorgte eine kaputte Plexiglasscheibe.

Für Deutschland, das sich seit dem peinlichen Olympia-Aus im Februar auf einer dauerhaften Wiedergutmachungstour befindet, erzielte der Iserlohner Kapitän Michael Wolf (16.) den Führungstreffer. Nach den Schweizer Toren von Michael Liniger (43.) und Julian Sprunger (45.) sorgte Frank Mauer (53.) in der nahezu ausverkauften Olympia-Eishalle für den Ausgleich. Doch Liniger hatte im Shootout für die Schweiz das letzte Wort.

Am Samstag trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf die Slowakei (16.15 Uhr), die im Auftaktspiel 4:3 nach Penaltyschießen gegen Team USA siegte, das zum Abschluss am Sonntag (16.45 Uhr) deutscher Gegner ist.

Zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle

"Es ist eine extrem große Herausforderung für uns", hatte Bundestrainer Cortina vor dem Turnier auch angesichts zahlreicher personeller Ausfälle gesagt. Gerade auf das letzte Ligawochenende hätte er gut verzichten können. Sieben Nachnominierungen waren nötig, weil das Verletzungspech zugeschlagen hatte.

Nach der Partie war Cortina nicht ganz unzufrieden: "Die Leistung war nicht schlecht, wir haben nach dem Rückstand großen Kampfgeist gezeigt und dann unsere Phase gehabt."

Trotzdem fehlt es besonders in der Defensive an internationaler Erfahrung, da Leistungsträger wie Frank Hördler (Eisbären Berlin) nicht zur Verfügung stehen. Auch im Sturm muss der DEB ohne gestandene Nationalspieler wie André Rankel (Eisbären Berlin), Philip Gogulla (Kölner Haie) oder Kai Hosplet (Adler Mannheim) auskommen. Aus dem Weltmeisterschaftskader vom Frühjahr ist nur gut die Hälfte beim Heimturnier dabei.

Allerdings traten auch die Schweizer im traditionsreichen Duell mit einer Auswahl an, die mit der WM-Überraschungsmannschaft nicht einmal Ähnlichkeit hatte. Der Deutschland erfahrene Coach Sean Simpson wollte aber dennoch den Turniersieg.

Leidenschaft und hohe Bereitschaft

Für Cortina war dies auch ein Ziel, aber viel wichtiger als den möglichen vierten Erfolg in den letzten fünf Jahren empfindet er es, den Weg von der WM in Finnland fortzusetzen. Der DEB hatte dort mit Platz neun nach dem Sotschi-Aus zumindest Schadensbegrenzung betrieben. Leidenschaft und hohe Bereitschaft erwartete Cortina, und bekam dies im ersten Spiel zumindest phasenweise zu sehen.

Die Begegnung vor 5900 Zuschauern begann gleich vielversprechend für die DEB-Auswahl, die sich defensiv diszipliniert präsentierte und offensiv durchaus Akzente setzte. Bei einem Pfostenschuss des Schweizers Patrik Bärtschi (15.) hatten die deutschen Kufencracks allerdings auch Glück. Doch Wolf gab auf diese Schrecksekunde mit seinem 45. Länderspieltor postwendend die richtige Antwort.

Im zweiten Drittel hielten die Deutschen ihren Gegner noch recht gut in Schach, nach vorne war aber vieles nur Stückwerk. Selbst eine zweimütige doppelte Überzahl verging ideenlos und ohne große Einschussmöglichkeiten.

Ersatzscheibe erst nach 45 Minuten

Den größten Unterhaltungswert bot in dieser Phase ein kurioser Zwischenfall, der Ende des zweiten Abschnitts zu einer knapp 45 Minuten langen Unterbrechung führte. Nach einem Zweikampf brach eine Plexiglasscheibe und musste ausgetauscht werden. Dieser normalerweise routinemäßige Vorgang verzögerte weil in der Münchner Olympia-Eishalle keine passender Ersatz besorgt werden konnte. Erst nachdem aus der naheliegenden Olympiahalle eine neue Scheibe geholt wurde, wurde das Problem behoben und die Begegnung fortgesetzt.

Die DEB-Auswahl hatte durch die lange Pause offensichtlich den Faden verloren und ermöglichte der Schweiz durch einige Patzer noch die Wende.

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