Haie zeigen Eisbären Grenzen auf

SID
Dienstag, 26.11.2013 | 22:06 Uhr
Die Kölner Haie um Mirko Lüdemann haben gegen die Eisbären Berlin mit 3:1 gewonnen.
© getty
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Die Haie dominieren den amtierenden Meister aus Berlin in beeindruckender Manier. Die Defensive überragt einmal mehr. Mannheim bleibt auch nach dem 22. Spieltag der härteste Verfolger von Tabellenführer Kölner Haie. Im Klassiker gegen Nürnberg setzten sich die Adler zu Hause mit 5:3 durch. Auch bei den weiteren Verfolgern blieben die Überraschungen aus. München, Wolfsburg, Krefeld und Hamburg fuhren allesamt Siege ein.

Kölner Haie - Eisbären Berlin 3:1 BOXSCORE

Im Duell zwischen dem aktuellen DEL-Tabellenführer Kölner Haie und dem amtierenden Meister Eisbären Berlin vor 8934 Zuschauern in der Lanxess-Arena zeigten die Rheinländer den Hauptstädtern deutlich, wie die Machtverhältnisse in der DEL in diesem Jahr sind.

Das Team von Trainer Uwe Krupp bewies einmal mehr seine beeindruckende Defensivstärke. Mit 40 kassierten Toren bleiben die Haie auch in dieser Kategorie deutlich DEL-Primus. Zudem kommt noch die enorme Ausgeglichenheit im Haie-Kader: Spieler aus drei verschiedenen Sturmreihen erzielten die Treffer.

Nachdem sich die beiden Teams im ersten Spielabschnitt weitgehend neutralisiert hatten, nahm das Spiel im zweiten Drittel an Tempo zu. Köln legte zwei Treffer durch Andreas Falk (Powerplay) und Marcel Ohmann vor, bevor die Eisbären durch Mark Bell ebenfalls im Powerplay verkürzen konnte. Im Schlussdrittel nutzten die Kölner einen Fehler im Aufbauspiel der Eisbären und gingen durch Alex Weiß nach Vorarbeit von Philip Gogulla wieder mit zwei Toren in Führung, die sie bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr abgaben.

Die Haie müssen nun zum schweren Auswärtsspiel nach Hamburg gegen die Freezers reisen, während die Eisbären Berlin die Augsburg Panther zu Gast haben.

Adler Mannheim - Thomas Sabo Ice Tigers 5:3 BOXSCORE

Ronny Arendt (2 Tore, 1 Assist) und Marc El-Sayed (1 Tor, 2 Assists) waren im Spitzenspiel die Matchwinner auf Seiten der Adler. Nach 30 Minuten führte das Team von Coach Harold Kreis bereits mit 4:1, die Partie schien gelaufen. Doch innerhalb von nicht einmal drei Minuten trafen Patrick Reimer (43.) und Fredrik Eriksson (46.) und machten das Spiel wieder spannend, ehe El-Sayed (53.) alles klar machte.

Vor allem zu Beginn der Partie leistete sich Nürnberg unglaubliche Fehler. Aufgrund von leichtfertigen Scheibenverlusten vor zwei Toren und eines Gegentreffers in Überzahl führten die Adler bereits nach gut einer Viertelstunde mit 3:0. Erst im von vielen Strafzeiten geprägten zweiten Drittel leisteten sich die Mannheimer erste Nachlässigkeiten.

Da sich die oft einfallslosen Nürnberger aber vor allem auf harmlose Distanzschüsse verließen, waren sie auf tatkräftige Schützenhilfe der Adler angewiesen. Ein zunächst abgewehrter Steven-Regier-Schuss (21.) trudelte von James Sifers' Schlittschuh zum 1:3 ins eigene Netz. Frank Mauer (30.) stellte den alten Abstand wieder her. Die Adler sind nun mit 42 Punkten Zweiter, mit einem Zähler Rückstand belegen die Ice Tigers Rang drei.

EHC Red Bull München - Iserlohn Roosters 4:2 BOXSCORE

Der EHC Red Bull München ist zwar das drittschlechteste Heimteam der DEL, gegen kriselnde Iserlohn Roosters reichte es dennoch zu einem 4:2-Sieg. Während die Gäste im ersten Drittel noch mithalten und ein 2:2 erreichen konnten, drehten die Gastgeber im zweiten Drittel auf und setzte die Keeper der Roosters unter Dauerfeuer.

Doch wären die Münchner fast an ihrer mangelnden Effizienz gescheitert. Einzig Nicholas Palmieri konnte einen der 18 Torschüsse zum 3:2 im Netz unterbringen. 3.208 Zuschauern sahen insgesamt einen verdienten Sieg des EHC, der den Gegner mit 49:34-Torschüssen klar dominierte und in Darren Haydar (zwei Vorlagen) sowie Jan Urbas (zwei Tore) die besten Spieler stellte.

Grizzly Adams Wolfsburg - ERC Ingolstadt 4:2 BOXSCORE

Der Sieg gegen die Kölner Haie hat den Grizzly Adams Wolfsburg Auftrieb gegeben. Gegen den ERC Ingolstadt schafften die Niedersachsen einen 4:2-Sieg und schoben sich in der Tabelle damit am Gegner vorbei auf Rang sieben. Wolfsburg war zwar insgesamt das etwas agilere Team, profitierte jedoch von einer Spieldauer-Strafe gegen Benedikt Schopper im zweiten Drittel.

In dieser Phase nutzten die Gastgeber ihre Überzahl und kamen durch zwei Treffer von Brett Palin und Marco Rosa (3:1) zur Vorentscheidung - beide Vorlagen kamen von Robert Bina, dem besten Spieler auf dem Eis. Eklatant war die Schläfrigkeit des ERC. Beim 0:1 traf Aleksander Polaczek kurz nach dem er von der Strafbank kam, beim 2:4 gelang Aaron Brocklehurst ein Assist kurz nach seiner Rückkehr auf das Eis.

Schwenninger Wild Wings - Hamburg Freezers 2:6 BOXSCORE

Krefeld Pinguine - Straubing Tigers 5:0 BOXSCORE

Düsseldorfer EG - Augsburger Panther 1:4 BOXSCORE

Der DEL-Spielplan im Überblick

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