Haie siegen, Mannheim schlägt Krefeld

SID
Sonntag, 20.10.2013 | 17:01 Uhr
Danny aus den Birken führte den KEC mit starken Paraden zum Sieg
© getty
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Am 13. Spieltag gewinnen die Adler Mannheim das Spitzenspiel bei den Krefeld Pinguinen. Die Haie machen durch einen turbulenten Overtime-Sieg in Wolfsburg weiter Druck auf Tabellenführer Nürnberg, der in Iserlohn verliert. München siegt gegen die Eisbären.

Krefeld Pinguine - Adler Mannheim 3:5 (2:2, 0:2, 1:1) BOXSCORE

Tore: 1:0 Courchaine (2:49), 1:1 Arendt (14:52), 1:2 Ullmann (17:13), 2:2 Schymainski (18:33), 2:3 Wagner (24:09), 2:4 Arendt (37:04), 3:4 Clark (56:29), 3:5 Gamache (59:17)

Im Spitzenspiel des 13. DEL-Spieltags trafen die Krefeld Pinguine zuhause auf die Adler Mannheim. Die Adler begannen mit dem Selbstvertrauen aus dem gewonnenen Spiel gegen Wolfsburg stark, mussten aber nach kurzer Zeit eine kalte Dusche hinnehmen: Adam Courchaine schloss ein Fastbreak im Nachschuss erfolgreich ab (02:49). Krefeld dominierte das erste Drittel, brachte die Adler gehörig ins Schwimmen, verpasste es aber nachzulegen.

Innerhalb von gut zwei Minuten stellte Mannheim das Spiel dann auf den Kopf - Ronny Arendt nach schöner Kombination (14:52) und Christoph Ullmann mit einem Abstauber (17:13) brachten die Adler in Führung. Im Powerplay kurz vor der ersten Pause konnte Krefeld jedoch ausgleichen, Martin Schymainski rettete das erste Drittel zumindest teilweise (18:33).

Im zweiten Drittel musste Krefeld dem extrem hohen Tempo zu Beginn Tribut zollen, die Kräfte bei den Pinguinen schwanden - nicht zuletzt aufgrund der vielen Verletzten. In einem nun deutlich langsameren Spiel waren es die Adler, die die Akzente setzten und durch Treffer von Steven Wagner (24:09) und erneut Ronny Arendt (37:04) einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die zweite Drittelpause nahmen.

Das Schlussdrittel war bis in die letzten Minuten hinein ereignisarm, dann jedoch kam nochmal Schwung in die Partie. Zunächst schöpfte Krefeld wieder Hoffnung, nachdem Kevin Clark nach Bully im Angriffsdrittel den Anschluss erzielte (56:29). In der letzten Minute wurde den Adlern jedoch ein technisches Tor zugesprochen, die Schiedsrichter werteten ein Verschieben des Krefelder Tores als absichtlich (59:17). Die Adler siegten 5:3 und rücken auf den dritten Tabellenplatz vor, Krefeld fiel auf Rang fünf zurück.

Grizzly Adams Wolfsburg - Kölner Haie 1:2 (0:1, 0:0, 1:1, 0:1) n.V. BOXSCORE

Tore: 0:1 Falk (14:47), 1:1 Brocklehurst (55:43), 1:2 Holmqvist (62:46)

Die Kölner Haie gingen mit einer klaren Prämisse in das Spiel in Wolfsburg: Drei Punkte holen und so den Druck auf Tabellenführer Nürnberg (zeitgleich in Iserlohn) erhöhen. In einem intensiven Spiel sah es zunächst auch so aus, als könne man die Vorgabe erreichen, Andreas Falk brachte die Haie mit einem Abstauber in Führung (14:47). Tore blieben in der Folge Mangelware, dafür geizten beide Teams nicht mit Strafzeiten. Im ersten Drittel waren es insgesamt siebzehn - Höhepunkt: Die fünf Minuten plus Spieldauer für Robert Bina nach einem Check zum Kopf des Kölners Yared Hagos.

Auch im zweiten Drittel ging es munter hin und her, Tore fielen allerdings weiterhin nicht. Dafür bekam die Strafbank weiter stetig Besuch - zehn weitere Strafminuten im Mittelabschnitt. Wolfsburg drängte immer stärker auf den Ausgleich, Kölns Keeper Danny aus den Birken bekam immer mehr zu tun. Der Goalie vernagelte seinen Kasten jedoch und wahrte die Kölner Führung bis zur Drittelpause.

Richtig turbulent wurde es dann im dritten Abschnitt. Sieben Minuten vor dem Ende trugen sich wilde Szenen auf dem Eis zu: Nach einem Zweikampf entstand ein Handgemenge an der Bande, aus dem Publikum flog während des Spiels ein Bierbecher aufs Feld.

Die Schiedsrichter ließen zunächst laufen, als sich aus dem Handgemenge jedoch eine handfeste Prügelei vor den Spielerbänken entwickelte, unterbrachen sie das Spiel und berieten. Die Konsequenz: 25 Minuten Matchstrafe gegen den Kölner Marcel Ohmann wegen Schlittschuhtritts und zwei Minuten wegen übertriebener Härte gegen den Wolfsburger Gerrit Fauser. Den Wolfsburgern bot sich durch das anschließende Powerplay die letzte Chance auf den Ausgleich.

Kurz bevor sowohl Spieler als auch Zuschauer an Goalie aus den Birken verzweifelten, traf Aaron Brocklehurst in eben dieser Überzahl doch noch zum Ausgleich und rettete die Grizzly Adams in die Overtime. Hier jedoch mussten die Wolfsburger den Extrapunkt an die Haie abgeben, für die Andreas Holmqvist entscheidend traf (62:46).

EHC Red Bull München - Eisbären Berlin 5:3 (2:2, 2:0, 1:1) BOXSCORE

Tore: 0:1 Borer (2:46), 0:2 Tallackson (6:40), 1:2 Duncan (12:00), 2:2 Urbas (15:29), 3:2 Duncan (25:08), 4:2 Sparre (27:54), 4:3 Mulock (51:25), 5:3 Bois (59:33)

Das Spiel München gegen Berlin hätte man vor der Saison wohl in höheren Tabellenregionen erwartet. Doch vor allem die Eisbären enttäuschen bisher und konnten das auch in München nur bedingt ändern. Beim zweitschwächsten Heimteam der Liga setzte es für den Meister eine 3:5-Niederlage. Dabei erwischten die Eisbären einen beinahe perfekten Start und gingen mit dem ersten Schuss durch Casey Borer in Führung (02:46). In Überzahl konnte sogar das zweite Tor nachgelegt werden, als Barry Tallackson eine schöne Kombination aus dem Slot heraus abschloss (06:40).

Doch danach nahm das Spiel eine Wendung. Zunächst ließen die Berliner in der Defensive Ryan Duncan sträflich frei, der Kanadier schoss zweimal Rob Zepp im Tor an, brachte den dritten Versuch aber unter (12:00). Auch dem Ausgleich ging ein Abwehrschnitzer voraus, nach einem Abspielfehler hinter dem Tor hatte Jan Urbas sogar noch Zeit, sich den Puck auf die Rückhand zu legen und so zu treffen (15:29).

Im zweiten Drittel zog München dann schnell auf 4:2 davon, Treffer von erneut Ryan Duncan in Überzahl (25:08) und Daniel Sparre bei angezeigter Strafe für Berlin freistehend am langen Pfosten (27:54) stellten die Weichen auf Sieg. Insgesamt war das Tempo aus Durchgang eins raus aus der Partie, die Berliner entwickelten keinen allzu großen Druck, München spielte konzentriert.

Im Schlussabschnitt kamen die Eisbären durch einen schönen Onetimer von TJ Mulock fast von der Blauen Linie zwar zum Anschluss (51:25), der Ausgleich gelang jedoch nicht. Im Gegenteil - eine halbe Minute vor Schluss gelang Andrew Wozniewski der Empty-Netter und damit die Entscheidung. Berlin sucht weiter nach der Form der vergangenen Jahre, München darf sich über ein Sechs-Punkte-Wochenende und den Sprung auf Platz sechs freuen.

Hamburg Freezers - Straubing Tigers 3:2 (1:0, 2:0, 0:2) BOXSCORE

Tore: 1:0 Oppenheimer (10:01), 2:0 Flaake (27:09), 3:0 Bettauer (33:45), 3:1 Down (46:29), 3:2 Germyn (58:39)

Iserlohn Roosters - Thomas Sabo Ice Tigers 6:5 (1:0, 2:4, 2:1, 1:0) n.V. BOXSCORE

Tore:1:0 Foster (13:45), 2:0 Macek (29:39), 3:0 Jares (31:43), 3:1 Reinprecht (35:19), 3:2 Reinprecht (37:33), 3:3 Jaspers (39:06), 3:4 Reinprecht (39:25), 4:4 Raedeke (43:27), 4:5 Reimer (46:12), 5:5 Raedeke (58:16), 6:5 Wolf (63:51)

Schwenninger Wild Wings - ERC Ingolstadt 2:4 (0:0, 2:2, 0:2) BOXSCORE

Tore: 0:1 Oblinger (25:02), 1:1 Wilhelm (25:32), 2:1 Johnson (26:08), 2:2 Oblinger (33:05), 2:3 Greilinger (42:29), 2:4 Greilinger (59:52)

Augsburger Panther - Düsseldorfer EG 6:1 (3:0, 2:0, 1:1) BOXSCORE

Tore: 1:0 Tölzer (10:05), 2:0 Ciernik (15:27), 3:0 Seifert (17:45), 4:0 Schäffler (23:51), 5:0 Tölzer (30:56), 6:0 Trevelyan (42:22), 6:1 Olimb (45:30)

Der Spielplan der DEL im Überblick

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