Das DEL-Power-Ranking

Vogelwilde Bullen

Freitag, 01.11.2013 | 13:01 Uhr
Der EHC Red Bull München stellt mit 55 Gegentore eine der schlechtesten Defensiven der Liga
© imago
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Gut ein Viertel der DEL-Hauptrunde ist vorbei, vollends überzeugen konnten bislang nur die Kölner Haie. Der EHC Red Bull München und die Eisbären Berlin haben Probleme. Wer die Bullen und den Meister aber abschreibt, macht einen Fehler. Das SPOX-Power-Ranking.

Kölner Haie (Nach wie vor auf 1): Eine stabile Defensive (29 Gegentore bedeuten Liga-Bestwert) mit dem guten Torhüter Danny aus den Birken (93,7 Prozent gehaltene Schüsse) und gleich vier starke Sturmreihen (mit 53 Treffern mit Nürnberg an der Spitze): Die Haie stehen völlig verdient seit dem vergangenen Wochenende auf Platz eins.

Die Mannen von Trainer Uwe Krupp spielen als einzige Mannschaft konstant auf hohem Niveau, Woche für Woche scheinen die Kölner noch einen Tick besser zu werden. Stand jetzt sind die Haie der heißeste Kandidat auf den Titel. Allerdings ist der Weg noch lang und die Playoffs sind bekanntlich eine ganz andere Geschichte. Deshalb sagt Krupp: "Das ist eine Momentaufnahme. Eine Phase, die auch wieder vorbei gehen kann."

Adler Mannheim (von 4 auf 2): Die Adler haben noch viel Luft nach oben. Dass es trotzdem zu Platz drei reicht, spricht für die hohe Qualität im Kader. Neben der fehlenden Konstanz muss Mannheim vor allem am Überzahlspiel arbeiten. Eine Quote von 15,15 Prozent ist für ein Topteam äußerst mäßig - nur Wolfsburg und Krefeld sind schlechter.

Deutlich stärker wird die Mannschaft von Coach Harold Kreis sicherlich noch. Zumal sich mit Yanick Lehoux die Scorer-Maschine der vergangenen Saison noch nicht ansatzweise in Topform befindet. Bisher stehen nur ein Tor und acht Assists für den 31-Jährigen zu Buche.

Thomas Sabo Ice Tigers (Von 9 auf 3): Der Saisonstart der vom aktuellen DEL-Topscorer Steven Reinprecht (10 Tore, 11 Assists) angeführten Nürnberger war furios. 28 Tage hatte die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie, die neun Siege in Serie feierte, die Tabellenführung inne. In den vergangenen sieben Partien setzte es allerdings fünf Niederlagen.

Es ist aber nicht mehr als eine Ergebniskrise, in der sich die Franken befinden. Die Nürnberger sind nach wie vor in jeder Partie mit dem Gegner zumindest auf Augenhöhe. Der Beweis: Die 3:5-Pleite im Spitzenspiel gegen Köln war die erste Niederlage überhaupt, die mit mehr als einem Tor Unterschied ausfiel.

ERC Ingolstadt (Von 6 auf 4): Ingolstadt spielt eigentlich wie erwartet eine gute Saison. Man hat das Gefühl, dass eine echte Einheit auf dem Eis steht. Bärenstark präsentieren sich die Schanzer im Unterzahlspiel - nur zehn Gegentore.

Selbst die Ankündigung von Jim Boni, in der kommenden Saison nicht mehr als Sportdirektor zu arbeiten, bringt Ingolstadt nicht aus der Ruhe. Beste Voraussetzungen also, um direkt in die Playoffs einzuziehen.

Eisbären Berlin (Von 3 auf 5): "Unterschätze nie das Herz eines Champions." Dieser Spruch könnte in dieser Saison auf die Eisbären zutreffen. Nach dem desaströsen Start kommt der Meister so langsam in Fahrt (drei Siege aus den vergangenen vier Partien). Großen Anteil daran haben Julian Talbot (7 Tore, 9 Assists), Travis James Mulock und Kapitän Andre Rankel, die zunehmend als Leader vorneweg gehen.

Der Turnaround könnte die erste Drittelpause beim 6:3-Sieg gegen Ingolstadt gewesen sein. Da die Eisbären erneut schwach spielten, brannten Coach Jeff Tomlinson in der Kabine die Sicherungen durch. "Der Trainer hat uns zusammengenagelt", bestätigte Talbot. Und Tomlinson ergänzte: "Seit dem zweiten Drittel gegen Ingolstadt sind wir eine andere Mannschaft."

Seite 1: Von Köln bis Berlin

Seite 2: Von München bis Wolfsburg

Seite 3: Von Straubing bis Schwenningen

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