Vogelwilde Bullen

Der EHC Red Bull München stellt mit 55 Gegentore eine der schlechtesten Defensiven der Liga
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Straubing Tigers (Nach wie vor auf 11): Bei Straubing macht sich bemerkbar, was schon vor der Saison abzusehen war. Der Kader ist qualitativ nicht tief genug besetzt, um große Sprünge zu machen. Goalie Jason Bacashihua (92,9 Prozent abgewehrte Schüsse), Blaine Down (11 Tore, 9 Assists) und Laurent Meunier (3 Tore, 13 Assists) sind große Stützen.

Von den hinteren Reihen kommt zu wenig. Deshalb reagierten die Tigers mit den Nachverpflichtungen von Sean Sullivan und Kris Beech. Vor allem in Beech setzt Coach Daniel Ratushny große Hoffnungen: "Ich erhoffe mir schon, dass mit ihm die Torproduktion unserer anderen Reihen steigen wird."

Iserlohn Roosters (Von 8 auf 12): Mit 56 Gegentoren gemeinsam mit Augsburg die Schießbude der Liga und mit sieben Punkten das schlechteste Heimteam: Die Roosters treten derzeit ohne jegliches Selbstvertrauen auf und stehen nicht zufällig auf dem vorletzten Rang. Nicht wirklich überraschend kam somit die Nachricht vom Seilersee, dass Coach Doug Mason entlassen wurde. Viel hängt nun davon ab, wer die Nachfolge antritt.

Zudem könnte sich die Abschiebung von Goalie Caron nach Hamburg, der das Team im Stich gelassen haben soll und sich mit Mason überworfen hat, als fatal herauszustellen. Seine Qualität ist nämlich unbestritten und fehlt den Roosters nun. Insgesamt nicht gerade die besten Voraussetzungen, um die Saison noch zu retten.

Düsseldorfer EG (Nach wie vor auf 13): Den klammen Rheinländern traute bereits vor der Saison niemand etwas zu. Zwar steht das junge DEG-Team wie erwartet im Tabellenkeller, unter dem Strich macht es die Truppe von Coach Christian Brittig aber gar nicht so schlecht.

Immer wieder gelingen Überraschungen wie der 4:0-Sieg in München. Offensiv hapert es allerdings gewaltig. 35 erzielte Tore sind der schlechteste Wert der Liga.

Schwenninger Wild Wings (Nach wie vor auf 14): Nach zwei Wochenenden ohne einen einzigen Punkt ist der DEL-Rückkehrer dort angekommen, wo ihn alle erwartet haben: am Tabellenende. Dabei sind die Wild Wings keinesfalls Fallobst, wie das Torverhältnis von 44:45 beweist.

Schwenningen kämpft, kassiert aber viele knappe Niederlagen. Wie befürchtet darf dies auch als ein Zeichen von mangelnder Qualität im Kader gewertet werden. So langsam fürchtet Coach Stefan Mair um die Psyche seiner Spieler, die trotz großem Einsatz nicht belohnt werden: "Dies könnte zu einer Art Blockade führen."

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