DEL - 5. Spieltag

Eisbären und Krefeld patzen

Von SPOX
Freitag, 27.09.2013 | 22:53 Uhr
Die Grizzly Adams Wolfsburg feierten einen 1:3-Erfolg bei den Eisbären Berlin
© getty
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Der amtierende Meister Eisbären Berlin hat am 5. Spieltag der DEL die dritte Pleite in Folge kassiert. Krefeld stürzt von der Tabellenspitze, Nürnberg ist durch einen klaren Sieg in Augsburg der Nutznießer. München gewann erst nach Shootout in Straubing.

ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Tore: 1:0 Periard (25:15), 2:0 Conboy (51:34), 3:0 Laliberte (56:20)

Strafminuten: Ingolstadt 6 - Krefeld 6

Zuschauer: 2551

Schiedsrichter: Haupt/Jablukov (Kempten/Berlin)

Schon vor der Partie des Überraschungs-Tabellenführers Krefeld beim Mitfavoriten Ingolstadt hatte Pinguin Daniel Pietta gegenüber "del.org" das Unheil geahnt: "Der Tabellenplatz ist eine Momentaufnahme. Rückschläge werden kommen, was ganz normal ist." Seine Prophezeiung bewahrheitete sich in Ingolstadt schneller, als ihm wahrscheinlich selbst lieb gewesen sein dürfte.

Nach zwei Heimniederlagen wollten die Hausherren ihrem treuen Publikum eine dritte Pleite ersparen. Michel Périard brachte Ingolstadt mit seinem 1:0 in der fünften Minute des zweiten Drittels Hoffnungen auf Kurs, ehe Timothy Conboy und John Laliberte den Sieg kurz vor Ende des Schlussabschnitts endgültig sicher stellten und Krefeld von der Tabellenspitze auf Platz drei (elf Punkte) stürzten.

Augsburger Panther - Thomas Sabo Ice Tigers 3:6 (0:2, 2:3, 1:1)

Tore: 0:1 Ehliz (2:33), 0:2 Kaufmann (15:42), 1:2 Trevelyan (21:51), 1:3 Stastny (26:28), 2:3 Zeiler (28:10), 2:4 Kaufmann (32:12), 2:5 James (37:04), 3:5 Reiß (47:14), 3:6 Reimer (59:59)

Strafminuten: Augsburg 4 - Nürnberg 6

Zuschauer: 4692

Schiedsrichter: Kurmann/Sicorschi (Schweiz/Miesbach)

Neuer Spitzenreiter der DEL sind die Ice Tigers aus Nürnberg, die Augsburg die erste Heimniederlage der Saison zufügten. Yasin Ehliz hatte schon kurz nach Beginn eine Überzahlsituation zur Führung der Gäste aus Nürnberg genutzt, die sein Teamkollege Evan Kaufmann nach einer Viertelstunde auf 2:0 ausbaute. Thomas Jordan Trevelyan gelang im zweiten Drittel zunächst der Anschluss, ehe Yan Stastny mit dem 3:1 den alten Abstand für die Ice Tigers wieder herstellte.

John Zeiler ließ die Augsburger noch einmal hoffen, die Heimpleite noch abwenden zu können. Doch Kaufmann erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 4:2, ehe er dann auch noch das 5:2 von Connor James auflegte. Der Anschlusstreffer von André Reiß blieb letztlich reine Ergebniskosmetik, weil Patrick Reimer in der Schlusssekunde noch das 6:3 gelang.

Eisbären Berlin - Grizzly Adams Wolfsburg 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Tore: 0:1 Palin (24:48), 0:2 Furchner (25:42), 1:2 Talbot (53:04), 1:3 Furchner (55:35)

Strafminuten: Berlin 14 - Wolfsburg 14

Zuschauer: 12.900

Schiedsrichter: Klau/Schukies (Griesenbrauck-Sümmern/Herne)

Die Eisbären Berlin hatten sich zuletzt gegen Krefeld und Nürnberg zwei Niederlagen in der Fremde abgeholt, gegen Wolfsburg folgte nun zu allem Überfluss auch noch eine Heimpleite. Nach torlosem ersten Drittel, brachte ein Doppelschlag von Brett Palin und Sebastian Furchner binnen 54 Sekunden die Grizzly Adams mit 2:0 in Front.

Julian Talbot ließ sieben Minuten vor Schluss noch einmal Hoffnung bei den Eisbären aufkeimen, die Sebastian Furchner allerdings keine zwei Minuten später wieder erstickte und den Wolfsburgern nach vier Niederlagen gegen die Berliner in der Vorsaison wieder einen Sieg bescherte. Der Lohn: der zweite Tabellenplatz mit 13 Punkten.

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Schwenninger Wild Wings - Kölner Haie 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

Tore: 1:0 Beechey (24:28), 2:0 Pielmeier (24:55), 2:1 Riefers (41:52)

Strafminuten: Schwenningen 10 - Köln 8

Zuschauer: 4721

Schiedsrichter: Brüggemann/Yazdi (Iserlohn/Neuss)

In Düsseldorf hatte Aufsteiger Schwenningen zuletzt den ersten Saisonsieg feiern können. Das Erfolgserlebnis gab Auftrieb für das Spiel gegen die favorisierten Kölner Haie. Nach torlosem ersten Drittel, gelang den Wild Wings in nur 30 Sekunden durch Tyler Beechey und Thomas Pielmeier der Doppelschlag zur 2:0-Führung. Philip Riefers Anschlusstreffer zu Beginn des dritten Drittels ließ die Kölner noch einmal von der Chance auf den vierten Sieg in Folge träumen. Mehr Treffer waren den Haien aber nicht mehr vergönnt, sodass die Hausherren über den zweiten Sieg in Folge jubeln durften.

Straubing Tigers - Red Bull München 3:4 (0:1, 2:1, 1:1, 0:0, 0:1) n.P

Tore: 0:1 Brückner (17:45), 1:1 Osterloh (26:32), 1:2 Bois (26:56), 2:2 Stewart (28:22), 3:2 Down (58:23), 3:3 Seidenberg (59:27), 3:4 Duncan (Penalty)

Strafminuten: Straubing 12 - München 16 plus Disziplinar (Pauli)

Zuschauer: 4914

Schiedsrichter: Fischer/Piecheaczek (Osterode/Finning)

Nach gutem Start in die Saison kassierte der EHC zuletzt zwei Niederlagen in Folge. In Straubing machte Benedikt Brückners Treffer zur 1:0-Führung der Gäste gegen Ende des ersten Drittels Hoffnungen auf die Trendwende. Sebastian Osterloh gelang nach Assist von Sandro Schönberger im zweiten Durchgang dann der Ausgleich.

Daniel Bois stellte für München dann zwar den alten Abstand wieder her. Doch der währte nur knappe zwei Minuten, bis Karl Stewart eine doppelte Überzahl der Straubinger zum 2:2-Ausgleich nutzen konnte. Die 3:2-Führung der Tigers durch Blaine Down zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit egalisierte Yannic Seidenberg und rettete sein Team damit in die Overtime und letztlich ins Penaltyschießen. In dem sicherte sich München dank Ryan Duncan den Extrapunkt.

Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 3:4 (1:0, 0:1, 2:2, 0:1) n.V.

Tore: 1:0 Wolf (17:19), 1:1 Raymond (36:01), 2:1 Madsen (45:13), 2:2 Wolf (45:44), 3:2 Mitchell (50:13), 3:3 York (52:02), 3:4 Raedeke (61:36)

Strafminuten: Hamburg 10 - Iserlohn 14

Schiedsrichter: Brill/Hascher (Zweibrücken/Miesbach)

Zuschauer: 6580

In der laufenden Saison sind die Freezers insgesamt noch nicht richtig in die Gänge gekommen. Gegen die Roosters erwischten sie immerhin den besseren Start, die Niederlage in der Verlängerung konnten sie allerdings nicht verhindern. David Wolf brachte die Hausherren trotz Unterzahl in der O2-World in Hamburg in der Endphase des ersten Drittels mit 1:0 in Führung. Robert Raymond glich allerdings im zweiten Durchgang zum 1:1 aus. Morten Madsen nutzte zwar ein Powerplay zu Beginn des dritten Drittels zur erneuten Führung der Hamburger. Sein Treffer wurde durch Michael Wolf aber genauso egalisiert wie auch das 3:2 von Adam Mitchell durch Mike York, der Iserlohn in die Overtime rettete. Dort brachte Brent Raedeke dann den Sieg der Gäste unter Dach und Fach.

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