"Stück vom Bayern-Gen würde gut tun"

Von Interview: Benjamin Wahlen
Dienstag, 10.09.2013 | 15:12 Uhr
Danny aus den Birken gehörte zu den besten DEL-Torhütern der letzten Saison
© imago
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Goalie Danny aus den Birken hatte großen Anteil am Erfolg der Kölner Haie in der vergangenen Saison. Mit SPOX sprach der Nationalspieler über seine Ticks, Aberglauben, Rivalität am Rhein und das fehlende Bayern-Gen.

SPOX: Herr aus den Birken, am Freitag startet die neue DEL-Saison. Stecken Ihnen die harten Trainingseinheiten der Vorbereitung noch in den Knochen?

Danny aus den Birken: Die Vorbereitung ist immer sehr anstrengend. Wir haben aber im letzten Jahr gemerkt, dass es sich auszahlt, sich zu quälen und intensiv zu arbeiten. Deswegen haben wir diesmal sogar noch eine Schippe draufgelegt.

SPOX: Viele Experten sahen in Ihnen den besten DEL-Keeper der vergangenen Saison. Hätten Sie damit gerechnet, als Sie 2010 als "Notlösung" von Iserlohn nach Köln wechselten?

Aus den Birken: In Köln hat auf Anhieb alles zusammengepasst. Ich bin hier vom Trainer, dem Team und den Betreuern vom ersten Tag an super aufgenommen worden. Im Eishockey ist es immer wichtig, dass das Umfeld stimmt. Deshalb konnte ich mich in Köln so toll entwickeln. Ich bin aber noch nicht am Ende und habe mit den Haien, der Nationalmannschaft und persönlich noch viel vor.

SPOX: Trotz Ihren starken Leistungen mussten Sie sich im Playoff-Finale den Eisbären Berlin geschlagen geben. Haben Sie die Niederlage inzwischen verdaut?

Aus den Birken: Dazu muss man zunächst sagen, dass wohl keiner mit uns im Finale gerechnet hätte. Natürlich können wir mit der letzten Saison zufrieden sein. Wenn man aber im Finale steht, will man auch gewinnen. Ich sehe das alles aber positiv, wir wissen jetzt, wie stark wir sind, und wollen auch in diesem Jahr nicht weniger erreichen. Unser Blick geht nach oben.

SPOX: Das Ziel ist also der Titel?

Aus den Birken: Wenn es so einfach wäre... Saison und Playoffs sind immer zwei Paar Schuhe. Wir wollen erst mal gut ins neue Jahr starten. In den Playoffs herrschen dann eigene Gesetzte, da ist alles drin.

SPOX: Wie stark die Haie sind, wissen die Gegner jetzt allerdings auch. Ein Nachteil?

Aus den Birken: Die Liga wusste sicherlich auch im letzten Jahr, dass wir in Köln ganz ordentlich Eishockey spielen können. Wir dürfen jetzt einfach nicht den Fehler machen, zu denken, dass nun alles von alleine läuft. Wir müssen noch härter arbeiten als letztes Jahr. Die Teams werden sich sicherlich noch besser auf uns einstellen. Wir wollen sie dennoch erneut überraschen.

SPOX: Sind die üblichen Verdächtigen aus Berlin, Mannheim und Krefeld wieder die stärksten Konkurrenten?

Aus den Birken: Mit den Pinguinen ist das so eine Sache. Irgendwie glaubt man es nicht so richtig, aber sie spielen jedes Jahr gut. München, Berlin und Mannheim gehören auf jeden Fall zu den Favoriten. Aber auch Ingolstadt wird ganz oben mitspielen.

SPOX: Ingolstadt?

Aus den Birken: Genau, Niklas Sundblad leistet hervorragende Arbeit und die Mannschaft könnte um den Titel mitspielen. Hamburg darf man auch nicht vergessen. Die Top 4 sind aber München, Berlin, Mannheim und wir.

SPOX: In Köln haben Sie den Aufschwung unter Trainer Uwe Krupp miterlebt. Wie bemessen Sie seinen Anteil am Erfolg?

Aus den Birken: Die Verpflichtung von Uwe Krupp war der wichtigste Transfer der Haie. Er hat die Mannschaft aufgebaut, gefestigt und ist der entscheidende Faktor für unseren Erfolg.

SPOX: Was zeichnet ihn im Vergleich zu anderen Trainern aus?

Aus den Birken: Uwe weiß einfach, wie man mit Spielern umgeht, wann man positiv bzw. motivierend und wann man eher negativ oder warnend sein muss. Außerdem hat er ein Händchen dafür, eine tolle Mannschaft aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten zusammenzusetzen. Das konnte man auch schon während seiner Zeit als Nationaltrainer beobachten.

SPOX: Bei der WM in Schweden und Finnland wurden Sie erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen, kamen allerdings nicht zum Einsatz. Waren Sie enttäuscht?

Aus den Birken: Es ist nie leicht, draußen zu sitzen, der Mannschaft nicht helfen und sich nicht beweisen zu können. Ich bin stolz auf meine Nominierung, finde allerdings, dass ich auch ein Spiel verdient gehabt hätte. In diesem Jahr muss ich noch härter und erfolgreicher spielen, um nächstes Jahr komplett in die WM eingreifen zu können.

SPOX: Obwohl die DEB-Auswahl bei der WM gut gespielt hat, ging man am Ende meist als Verlierer vom Eis. Woran haperte es in den entscheidenden Situationen?

Aus den Birken: In der Nationalmannschaft fehlt uns oftmals der gewisse Touch, wie wir ihn zum Beispiel im letzten Jahr in Köln hatten. Wenn ein Spiel auf der Kippe steht, vergeigen wir vorne die Chance und kassieren im Gegenzug dann das Tor. Ein Stück vom Bayern-Gen würde uns sicher ganz gut tun.

Benefizkonzert der Toten Hosen rettet DEG-Saison

SPOX: Apropos Bayern: Wie bewerten Sie den Einstieg von Red Bull in München?

Aus den Birken: Durchaus positiv. Vor allem für die Vereine, die in den letzten Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatten. Wichtig war auch, dass sich in Düsseldorf noch etwas tut. Die DEG gehört einfach in die erste Liga. So sollte auch jeder Köln-Fan denken, schon allein wegen des Derbys.

SPOX: Sie sind in Neuss aufgewachsen und groß geworden. Da gibt es die Fortuna, den 1. FC Köln, Leverkusen und Mönchengladbach. Wie kommt man da als sportlicher junger Mann zum Eishockey und nicht zum Fußball?

Aus den Birken: Ich habe tatsächlich mit Fußball angefangen. Meine Cousine hat damals Eishockey gespielt und ich habe ihr einige Male zugeschaut. Danach wollte ich auch Hockey spielen. Zunächst habe ich sogar beides gleichzeitig gemacht, musste mich dann aber für eine Sportart entscheiden.

SPOX: Im Nachhinein wohl eine gute Wahl! Standen Sie beim Fußball denn auch zwischen den Pfosten?

Aus den Birken: Natürlich! (lacht) Ich wollte immer nur im Tor stehen, egal bei welcher Sportart.

SPOX: Wie fast alle Torhüter haben Sie ein paar "Ticks". Ihre Schlittschuhe müssen zum Beispiel immer auf eine ganz besondere Weise geschliffen werden. Stimmt es, dass die Schleifmaschine in Köln Ihren Ansprüchen gar nicht gerecht werden konnte?

Aus den Birken: Tja, ich fürchte fast, dass mich mein Betreuer in der Hinsicht nicht so gerne mag. Ich brauche meine Schuhe schön tief geschliffen und wenn sie nicht scharf genug sind, dann muss er sie mir nochmal schleifen. Mit der Maschine gab es anfangs in der Tat Probleme und es musste ein wenig improvisiert werden. Mittlerweile kann ich mich aber nicht beschweren, die Jungs haben tolle Arbeit für mich geleistet.

SPOX: Gerade vor Heimspielen pflegen Sie einen ganz detaillierten Tagesablauf. Ist vom Frühstück bis zum Bully alles durchgeplant?

Aus den Birken: Ich habe einen ganz bestimmten Rhythmus, den ich brauche, um mich wohl zu fühlen und bestmöglich auf das Spiel vorbereitet zu sein. Da wiederholt sich natürlich einiges und es kehrt eine gewisse Routine ein. Dass ich nach einem Sieg versuche, den Tagesablauf am nächsten Spieltag eins zu eins zu rekonstruieren, habe ich mir aber abgewöhnt. Dieser ganze Aberglaube ist im Endeffekt Schwachsinn.

SPOX: Von Schlägern, mit denen Sie lange Siegesserien hingelegt haben, können Sie sich aber immer noch nicht so richtig trennen, spielen diese oftmals sogar so lange, bis Sie eigentlich schon zu weich sind.

Aus den Birken: Erwischt (lacht). Diesen Spleen habe ich in der Tat beibehalten. Wenn ich eine gute Phase mit einem Schläger habe, dann gebe ich ihn nur sehr ungern wieder her.

SPOX: Zwei persönliche Fragen zum Abschluss: Sie haben sich als großer Fan des Kölner Karnevals geoutet. Hatten Sie in diesem Jahr Gelegenheit, bei einem der Züge dabei zu sein?

Aus den Birken: Ja, definitiv! Die Frage ist immer, ob wir überhaupt frei haben. In diesem Jahr war ich beim Rosenmontagszug. Ich gehe auch gerne mit meinen Freunden in eine kleine Kneipe und feiere. Ich könnte aber nie wie die echten kölschen Jungs vier Tage durchfeiern.

SPOX: Und woher kommt eigentlich Ihr ungewöhnlicher Nachname?

Aus den Birken: Mein Großvater hat einmal versucht, den Ursprung zu erforschen, ist aber leider nicht sehr weit gekommen. Man vermutet, dass der Name aus dem Raum Krefeld nah der holländischen Grenze stammt. Wahrscheinlich haben meine Vorfahren im Birkenwald gelebt und waren dann Familie "aus den Birken".

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