Eishockey

Eisbären-Fans boykottieren Viertelfinale

SID
Die Eisbären Berlin müssen gegen die Hamburg Freezers auf die Unterstüzung ihrer Fans verzichten
© getty

Meister Eisbären Berlin muss im Viertelfinal-Duell gegen die Hamburg Freezers zunächst auf die Unterstützung seiner treuesten Fans verzichten.

Wegen der angekündigten Preiserhöhungen zur neuen Saison will ein Großteil der rund 4000 Dauerkarteninhaber unmittelbar nach dem Anpfiff des ersten Heimspiels am Mittwochabend (19.30 Uhr) demonstrativ die Halle verlassen. Auch das erste Auswärtsspiel der "best-of-seven"-Serie in Hamburg wollen die Eisbären-Fans boykottieren.

Hintergrund der Protestaktionen ist die kürzlich beschlossene Dauerkarten-Preiserhöhung im Sitzbereich um bis zu 40 Prozent. Die Stehplatz-Dauerkarten sollen zudem nicht mehr die Halbfinal- und Finalspiele in den Play-offs der DEL beinhalten. Auch die Rollstuhlfahrer, die bislang unentgeltlich zuschauen durften, sollen künftig bis zu 270 Euro pro Saisonticket zahlen.

Flynn zeigt Verständnis

Eisbären-Geschäftsführer Billy Flynn zeigte für den Unmut der Fans Verständnis, rechtfertigte jedoch die Maßnahmen angesichts der roten Zahlen in den vergangenen Geschäftsjahren. Es sei an der Zeit, diesen Schritt zu machen, sagte Flynn und ergänzte: "Wir waren sechsmal deutscher Meister. Das hat sportlich Sinn gemacht, wirtschaftlich aber nicht."

Für Profi Constantin Braun ist der Stimmungs-Boykott ein klarer Nachteil im Kampf um den Halbfinal-Einzug. "Wir sind abhängig davon, dass 4000 Fans in der Kurve stehen und Terror machen", sagte Braun. Möglicherweise wird es am Donnerstag noch einmal zu einem Schlichtungsgespräch zwischen Vereins- und Fanvertretern kommen.

Die DEL-Playoffs

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