Eishockey

Mannheim vor dem Playoff-Aus

SID
Die Eisbären Berlin konnten nach der 4:8-Pleite wieder gewinnen und glichen in der Serie aus
© getty

Mannheim steht in den DEL-Playoffs vor dem frühen Aus. Der Vizemeister liegt nach der 0:3-Niederlage beim EHC Wolfsburg im vierten Viertelfinale mit 1:3 zurück. Die Adler brauchen drei Siege in Serie.

Nur noch ein Erfolg fehlt den rheinischen Rivalen Kölner Haie und Krefeld Pinguine zum Halbfinaleinzug. Die von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp betreuten Haie siegten 6:3 (0:1, 4:0, 2:2) bei den Straubing Tigers, der Vorrundendritte Krefeld setzte sich beim ERC Ingolstadt mit 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) durch. Beide führen mit 3:1.

Auf 2:2 glich Titelverteidiger Eisbären Berlin gegen die Hamburg Freezers aus. Nur 24 Stunden nach der bitteren 4:8-Pleite vor eigenem Publikum siegte der DEL-Rekordmeister 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung in Hamburg. Julian Talbot erzielte nach 5:21 Minuten in der Overtime das entscheidende Tor.

"Köpfe aus dem Arsch ziehen"

Die Mannheimer gerieten vor 3587 Zuschauern in Wolfsburg in Rückstand, nachdem sie gerade 50 Sekunden in 3:5-Unterzahl überstanden hatten. Nach einem Schuss von Benedikt Kohl prallte der Puck von der Bande hinter dem Tor zurück, Aleksander Polaczek drückte ihn über die Linie (19.). Im Mitteldrittel hielt Nationaltorwart Dennis Endras die Adler mit mehreren Glanzparaden im Spiel. Mannheim nutzte vor allem seine Powerplay-Chancen nicht. Die Strafe: Tyler Haskins erzielte das 2:0 (50.), Greg Moore traf ins leere Tor (59.). "Jetzt müssen wir die Köpfe aus dem Arsch ziehen und gewinnen", forderte Mannheims Nationalspieler Frank Mauer.

In Hamburg gingen die Freezers durch Brandon Reid (12.) und David Wolf (18.) zweimal in Führung, zweimal glichen die Berliner durch T.J. Mulock (15.) und Talbot (20.) aus.

Haie und Krefeld siegen

Die Haie verdauten vor 5817 Besuchern in Straubing den frühen Rückstand durch Sebastian Osterloh (6.) schnell und bissen im zweiten Drittel zu: Nathan Robinson (24.), Chris Minard (26.) und Marcel Ohmann (28.) legten mit einem Dreierpack innerhalb von vier Minuten den Grundstein zum ersten Auswärtssieg der Serie. Robinson (36.) und Felix Schütz (50.) beseitigten die letzten Zweifel. Dustin Whitecotton (52.) und Florian Ondruschka (59.) korrigierten das Ergebnis noch ein wenig, ehe Alexander Weiß sieben Sekunden vor Schluss den Endstand herstellte.

Krefeld führte vor 4635 Fans in Ingolstadt durch Tore von Andreas Driendl (13.) und Kapitän Herberts Vasiljevs (21.) zweimal, den Gastgebern gelang durch den Ex-Krefelder Patrick Hager (18.) und Thomas Greilinger (23.) jeweils der Ausgleich. Mit seinem fünften Playoff-Tor sicherte Vasiljevs (39.) den Pinguinen den dritten Sieg, Boris Blank (47.) und Martin Schymainski (60.) erhöhten auf 5:2.

Die DEL-Playoffs in der Übersicht

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