Nach Sieg gegen ERC Ingolstadt

Mannheim feiert Heimkehrer Hecht

SID
Montag, 17.12.2012 | 12:37 Uhr
Jochen Hecht (l.) kam aus der NHL von Buffalo Sabres nach Mannheim
© Getty
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Der verlorene Sohn Jochen Hecht ist zurück - und ist für die Adler Mannheim gleich der neue Hoffnungsträger. Besser hätte sein Comeback kaum laufen können. Hecht und sein ehemaliger Buffalo-Kollege Pominville machten schon gegen Ingolstadt den Unterschied aus.

Nach sieben Jahren, sieben Monaten und 29 Tagen genoss Jochen Hecht wieder den Jubel in seiner Heimatstadt Mannheim. "Besser hätte es für mich kaum laufen können. Besonders beim Feiern in der Kurve sind viele Emotionen hochgekommen", sagte Eishockey-Profi Hecht, der beim 5:0-Sieg in der Deutschen Eishockey-Liga gegen den ERC Ingolstadt wieder das Adler-Trikot trug.

"Die Lockout-Spieler haben für Mannheim den Unterschied ausgemacht", lobte Ingolstadts Trainer Rich Chernomaz Rückkehrer Hecht und dessen Ex-Buffalo-Kollegen Jason Pominville, der gleich dreimal traf.

Vertrag bis 2014

Während der in der NHL mit 5,5 Millionen US-Dollar Jahresgehalt taxierte Pominville noch bei den Buffalo Sabres unter Vertrag steht und sich nur für die Zeit der Aussperrung in der NHL in Mannheim fit hält, könnte Hecht wieder zum Dauer-Hauptdarsteller beim Vizemeister werden.

Der gebürtige Mannheimer hat bei den Adlern einen Vertrag bis 2014 unterschrieben. Der verlorene Sohn wurde in der SAP Arena von den Fans mit Sprechchören ("Jochen ist einer von uns") willkommen geheißen. 1994 hatte Hecht in der DEL seine erste Saison gespielt. An den ersten beiden der fünf DEL-Titel der Mannheimer war er beteiligt.

"NHL in Mannheim angekommen"

Zwei Vorlagen steuerte der 35 Jahre alte Nationalspieler nun gleich zum überdeutlich ausgefallenen Sieg gegen Ingolstadt bei - eine für Pominville. "Ich denke, in dieser Situation hat man ganz gut gesehen, dass ich mich mit Jason fast blind verstehe", sagte Hecht im "Mannheimer Morgen". "Jetzt ist die NHL auch in Mannheim angekommen", formulierte Adler-Trainer Harold Kreis.

Hecht hatte nach einer Gehirnerschütterung fast ein Jahr nicht bei einem Wettkampf auf dem Eis gestanden, sein Vertrag mit den Sabres war ausgelaufen. Ein Angebot aus der russischen KHL hatte Hecht abgeleht ("Ich bin wieder zu Hause").

Zum Weihnachtsfest fliegt er noch einmal in die USA, wo sich noch Gattin Christine und die eingeschulten Kinder Philipp und Victoria aufhalten. Die Familienzusammenführung in Deutschland ist für Januar vorgesehen. Aus diesem Grund steht Hecht seinen Mannheimern auch nicht beim Spengler-Cup (26.-30. Dezember) in Davos zur Verfügung.

Der DEL-Spielplan in der Übersicht

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