Samstag, 22.09.2012

"The Hoff is back"

NHL-Star bester Spieler auf dem Eis

Viele Fans der Krefelder Pinguine kramten ihr Ehrhoff-Trikot aus der Meistersaison 2003 hervor, überall prangte "The Hoff" von den Bannern. Trotzdem unterlag Christian Ehrhoff nach starker Leistung den Hamburg Freezers mit 1:3.

Christian Ehrhoff mit starker Leistung bei der 3:1-Niederlage gegen die Hamburg Freezers
© Getty
Christian Ehrhoff mit starker Leistung bei der 3:1-Niederlage gegen die Hamburg Freezers

Vier Tage nach seiner Rückkehr in die DEL wurde am Freitagabend in Krefeld schnell klar, welch hohen Stellenwert der verlorene Sohn Christian Ehrhoff in seiner eigentlichen Heimatstadt immer noch genießt. Wegen des Lockouts in der nordamerikanischen Profiliga NHL steht Ehrhoff nun beim Deutschen Meister von 2003 wieder auf dem Eis.

Als "das größte Eishockeywunder in der Krefelder Geschichte" um 19.32 Uhr zum ersten Mal seit neun Jahren wieder Krefelder Eis betrat, waren die 6.007 Zuschauer in der Arena aus dem Häuschen und bereiteten dem Rückkehrer ein großes "Welcome back"-Geschenk.

"Es war für mich ein Gänsehautgefühl. Das einzige, was den Abend trübt, ist, dass wir das Match nicht gewonnen haben," sagte Ehrhoff, der fünf Monate kein Spiel mehr absolviert hatte und auch schon die Saisonvorbereitung beim KEV mitmachte.

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"Der beste Spieler auf dem Eis"

Von Beginn an zeigte der 30 Jahre alte Verteidiger auch beim 1:3 gegen die Hamburg Freezers, dass ihm dies wohl nicht viel ausmachte. Mehrfach setzte er sich gut in Szene, konnte jedoch an der ersten Saisonniederlage nichts ändern.

"Es ist großartig einen Ehrhoff im Team zu haben. Für mich war er der beste Spieler auf dem Eis", sagte KEV-Trainer Rick Adduouno und versuchte den Hype im gleichen Atemzug zu bremsen: "Jedoch ist er nur ein Teil des Teams".

Bei seinem Debüt in der Krefelder Arena war "The Hoff" sichtlich emotional. "Für mich ist es etwas ganz Besonderes. Ich bin dem Verein und den Fans sehr dankbar", ließ das Mitglied des Meisterteams von 2003 wissen und war von der Stimmung fasziniert.

"In Nordamerika wird nicht so angefeuert wie hier. Die ganzen Schlachtrufe kennt man dort nicht. Es war schön, das wieder zu erleben."

Fans stemmen Lockout-Deal

Dass seine Aufenthaltszeit in Krefeld nur von begrenzter Dauer sein wird, ist Ehrhoff bewusst. "Ich habe oft gesagt, dass mir Krefeld sehr am Herzen liegt. Sobald der Streik aber vorbei ist, werde ich alles für Buffalo geben", sagte der Verteidiger der Sabres.

Um die Versicherungssumme für Ehrhoff in Höhe von 20.000 Euro monatlich zu stemmen, setzt der Verein alle Hebel in Bewegung und holt dabei auch die Fans ins Boot.

"Ich versuche meinen Teil beizutragen und den Pinguinen zu helfen. Natürlich ist es nicht einfach für den Verein den Betrag aufzubringen, aber ich bin sehr dankbar dafür", versicherte Ehrhoff, der in Buffalo pro Jahr 7,5 Millionen Euro verdienen soll.

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