Donnerstag, 12.04.2012

Nach dem 4:2-Sieg der Eisbären über Straubingen

Berliner Gelassenheit vor dem großen Finale

Don Jackson hat sich schnell mit der bayrischen Lebensart angefreundet. Wenige Minuten nach dem 4:2 bei den Straubing Tigers und dem damit verbundenen Einzug in die Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft, stand der Trainer der Eisbären Berlin in der kleinen Pressestube und genoss den Triumph mit einem kräftigen Schluck Weißbier. "Wow", sagte der US-Amerikaner, "schmeckt gut, aber wie viel Prozent Alkohol sind da drin?"

Eisbären-Coach Don Jackson (r.) freut sich auf die anstehende Finalserie
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Eisbären-Coach Don Jackson (r.) freut sich auf die anstehende Finalserie

Die Antwort kam prompt: 5,4. Jackson grinste und sprach nach einem weiteren Schluck davon, dass seine Spieler nun in der anstehenden Finalserie gegen die Adler Mannheim nur dann gewinnen können, "wenn wir diszipliniert spielen werden." Er lächelte und rieb sich genüsslich über seinen Bauch.

Jackson freut sich auf die Adler Mannheim. "Das tut dem deutschen Eishockey gut, wenn die beiden besten Mannschaften im Finale gegeneinander antreten." Der 56-Jährige blickt der Best-of-five-Serie als Titelverteidiger also entspannt entgegen. Fünf Titel in sieben Jahren machen selbstbewusst.

Straubinger Fans feiern trotzdem ihre Helden

Dass die Berliner in den Endspielen der beiden fünfmaligen DEL-Meister favorisiert sind, sieht auch der Straubinger Trainer Dan Ratushny nach vier Spielen so: "Die Berliner wissen wie man gewinnt." Der Kanadier selbst war traurig darüber, dass das Straubinger Märchen von den renitenten Außenseitern, die das Establishment aufmischen, so abrupt geendet hat.

Dabei hatte seine Mannschaft den übermächtigen Berliner wieder am Rande einer Niederlage. Vor dem Schlussdrittel führte der Außenseiter, der erstmals das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht hatte, mit 2:1. "Dann hat uns allerdings der Glaube gefehlt, das Spiel auch gewinnen zu können", sagte Ratushny.

Die Top 10 der DEB-Rekordnationalspieler
Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 3: Lorenz Funk sen. - 225 Länderspiele, 57 Tore
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Platz 3: Lorenz Funk sen. - 225 Länderspiele, 57 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 5: Erich Kühnhackl - 211 Länderspiele, 131 Tore
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Platz 5: Erich Kühnhackl - 211 Länderspiele, 131 Tore
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Platz 6: Andreas Niederberger - 210 Länderspiele, 15 Tore
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Platz 6: Andreas Niederberger - 210 Länderspiele, 15 Tore
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Platz 7: Alois Schloder - 206 Länderspiele, 87 Tore
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Platz 8: Rainer Philipp - 199 Länderspiele, 90 Tore
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Platz 8: Rainer Philipp - 199 Länderspiele, 90 Tore
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Platz 9: Daniel Kreutzer - 193 Länderspiele, 36 Tore
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Platz 9: Daniel Kreutzer - 193 Länderspiele, 36 Tore
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Platz 10: Jürgen Rumrich - 182 Länderspiele, 27 Tore
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Platz 10: Jürgen Rumrich - 182 Länderspiele, 27 Tore
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Die Fans in der mit fast 6.000 Menschen gefüllten Halle feierten ihre Helden trotzdem. Es entstanden skurrile Bilder. Es kommt nämlich nicht häufig vor, dass Heim- wie Gästefans gleichermaßen nach einem Spiel gemeinsam und voller Inbrunst den alten Sportklassiker anstimmen: "Oh, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen"

Michael Bakos, der Straubinger Kapitän, hatte mehr Schwierigkeiten, unmittelbar nach dem Spiel voller Euphorie auf die bemerkenswerte Saison zurückblicken zu können. "Es ist schwer mit der Niederlage umzugehen. Wir haben viel erreicht, aber um das wirklich zu realisieren, brauchen wir noch ein paar Tage."

Stanley-Cup-Gewinner mit Gretzky

Für die Berliner haben nun die wichtigsten Tage in der Saison begonnen. "Viele sagen, dass die Physis den Ausschlag im Titelrennen geben würde, aber für mich ist es die Disziplin", sagt Don Jackson vor dem ersten Finalspiel am Sonntag gegen Mannheim. Der Mann muss wissen, wovon er spricht.

Seit fünf Jahren trainiert er den Klub, hat bisher drei Meistertitel gewinnen können. Als Spieler holte er sich 1984 zudem an der Seite des legendären Wayne Gretzky mit den Edmonton Oilers den Stanley Cup in der nordamerikanischen Profiliga NHL.

"Die Fans in Straubing sind super, aber das Bier ist noch besser", sagte Jackson und verschwand durch die Tür. Das nächste Auswärtsspiel wird ihn in die Kurpfalz nach Mannheim führen.

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Wenige Minuten nach dem 4:2 bei den Straubing Tigers stand der Trainer der Eisbären Berlin in der kleinen Pressestube und genoss den Triumph mit einem kräftigen Schluck Weißbier.

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