Eishockey-WM 2012: Souveräne Vorbereitung des DEB-Teams

Jakob Kölliker ist ein würdiger Krupp-Nachfolger

SID
Sonntag, 29.04.2012 | 13:16 Uhr
Jakob Kölliker (M.) ist seit 2011 Trainer der deutschen Eishockey Nationalmannschaft
© Getty
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Im Mai 2011 herrscht in der Chefetage des Deutschen Eishockey-Bundes Torschlusspanik. Erfolgscoach Uwe Krupp macht Schluss als ein Bundestrainer, der die kleine Eishockeynation nach dem überraschenden Halbfinaleinzug bei der Heim-WM 2010 ein Jahr später erneut unter die besten Acht der Welt geführt hat. Wer soll ihm nachfolgen? Wunschkandidat Ralph Krueger, Assistenzcoach beim NHL-Klub Edmonton Oilers, sagt ab - und der weitgehend unbekannte Jakob Kölliker springt als Notlösung ein.

Ein knappes Jahr später hat es der Schweizer geschafft, eine DEB-Auswahl zu formen, die die beste Vorbereitung der vergangenen Jahre hingelegt hat.

Köllikers Jungs haben vor der WM in Schweden und Finnland (4. bis 20. Mai) Weißrussland und den künftigen Gruppengegner Dänemark besiegt und sogar gegen Rekordweltmeister Russland, der allerdings nur mit der zweiten Auswahl am Start war.

Nach 60 Minuten unbezwungen

Anderen großen Eishockeynationen wie Tschechien und der Slowakei konnten die Underdogs immerhin in der regulären Spielzeit Paroli bieten - in der unmittelbaren Vorbereitung bleibt Deutschland nach 60 Minuten unbezwungen: "Wir können mit einem gutem Gefühl nach Stockholm reisen", sagt Trainer Kölliker.

Der 58-Jährige hat Krupps System konsequent weitergeführt und die individuellen Schwächen der Spieler durch überragenden Teamgeist ausgebügelt. Das Eishockey der DEB-Auswahl definiert sich weniger über taktische Finessen als vielmehr über den unbedingten Willen, jedes Spiel zu gewinnen.

Die knappe 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Slowakei im letzten Testspiel am Samstag liefert das beste Beispiel dafür: Immer wieder rannte das Team den starken Gastgebern des Slovakia Cups hinterher, der überragende Patrick Reimer hielt Deutschland mit seinen drei Treffern im Spiel.

Entgegen jeder Torjägermanier bedankte sich der Stürmer erst mal bei allen, die seinen Torrausch ermöglicht hatten: "Erst mal gilt mein Dank unserem Betreuer Dieter Meier, der sensationell geschliffen hat. Ich freue mich natürlich über die Wahl zum besten Spieler, aber das schafft man nur mit den Mitspielern. Besonders heute hat es mit Daniel Pietta und Philip Gogulla hervorragend geklappt."

25 Freunde auf dem Eis

Unprätentiöse Klassespieler wie Reimer und sein Stürmerkollege Thomas Greilinger, der tags zuvor zwei Tore gegen Weißrussland geschossen hatte, bilden den Kitt für eine Mannschaft, die als Einheit im klassischen Sinn funktioniert: Qua definitione 25 Freunde auf dem Eis. Und wenn alles scheitert, steht ja immer noch Dennis Endras als starker letzter Mann im Kasten.

Die Absagen von Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg und seinen NHL-Kollegen Alex Sulzer und Christian Ehrhoff sowie der verletzungsbedingte Ausfall von Russland-Legionär Eduard Lewandowski scheinen der Schlagkraft der DEB-Auswahl jedenfalls nicht allzu sehr geschadet zu haben. Zumal mit Marcel Goc (Florida Panthers) nun doch endlich ein Stürmer aus der nordamerikanischen Eliteliga zugesagt hat.

Aus welchem Holz die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft letztendlich geschnitzt ist, wird sich dann aber doch erst am 4. Mai im Eröffnungsspiel gegen Italien herausstellen - oder wie Patrick Reimer sagt: "Egal, gegen wen wir spielen. Der Gegner darf nur so gut sein, wie wir es zulassen."

Die Eishockey-WM im Überblick

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