Donnerstag, 05.04.2012

DEL-Playoffs: Der Halbfinal-Check

Moeser: "In Straubing wird es für Berlin schwer"

Das Playoff-Fieber steigt! Die erste Hürde ist genommen, am Donnerstag starten die Top Vier ins Halbfinale der DEL! Duanne Moeser, Sportmanager und Co-Trainer der Augsburger Panther, und Jeff Tomlinson, ehemaliger DEG- und zukünftiger Ice-Tigers-Coach, schätzen exklusiv auf Hockeyweb und SPOX die verbliebenen Teams im Kampf um die Meisterschaft ein. Was sind ihre Stärken und Schwächen? Wer macht am Ende das Rennen? Die Experten sind sich einig.

Die Außenseiter aus Straubing warfen Vorjahresfinalist Wolfsburg im Viertelfinale raus
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Die Außenseiter aus Straubing warfen Vorjahresfinalist Wolfsburg im Viertelfinale raus

Eisbären Berlin - Straubing Tigers

Dieses Duell ist in jederlei Hinsicht ein ungleiches: Der reiche Titelverteidiger trifft auf den Neuling aus der niederbayrischen Provinz. Dennoch stürmt Straubing nach dem Viertelfinal-Coup gegen Vizemeister EHC Wolfsburg (4-0) mit großem Selbstbewusstsein in die Halbfinals und setzen auf ihren "uralten Hexenkessel", wie Stürmer Rene Röthke das Eisstadion betitelt.

"Es sind nur noch sechs läppische Siege bis zum Titel", ließ Verteidiger Andy Canzanello scherzhaft verlauten. Die Euphorie in Straubing trifft dieser Satz jedoch recht gut. Die 5854 Tickets für das erste Heimspiel waren nach 86 Minuten verkauft - Vereinsrekord. "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", skandierten die Fans beim 7:3-Erfolg im abschließenden Viertelfinale und machten diese Ankündigung prompt wahr: Sämtliche Sonderzüge in die Hauptstadt werden voll sein.

Sportlich birgt das Duell zwischen den Eisbären und den Tigers jede Menge Brisanz. In der Hauptrunde hatte Straubings Goalie Barry Brust nach einer Berliner Attacke sieben Wochen pausieren müssen. Die Berliner jedoch beschwerten sich über die rüde Spielweise der Bayern. Das Halbfinale will der Favorit dennoch mit kühlem Kopf angehen. Die Diskussionen aus der regulären Saison, so Coach Don Jackson, seien "kein Problem" mehr.

Duanne Moeser (Sportmanager und Co-Trainer, Augsburger Panther): "Berlin wird Straubing nicht unterschätzen. Ich sehe durchaus Parallelen zu der Viertelfinalserie 2010, wo wir mit den Augsburger Panthern gegen Berlin gewonnen hatten. Gerade in Straubing in diesem vollen Stadion wird es für die Berliner schwer werden, zu bestehen. Und in Spiel 5 in Berlin ist dann alles möglich. Allerdings glaube ich, dass die Erfahrungen der Eisbären dann von Vorteil sein werden. Die Mannschaft weiß, wie man enge Serien gewinnen kann. Mein Tipp: Berlin - Straubing 3-2."

Jeff Tomlinson (Cheftrainer, ehemals DEG Metro Stars, ab Saison 2012/13: Thomas Sabo Ice Tigers): "Letztendlich der Erfahrung geschuldet sollten die Eisbären die Nase vorne haben. Aber Straubing ist sehr gefährlich. Sie spielen auch in Über- und Unterzahl kompakt, sind im Schwung. Die ganze Region dort ist gerade heiß auf Eishockey. Da wird es sehr schwer sein, dort zu bestehen. Die Eisbären müssen daher ihr Heimrecht ausnutzen. Ich denke aber, sie gewinnen die Serie, weil sie mehr Erfahrung haben und talentierter sind. Mein Tipp: Berlin - Straubing 3-2."

Die Saisonbegegnungen 2011/12: Berlin - Straubing 3-1

01.10.11 Berlin - Straubing 5:1

06.11.11 Straubing - Berlin 2:1

29.01.12 Straubing - Berlin 1:2

09.03.12 Berlin - Straubing 6:3

Die Top 10 der DEB-Rekordnationalspieler
Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 3: Lorenz Funk sen. - 225 Länderspiele, 57 Tore
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Platz 3: Lorenz Funk sen. - 225 Länderspiele, 57 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 5: Erich Kühnhackl - 211 Länderspiele, 131 Tore
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Platz 6: Andreas Niederberger - 210 Länderspiele, 15 Tore
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Platz 7: Alois Schloder - 206 Länderspiele, 87 Tore
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Platz 8: Rainer Philipp - 199 Länderspiele, 90 Tore
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Platz 9: Daniel Kreutzer - 193 Länderspiele, 36 Tore
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Platz 10: Jürgen Rumrich - 182 Länderspiele, 27 Tore
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ERC Ingolstadt - Adler Mannheim

Vom Papier her ist es das ausgeglichenere der beiden Halbfinals, denn die Saisonserie beider Teams fiel mit 2-2 unentschieden aus.

Ingolstadt schloss die Hauptrunde als Zweiter ab. Mannheim (7.) würde sich mit dem ersten Finaleinzug seit der Meistersaison 2006/2007 die Chance auf den alleinigen Rekordmeistertitel (derzeit mit sechs Titeln gleichauf mit Berlin) bewahren. "Wir haben noch große Pläne und können mit den Jungs noch viel erreichen", sagte Adler-Stürmer Ken Magowan.

Bei Ingolstadt glänzte im Viertelfinale gegen die DEG Thomas Greilinger mit acht Treffern und zwei Torvorlagen. Vieles wird für den ERC auch im Halbfinale von der Form des Nationalstürmers abhängen. Sein Kollege Michael Waginger warnt: "Die Adler sind eine bessere Mannschaft als Düsseldorf. Wir müssen in der Serie ans Maximum gehen."

Duanne Moeser: "Ausschlaggebend für den Sieg der Ingolstädter könnte deren Tiefe im Kader sein. Sie hatten fast die ganze Saison über gleichbleibende Leistungen. Aber auch Mannheim hat eine gute Mannschaft. Es würde mich nicht wundern, wenn die Serie erst in Spiel 5 in der vierten Overtime entschieden wird. Mein Bauchgefühl sagt aber, dass Ingolstadt gewinnen wird. Mein Tipp: Ingolstadt - Mannheim 3-2."

Jeff Tomlinson: "Ich war begeistert, wie Ingolstadt gegen uns gespielt hat. Sie sind mit Janka und Gordon im Tor ausgezeichnet besetzt und haben auch individuelle Klasse. Mannheim ist mindestens genauso gut, ist wie Ingolstadt mit allen vier Reihen sehr gefährlich. Deswegen glaube ich, dass es eine enge Serie wird. Den Ausschlag für den Ingolstädter Sieg kann deren Heimrecht sein. Außerdem schätze ich sie läuferisch stärker ein. Mein Tipp: Ingolstadt - Mannheim 3-2."

Die Saisonbegegnungen 2011/12: Ingolstadt - Mannheim 2-2

25.09.11 Ingolstadt - Mannheim 3:5

06.11.11 Mannheim - Ingolstadt 2:3

30.12.11 Mannheim - Ingolstadt 5:2

20.01.12 Ingolstadt - Mannheim 4:2

DEL-Playoffs: Der Spielplan

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