Eishockey

Stadt stellt DEG 450.000 Euro in Aussicht

SID
Die Düsseldorfer EG bangt um die DEL-Lizenz für die Saison 2012/2013
© Getty

Der achtmalige deutsche Meister Düsseldorfer EG hat die Rettung vor Augen. Die Stadt Düsseldorf will dem finanziell angeschlagenen Traditionsklub mit einem einmaligen Zuschuss unter die Arme greifen, damit die Saison 2012/2013 in der DEL gesichert ist.

"Die Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf stellt in Abstimmung mit den Fraktionen im Rat in Aussicht, der DEG für die Saison 2012/2013 ein einmaliges Sondersponsoring in Höhe von 450.000 Euro zu gewähren", erklärte Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) nach einer Sitzung am Freitag.

Die DEG verliert am Saisonende ihren Hauptsponsor, die Suche nach einem neuen Geldgeber war bislang erfolglos. "Es ist ein guter Tag für die DEG. Dank an die Stadt Düsseldorf", sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp in einer offiziellen Stellungnahme. Schmellenkamp ist kurz vor Weihnachten wieder auf den Posten zurückgekehrt.

Stadt knüpft Unterstützung an Bedingungen

Die Stadt verknüpft ihre Hilfsbereitschaft aber mit Bedingungen. "Diese Zahlung wird an die Auflage geknüpft, dass die DEG spätestens bis zum 1. Mai 2012 ein tragfähiges und nachhaltiges Konzept zur Zukunftssicherung des Vereins vorlegt. Das Geld wird erst dann ausgezahlt, wenn das Konzept vorliegt", sagte Elbers. Düsseldorf unterstützt den Verein ohnehin bereits mit 700.000 Euro jährlich.

Schmellenkamp kündigte an, dass man "die genannten Bedingungen erfüllen" werde, rief aber auch zu weiterem Engagement auf: "Dadurch ist die DEG noch nicht gerettet. Weitere Schritte müssen folgen. Es wäre fatal, wenn potenzielle Partner und Sponsoren sich jetzt zurücklehnen würden. Dies ist ein weiterer Baustein, aber noch keine Mauer, über die wir sicher gehen können."

Tote Hosen wollen ebenfalls helfen

Die Lage im Düsseldorfer Eishockey ist prekär. Für erstes Aufatmen hatte vor dem Jahreswechsel die Finanzspritze eines Privatmannes in Höhe von 700.000 Euro gesorgt. Wenig später hatte die Düsseldorfer Kultband Tote Hosen angekündigt, sich bei der Rettung zu engagierten. Die Band um den Frontmann Campino hatte bereits bei der finanziellen Rettung des Fußball-Klubs Fortuna Düsseldorf Anfang der 90er Jahre mitgewirkt.

Die Musiker sind nun erstes Mitglied des vom Klub gerade neu gegründeten "DEG-Club-2012". "Bekenner"- und "Retter"-Pakete gibt es für interessierte Unternehmen und Privatpersonen. Die Toten Hosen präsentieren am Montag auf einer Pressekonferenz ein mit der DEG für Spieler und Fans entwickeltes Trikot.

Wären die Gelder und Hilfen ausgeblieben, hätte sich die DEG aus der DEL zurückziehen müssen. Schmellenkamp versprühte am Freitag aber wieder Optimismus: "Wir sind zuversichtlich, auch durch diesen Rückenwind der Stadt, in Kürze weitere gute Nachrichten vermelden zu können."

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