Freitag, 06.01.2012

DEL: Vorschau auf den 34. und 35. Spieltag

Hitziges Derby zum Jubiläum

Die Staubing Tigers laden zum Derby gegen den EHC aus München. Beide trennt sowohl auf der Landkarte als auch in der Tabelle nur ein Steinwurf. Ein ganz besonderes Spiel wird es für Dauerbrenner Calvin Elfring, der sein 400. Spiel für die Tigers bestreitet. In Nürnberg trifft der Spitzenreiter auf das Schlusslicht. Das Spiel ist trotzdem noch lange nicht gewonnen für die Mannheimer.

Calvin Elfring (l.) wird an diesem Spieltag sein 400. Spiel für die Tigers bestreiten
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Calvin Elfring (l.) wird an diesem Spieltag sein 400. Spiel für die Tigers bestreiten

Geschenk zum 400. Spiel Es ist "das nächste Spiel" sagte Calvin Elfring gestern. Für ihn selbst aber schon etwas Besonderes, denn der Verteidiger der Niederbayern zieht sich für dieses Spiel zum 400. Mal das Tigertrikot an und hofft natürlich, dass ihm seine Mannschaftskollegen einen Sieg schenken.

Rein sportlich gesehen ist die Begegnung der Kracher des Spieltages. Denn mit dem EHC München trifft der Tabellensiebte beim sechsten, den Straubing Tigers, an. Zudem trennen beide nur drei Punkte. Unabhängig von der Tabellenkonstellation haben die Spiele dieser Clubs auch so schon immer etwas mehr "Pfeffer", als andere Partien.

Zudem rechnet man in Straubing erneut mit einem ausverkauften Haus. Seit Tagen bitten die Verantwortlichen darum den Online-Vorverkauf zu nutzen. "Der Andrang ist noch größer wie vor dem Nürnberg Spiel.", so Harry Schindler von den Tigers. Ein Favorit ist nicht auszumachen. Straubing zwar zu Hause eine Macht, aber München ist auswärts nicht zu unterschätzen. Außerdem fehlen den Niederbayern mit Brust, Whitecotton, Stewart, Bakos (alle verletzt) und Daoust (gesperrt) inzwischen fünf nicht unwichtige Spieler.

Totgesagte leben länger? Zum dritten Mal in dieser Saison heißt es "Spitzenreiter gegen Schlusslicht". Doch dass die eindeutige Favoritenrolle der Mannheimer keine Garantie für einen Sieg ist, mussten die Jungs von Harold Kreis beim letzten Spiel in der Frankenmetropole erfahren: Die Kurpfälzer verloren die Partie mit 0:1 nach Verlängerung.

"Wir wussten, dass Nürnberg stark sein würde, man hatte uns schon gewarnt", gestand Florian Kettemer nach der Niederlage. Doch dem Verteidiger war damals auch klar: "Wir wissen, was wir können, das haben wir diese Saison oft genug bewiesen. Daran wollen wir wieder anknüpfen."

Gesagt, getan. Denn am Dreikönigstag werden die Adler erneut als Tabellenführer auf das Kellerkind treffen, das die Chance hat, die Rote Laterne an die Scorpions abzugeben. Gelingt den Ice Tigers, die zuletzt einen 4:1-Auswärtssieg in Köln einfahren konnten, das kleine "Wunder" oder lässt sich Mannheim diesmal nicht auf der Nase herumtanzen?

Ein heißes Ding "Die Partie in Wolfsburg ist ein heißes Ding für beide Teams", so Freezers-Trainer Benoît Laporte. "Wir können auf zehn Punkte davonziehen, die Grizzly Adams können verkürzen. Vielleicht sind das dann die Abstände, die am Ende der Hauptrunde den Unterschied ausmachen werden."

Die bisherige Saisonbilanz gegen beide Gegner könnte unterschiedlicher kaum sein. Gegen die Grizzly Adams feierte das Team von Laporte bislang zwei Siege (jeweils 3:2), aus den Duellen mit Köln gingen die Freezers als Verlierer hervor (3:4, 1:4). Allerdings präsentierten sich die Hamburger zuletzt in guter Verfassung und gewannen ihre beiden Heimspiele gegen Straubing (7:3) und München (2:0). "Die Spiele gegen direkte Konkurrenten sind für meine Jungs Motivation, das haben die letzten Auftritte gezeigt", so Laporte.

"In Wolfsburg müssen wir aggressiv auftreten und dürfen nicht ins offene Messer laufen. Zudem wünsche ich mir, dass das Powerplay endlich wieder so läuft, wie zu Saisonbeginn. Momentan versuchen meine Jungs, die perfekte Aufstellung zu finden. Ich denke, es würde uns zusätzlich gut tun, wenn wir uns einfach viel mehr bewegen und dadurch Lücken reißen. Dann werden wir auch zu Abschlüssen und Toren kommen."

"Das Spiel in Wolfsburg ist sicher kein normales, Derbys haben immer einen besonderen Reiz" ergänzt Kapitän Christoph Schubert. "Die dortigen Fans verwandeln die enge Arena schnell in einen Hexenkessel, da müssen wir gleich in den ersten zehn Minuten den Druck rausnehmen und uns im Gegensatz zu den letzten Auswärtsspielen verbessern - in denen wir nicht wie die Freezers gespielt haben. Wir müssen wieder unser Spiel zeigen, zumal ja noch einige Partien in fremden Arenen auf dem Programm stehen!"

Die Top 10 der DEB-Rekordnationalspieler
Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 1: Udo Kießling - 320 Länderspiele, 44 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 2: Dieter Hegen - 290 Länderspiele, 111 Tore
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Platz 3: Lorenz Funk sen. - 225 Länderspiele, 57 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 4: Gerhard Truntschka - 215 Länderspiele, 51 Tore
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Platz 5: Erich Kühnhackl - 211 Länderspiele, 131 Tore
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Platz 5: Erich Kühnhackl - 211 Länderspiele, 131 Tore
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Platz 6: Andreas Niederberger - 210 Länderspiele, 15 Tore
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Platz 6: Andreas Niederberger - 210 Länderspiele, 15 Tore
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Platz 7: Alois Schloder - 206 Länderspiele, 87 Tore
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Platz 7: Alois Schloder - 206 Länderspiele, 87 Tore
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Platz 8: Rainer Philipp - 199 Länderspiele, 90 Tore
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Platz 8: Rainer Philipp - 199 Länderspiele, 90 Tore
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Platz 9: Daniel Kreutzer - 193 Länderspiele, 36 Tore
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Platz 9: Daniel Kreutzer - 193 Länderspiele, 36 Tore
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Platz 10: Jürgen Rumrich - 182 Länderspiele, 27 Tore
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Platz 10: Jürgen Rumrich - 182 Länderspiele, 27 Tore
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KEC will Scorpions den Stachel ziehen Schon wenige Minuten nach der Heimniederlage gegen Nürnberg am Dienstagabend kündigte Haie-Trainer Uwe Krupp für das nächste Heimspiel am Freitag an: "Wir können eine Haie-Mannschaft erwarten, die arbeiten wird."

Gegen die Hannover Scorpions will sich der KEC für das 1:4 gegen die Ice Tigers rehabilitieren. Sowohl der KEC als auch die Scorpions blieben zuletzt sieglos. Während die Haie nach den beiden Erfolgen in den rheinischen Duellen gegen Düsseldorf und Krefeld zwei Niederlagen hinnehmen mussten (gegen Iserlohn und Nürnberg), wartet Hannover seit drei Spielen auf einen Punkt. Die Niedersachsen verloren zuletzt gegen Hamburg, Mannheim und Augsburg.

Die beiden ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften standen nach 60 Minuten Unentschieden, das bessere Ende hatten aber jeweils die Scorpions (3:2 n.V., 4:3 n.V.). Jetzt will der KEC den ersten Sieg gegen Hannover einfahren und die Top 6 angreifen! Während die Haie dabei ihre Heimbilanz (sieben Siege, neun Niederlagen) verbessern wollen, hofft Hannover auf seinen siebten Auswärtssieg.

Die bisher ordentliche Anzahl an Scorpions-Erfolgen auf fremdem Eis entspricht nicht dem aktuellen Tabellenstand der Niedersachsen (13.), allerdings verlor die Mannschaft von Trainer Toni Krinner auch bereits elf Mal auswärts glatt, so oft wie kein anderes DEL-Team.

Ingolstadt kommt mit dem Sonderzug Straftraining statt eines freien Tages gab es für die Iserlohn Roosters nach der Niederlage in Berlin. Ob dies nun der Schlüssel zum Erfolg gegen den ERC Ingolstadt sein wird, steht in den Sternen. Nötig wäre ein Erfolg für die Sauerländer allemal, will man an den Pre-Play-off Plätzen dran bleiben. Beide bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison gewannen die Ingolstädter, die am Freitag von knapp 1000 per Sonderzug anreisenden Fans am Seilersee unterstützt werden.

Pederson mit Comeback Eisbärenstürmer Denis Pederson wird im Heimspiel gegen die Augsburger Panther sein Comeback geben. Der 36-jährige Kanadier kehrt dann nach mehr als zehnmonatiger Verletzungspause aufgrund eines Risses des hinteren Kreuzbandes und des Außenbandes in das Team des Meisters zurück.

Dagegen muss Eisbärencoach Don Jackson weiterhin auf Dominik Bielke (Kreuzbandriss), Mads Christensen (Fingerfraktur) und Stefan Ustorf (Schädelprellung) verzichten. Auch der Einsatz von Constantin Braun (leichte Gehirnerschütterung im Spiel gegen Iserlohn) ist nicht möglich. Hingegen hoffen die Berliner, Nick Angell nach seiner Hüftprellung eventuell wieder aufs Eis schicken zu können. Auf jeden Fall wieder mit im Kader der Hauptstädter stehen die drei Youngster Vincent Schlenker, Thomas Supis und Henry Haase.

Heimstark gegen Niederbayern "Zu Hause hui, auswärts pfui" - eine Tatsache, die nach der 0:5-Totalpleite in der Münchner Olympiahalle ihren Höhepunkt fand. Seit Februar 2011 warten die Panther nun schon auf einen Dreier auf fremdem Eis und auch dem einzigen Saison-Auswärtssieg in Köln (2.1 n.V.) am 20. September folgte bislang kein weiterer. Doch dass das Team von Larry Mitchell Eishockey spielen kann, beweisen die Schwaben immer wieder vor Heimpublikum - zuletzt in einem spannenden Krimi gegen die Hannover Scorpions, der mit einem 3:2 für die Fuggerstädter endete.

Am Sonntag empfangen die Augsburger nun die Straubing Tigers. Die Niederbayern überraschen seit Wochen mit einer grandiosen Mannschafts- und vor allem Torhüterleistung. Zwar mussten die Niederbayern auch einige bittere Niederlagen hinnehmen, wie zum Beispiel zuletzt in Hamburg (3:7) oder daheim gegen Nürnberg (3:6), doch am Dienstag konnten die Tigers am Pulverturm mit einem 5:1 gegen Krefeld wieder punkten.

Auf jeden Fall dürfen die Zuschauer ein aufregendes Derby erwarten. Das letzte Aufeinandertreffen im Curt-Frenzel-Stadion gewannen die Straubinger mit 2:1 nach Penaltyschießen.

Bekommen die Ice Tigers nun die Kurve? Zwei Auswärtssiege in Straubing und Köln sind für den Tabellenletzten der DEL ein nicht zu unterschätzendes Erfolgserlebnis. Die Niederlagen gegen München zuhause und in Düsseldorf mögen die Euphorie etwas bremsen, hier heißt die Devise aber definitiv nach vorne blicken. Gegen Ingolstadt scheint in dieser Saison bei den Ice Tigers eh alles möglich, einer 2:8 Klatsche daheim am 23.9.11 folgte knapp drei Monate später ein nicht möglich geglaubter 7:1 Sieg. Lassen sich die Panther erneut überraschen oder gelingt der "Pflichtsieg" am Sonntag gegen die Franken?


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