DEL: Vorschau auf den 38. Spieltag

Hält die ERC-Serie gegen die Adler?

SID
Freitag, 20.01.2012 | 11:34 Uhr
Center Jared Ross ist mit 14 Toren und 19 Assists Ingolstadts zweitbester Scorer
© Getty
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Am 38. Spieltag steht für den ERC Ingolstadt wieder ein Heimspiel an, ihre große Stärke in der laufenden Saison. Hält die Siegesserie auch gegen den Tabellenzweiten Adler Mannheim? Die Hamburg Freezers müssen ohne John Curry gegen die Augsburg Panther ran und Meister Eisbären Berlin setzt gegen den EHC München bereits auf Neuzugang Jonathan Sim.

Heimserie gegen Adler ausbauen? "Irgendwie ist der Wurm drin" sagte Michael Waginger und trifft den Nagel auf den Kopf. Die Ingolstädter schwächeln, gerade die Art und Weise, wie man sich in Iserlohn (0:2) oder Straubing (2:6) präsentiert hat, rief kollektives Stirnrunzeln hervor. Aus den vergangenen sechs Spielen holte man nur einen Dreier, den fünf Auswärtsniederlagen in Folge stehen wiederum sieben Heimsiege in Folge gegenüber.

Gibt es einen Grund zum jammern? Nein, Platz 3 in der aktuellen DEL-Tabelle, der Luxus einer Rotation innerhalb der elf lizenzsierten Ausländer und kaum langwierig Verletzte. Der ERC steht so gut da, wie schon lange nicht und hat im Duell mit Mannheim die Möglichkeit, die Heimserie auszubauen und in Schlagdistanz zur Tabellenspitze zu bleiben.

Bei den Adlern wird sich zeigen, was der Sieg gegen Berlin wert war. Nach drei Pleiten in Folge gelang ausgerechnet gegen den Meister ein kleiner Befreiungsschlag. Genug Motivation und Selbstvertrauen für das Duell mit den Oberbayern?

Ohne John Curry gegen Augsburg: "John hat am Mittwoch einen Schuss auf den blanken Arm bekommen, der ihm Probleme bereitet", erklärte Freezers-Trainer Benoit Laporte. "Deswegen wird er heute und morgen pausieren. Niklas genießt unser vollstes Vertrauen, ich freue mich für ihn. In seinen bisherigen Einsätzen hat er gute Leistungen gebracht, man muss sich ja nur mal seine Statistiken vor Augen führen."

Mit einem Gegentorschnitt von 2,38 und einer Fangquote von 93,4 Prozent liegt der 20-Jährige in der Spitzengruppe aller DEL-Torhüter. Einem Shutout und sechs Siegen stehen lediglich zwei Niederlagen bei insgesamt neun Saisoneinsätzen gegenüber. Durch die Verletzung von Curry wird Jimmy Hertel erstmals in dieser Spielzeit die Position des Back-Ups gegen Augsburg bekleiden.

Die Panther, derzeitiger Tabellenelfter, reisen mit einer 1:5-Niederlage aus Krefeld nach Hamburg. Überhaupt konnten die Männer von Trainer Larry Mitchell erst eine Partie in fremden Arenen gewinnen: Am 20. September 2011 siegten die Augsburger bei den Kölner Haien mit 2:1 nach Verlängerung.

"Statistiken sind dazu da, um gebrochen zu werden", warnt Laporte. "Augsburg kämpft um den Anschluss an die Playoff-Ränge und kann jeden Punkt gebrauchen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, was das Wochenende angeht. Die zwei Tage Pause haben den Jungs richtig gut getan, wir hatten heute viel Tempo und Spielfreude im Training. Ein Sieg gegen die Panther ist Pflicht, wenn man bedenkt, dass wir nur noch fünf Heimspiele in dieser Saison haben!"

Mit Neuzugang Sim gegen München: Trotz des erfrischenden Auftritts mit vielen jungen Cracks gegen Vizemeister Wolfsburg am vergangenen Dienstag, holte Manager Lee mit Jonathan Sim nun doch noch einen erfahrenen Spieler an die Spree. Der soll schon gegen den EHC München für mehr Stabilität im Spiel der Eisbären sorgen, die zuletzt aufgrund der zahlreichen Verletzungen abhanden kam.

Außerdem hofft Chefcoach Jackson auf eine Rückkehr der Stürmer Tyson Mulock und Julian Talbot. Die Bilanz beider Mannschaften nach den bisherigen beiden Begegnungen in dieser Spielzeit fällt nahezu ausgeglichen aus (3:5; 3:2 i.V.).

Für die Gastgeber geht es darum, den Platz an der Sonne möglichst zu verteidigen. Die Bayern benötigen jeden Punkt, um im engen Rennen um die Playoff-Qualifikation keinen Boden preiszugeben.

Favoritenschreck empfängt Freezers-Killer: Gegen wen die Ice Tigers beim geplanten "Winter Classic" am 5. Januar 2013 im easyCredit-Stadion auflaufen werden, steht noch nicht fest, der Gegner der Freitagspartie dagegen schon. Die Iserlohn Roosters sind zu Gast bei den Franken, die ihre letzten beiden Heimspiele gegen die Spitzenteams aus Berlin (6:2) und Mannheim (4:1) eindeutig für sich entschieden.

en vorletzten Tabellenplatz konnten die Nürnberger - unter anderem aufgrund der verlorenen Auswärtspartien - aber noch nicht verlassen. Acht Punkte müssen sie noch aufholen, um eine Position nach oben zu rücken - ein schwieriges Unterfangen?

Nicht für das ehemalige Schlusslicht, das Woche für Woche erneut überrascht und in den vergangenen vorwiegend positiv. Die Roosters werden es den Gastgebern nach vier Siegen in Folge jedenfalls nicht leicht machen, was am Sonntag auch die Hamburg Freezers zu spüren bekamen. Mit 5:0 fegten die Sauerländer die Nordlichter vom Eis.

Revanche für den 18. September: An damaligen zweiten Spieltag der noch jungen Saison erspielten sich die Niederbayern ein Chancenübergewicht wie es nur selten zwischen DEL-Teams zu Stande kommt. 40:17 (13:1, 17:8, 10:8) lautete die offizielle Schussbilanz bei Spielende.

Vor allem im ersten Drittel spielte Köln bestenfalls auf Oberliganiveau. Das Spiel endete jedoch 4:1 (0:0, 1:1, 3:0) für die Mannschaft aus der Domstadt. Uwe Krupp kommentierte das Spiel mit den Worten "Wir sind zufrieden mit den drei Punkten und dem Ergebnis. Aber ich glaube, die Art und Weise, wie wir gespielt haben, lässt einiges zu wünschen übrig."

Köln hat sich definitiv gesteigert, aber auch die Straubinger haben inzwischen nicht nur gelernt, wo das Tor steht, sondern auch, wie man die Scheibe hinein bekommt. Nebenbei ist es das Spiel des fünften gegen den sechsten. Für beide Teams also eine eminent wichtige Partie.

Ist diesmal ein Freezers-Sieg drin? Trotz Neuverpflichtung ist die Liste der Ausfälle immer noch lang und die Belastung für die verbliebenen Spieler dementsprechend hoch. Ist das die Chance für die Freezers, am Sonntag den Bock gegen den Anschutz-"Bruderclub" nach langer Zeit endlich umzustoßen?

Erst im Dezember standen sich beide Mannschaften in zwei recht interessanten Begegnungen gegenüber, beide Male hatten die Hauptstädter die Nase vorn (3:1; 6:2). Hat Freezers-Coach Laporte jetzt den Schlüssel zum Erfolg über die Eisbären gefunden?

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