Die Adler kreisen und siegen

SID
Montag, 24.10.2011 | 13:19 Uhr
Goalie Fred Brathwaite war am Wochenende der überragende Mannheimer Spieler
© Imago
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Der Vorsprung der Mannheimer Adler an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wächst und wächst. Nach dem 13. Spieltag und der Berliner Niederlage in Iserlohn haben die Kurpfälzer bereits ein Polster von sieben Punkten auf den ärgsten Verfolger. Am anderen Ende der Tabelle haben die Nürnberg Ice Tigers nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge mal wieder einen Sieg feiern können.

Gewinner des Wochenendes:

Adler Mannheim: Die Adler kreisen und siegen, kreisen und siegen. Erneut ein perfektes Wochenende für die Schützlinge von Harold Kreis. Zwar tat man sich am Freitag gegen Schlusslicht Nürnberg schwer, aber solche Spiele sind immer unangenehm. Ken Magowan war mit einem Doppelpack letztendlich spielentscheidend.

Am Sonntag beim 3:0 in Köln schnürte Marcus Kink den Doppelpack und zeigte einmal mehr, wie viele Optionen diese Mannschaft besitzt, um Spiele zu gewinnen. In beiden Spielen herausragend war Torhüter Freddy Brathwaite, der jeweils zum Top-Star gewählt wurde. Mit 50 erzielten Treffern sind die Adler das mit Abstand offensivstärkste Team der Liga.

Thomas Sabo Ice Tigers: Eigentlich kann man mit zwei Siegen in 13 Spielen nicht wirklich zu den Gewinnern zählen, aber nach sieben Niederlagen in Folge haben die Ice Tigers den Bock endlich mal wieder umgestoßen. Am Freitag setzte es trotz guter Leistung noch die erwartete Niederlage bei Tabellenführer Mannheim, aber am Sonntag durften die Fans der fränkischen Fabeltiere auch mal wieder jubeln.

Das 3:2 im Derby gegen Straubing war der erste Sieg seit dem 29. September und überhaupt erst der zweite Saisonerfolg. Den Torschützen Chris Collins und Dusan Frosch fiel ein Stein vom Herzen. Für beide war es der erste Saisontreffer. Trainer Peter Draisaitl war einfach nur glücklich: "Die drei Punkte tun uns verdammt gut!"

DEG Metro Stars: Was die Nürnberger noch vor sich haben, scheint den Düsseldorfern langsam aber sicher zu gelingen: Der Weg aus dem Tabellenkeller. Nach zwei Siegen am Wochenende rückte die DEG auf Platz 11 vor und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Erzrivalen aus Köln.

Bei den beiden knappen Erfolgen kam Torhüter Bobby Goepfert zum Einsatz und verdiente sich Bestnoten. In Krefeld sicherte er am Freitag mit seinen Paraden den knappen 2:1-Sieg. Am Sonntag war es dann die tolle Moral der ganzen Mannschaft, die den Weg ebnete. Trotz 0:2-Rückstand kämpften sich die Metro Stars gegen Hamburg noch in die Verlängerung. Dort erzielte dann Ben Gordon den Siegtreffer. "Das war heute ein echter Kraftakt von uns, denn die Freezers gehören zu den besten Teams der Liga", erklärte Trainer Jeff Tomlinson.

Verlierer des Wochenendes:

Kölner Haie: Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp verlor als einziges Team beide Wochenendspiele. Allerdings waren die Gegner hochkarätig. Am Freitag in Berlin konnte man das Spiel bis weit ins Schlussdrittel ausgeglichen gestalten, kassierte dann aber die entscheidenden Gegentore.

Auch die Niederlage am Sonntag gegen Mannheim kam nicht unbedingt überraschend, aber dennoch war das 0:3 ohne eigenen Treffer vor fast 11.000 Zuschauern in der Lanxess-Arena ein Stimmungskiller.

ERC Ingolstadt: Nach den Topspielen gegen Berlin und Hamburg hatten es die Oberbayern an diesem Wochenende mit der bayerischen Konkurrenz zu tun. Und Derby-Pleiten tun doppelt weh. Vor allem das 1:2 am Freitag in Straubing schmerzte. Trotz Überlegenheit schaffte man es nicht zu punkten.

Einerseits kassierte man beide Gegentreffer in Unterzahl, andererseits schaffte man es nicht, den Straubinger Torhüter Brust mehr als einmal zu bezwingen. Die Ingolstädter Unterzahlschwäche hätte auch am Sonnstag fast zur zweiten Derby-Niederlage geführt, aber man rettete in der Verlängerung wenigstens zwei Punkte gegen München.

Im ersten Drittel hatten sich beide Teams nicht besonders lieb und kassierten insgesamt 52 Strafminuten. Alle drei Treffer der Münchner fielen in Überzahl.

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