Eishockey

Eisbären machen ihr Meisterstück perfekt

SID
Jubel bei Jens Baxmann und Co.: Die Eisbären sind DEL-Meister
© Getty

Die Eisbären Berlin haben sich im Schnellverfahren ihren fünften Meistertitel der Klubgeschichte gesichert. Das Team von Trainer Don Jackson gewann auch das dritte DEL-Finalspiel bei Vorrundenprimus EHC Wolfsburg mit 5:4 (1:2, 2:0, 2:2) und durfte nach 2005, 2006, 2008 und 2009 erneut den silbernen Pott als Trophäe mit nach Hause nehmen.

Damit ziehen die Eisbären mit DEL-Rekordmeister Adler Mannheim gleich. Berlin sorgte zudem mit dem glatten 3:0-Triumph in der Best-of-Five-Serie für den insgesamt sechsten Final-Sweep der DEL-Geschichte.

Kapitän Stefan Ustorf (10.), Tyson Mulock (23.), Florian Busch (32.), Derrick Walser (43.) und Constantin Braun (57.) erzielten die Treffer für die Eisbären, die sich den Finaltriumph hart erkämpfen mussten. Wolfsburg erwies sich bei seiner Endspielpremiere als würdiger Gegner, die Tore von John Laliberte (9. und 19.), Tyler Haskins (41.) und Kai Hospelt (45.) im letzten Spiel reichten aber nicht für den ersten Sieg.

Wolfsburg gelingt kein Wunder

Die Chancen für die Wolfsburger, die nun elfmal in Folge gegen Berlin verloren haben, standen bereits vor dem Anpfiff denkbar schlecht. Weder zu Bundesligazeiten noch in der DEL-Geschichte konnte eine Mannschaft einen 0:2-Rückstand in einer maximal fünf Spiele andauernden Finalserie noch zu ihren Gunsten drehen.

Vor 4700 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena entwickelte sich erneut ein nervenaufreibendes Duell. EHC-Coach Pavel Gross hatte im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Partien die Reihen etwas verändert und Daniar Dshunussow für Jochen Reimer ins Tor gestellt.

Eisbären wachen im Mitteldrittel auf

Diese Umstellungen schienen sich zunächst bezahlt zu machen, denn die Grizzlys hatten im ersten Drittel die deutlich besseren Chancen. Vor allem der quirlige Laliberte bereitete den Gästen große Probleme.

Im Mitteldrittel wachten die Eisbären auf. Der schnelle 2:2-Ausgleichstreffer durch Mulock brachte zudem Sicherheit ins Spiel. Der ehemalige Berliner Dshunussow hielt sein Team mit einigen starken Paraden vorerst im Spiel. Beim Volleyschuss von Busch in doppelter Unterzahl war aber auch Dshunussow machtlos.

Im letzten Abschnitt bot sich den Wolfsburgern bei Überzahl die große Chance zum 4:3, doch Derrick Walser fing den Puck ab und erzielte in der 43. Minute zum Entsetzen der Grizzlies-Fans die erneute Berliner Führung. Gut eine Minute später war die Partie wieder offen, als Kai Hospelt der Ausgleich für den EHC glückte.

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