4:2-Sieg gegen Finnland

Krupp-Team weckt Erinnerungen an Heim-WM

SID
Samstag, 16.04.2011 | 14:09 Uhr
Christoph Ullmann (l.) steuerte beim 4:2-Sieg des DEB-Teams einen Treffer bei
© Getty
Advertisement
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg

Mit dem ersten Sieg gegen den Angstgegner Finnland seit 16 Jahren hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft neues Selbstbewusstsein für die WM getankt - und an die grandiose Heim-Weltmeisterschaft vor elf Monaten erinnert.

Aus den Boxen dröhnte ohrenbetäubend Allein in Amsterdam. Uwe Krupp und sein finnischer Kollege Jukka Jalonen sahen sich fragend an, standen auf und verließen das rappelvolle Zelt.

Laute "Uwe, Uwe"-Rufe holten den Eishockey-Bundestrainer zurück auf die Holzbühne. Als die Musik endlich verstummt war, ergriff Krupp das Mikro: "Wir haben letztes Jahr bei der WM vor 80.000 Zuschauern gespielt. Die Atmosphäre hier hat ein bisschen was von Schalke."

Uwe Krupp: "So was habe ich noch nicht erlebt"

Gut elf Monate nach dem Rekordspiel in der Gelsenkirchener Fußball-Arena, mit dem das WM-Wunder seinen Anfang nahm, fühlte sich der Bundestrainer an jene 17 Tage im Mai erinnert. Dabei hatten nur 2686 Zuschauer in Nordhorn nahe der niederländischen Grenze ein 4:2 der deutschen Nationalmannschaft im vorletzten WM-Test gegen Finnland gefeiert.

Das Wie weckte allerdings Erinnerungen: In der ausverkauften Halle verstand man sein eigenes Wort nicht, Krupps Team spielte beim ersten Sieg gegen seinen Angstgegner seit 16 Jahren wie entfesselt auf.

"So was habe ich noch nicht erlebt", gab Krupp nach der vermeintlichen Pressekonferenz im Partyzelt zu. Was durchaus bemerkenswert ist, hat der 45-Jährige doch in 810 NHL-Spielen und fast sechs Jahren als Bundestrainer schon so einiges mitgemacht.

"So eine Euphorie gab es vorher nicht"

"Ich glaube, das ist die Antwort auf die Frage, was sich durch die WM im letzten Jahr geändert hat", meinte er, "so eine Euphorie gab es vorher nicht, die Leute nehmen uns an, und die Spieler wachsen damit."

Der sensationelle vierte Platz bei der Heim-WM 2010 hat aber auch Begehrlichkeiten geweckt. "Letztes Jahr waren wir Vierter. Jetzt haben wir gegen einen der Topfavoriten gewonnen. Holen wir was in der Slowakei?", fragte ein Fan, und der Bundestrainer trat ganz schnell die Euphoriebremse: "Wir stehen in der Weltrangliste etwas tiefer. Du kannst immer mal wieder als Außenseiter einen Favoriten schlagen. Wir wollen Deutschland gut vertreten."

Deshalb bleibt bei der WM in Bratislava (29. April bis 15. Mai) zunächst die Zwischenrunde das vorrangige Ziel. "Man hat gesehen, was möglich ist, wenn alles stimmt", sagte Krupp, "aber das ist nicht die Norm. Zu denken, wir könnten Finnland jeden Tag schlagen, ist unrealistisch." Immerhin hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes 17 Versuche in 16 Jahren benötigt, um endlich den ersten Sieg gegen den Ex-Weltmeister seit dem 19. April 1995 (3:2) einzufahren.

Sieg fürs Selbstbewusstsein

Sehenswert herausgespielte Tore von Christoph Gawlik (7.), Philip Gogulla (10.), Christoph Ullmann (11.) und Korbinian Holzer (21.) krönten eine herausragende Leistung und stärkten vor der WM das Selbstbewusstsein.

"Solche Spiele sind auch bei der WM möglich, wir kommen näher an die ersten Plätze heran", sagte Nordamerika-Profi Holzer und sprach angesichts der Begeisterung der Fans von Schalke light.

Die Gala seiner Mannschaft im sechsten von sieben Vorbereitungsspielen macht Krupp die Entscheidung über den WM-Kader nicht leicht. Bis zur Generalprobe am Ostermontag (16.15 Uhr) in Köln gegen Weißrussland sollen noch die Düsseldorfer Stürmer Daniel Kreutzer und Patrick Reimer sowie der eine oder andere DEL-Finalist vom EHC Wolfsburg und den Eisbären Berlin zum Team stoßen.

"Es wird immer schwerer, in die Mannschaft zu kommen, weil die Zeit zur Anpassung immer kürzer wird", hatte Krupp bereits vor dem ganz normalen Wahnsinn in der niedersächsischen Provinz gesagt. Es dürfte danach nicht leichter geworden sein.

Eishockey auf SPOX

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung