Freitag, 31.12.2010

DEL: Power-Ranking - 37. Spieltag

Wolfsburger, geht zum Eishockey!

Fast zwei Drittel der DEL-Saison sind absolviert - die aktuell beste Eishockey-Mannschaft des Landes kommt aus Wolfsburg. Die weiteren Erkenntnisse: Die Kölner Haie sind mächtig in Fahrt gekommen und wollen das Feld von hinten aufrollen. Meister Hannover erlebt dagegen den Totalzusammenbruch.

Die Grizzly Adams könnten in dieser Saison die Meisterschaft nach Wolfsburg holen
© Getty
Die Grizzly Adams könnten in dieser Saison die Meisterschaft nach Wolfsburg holen
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Von 6 auf 1: 2369 Fans kommen im Schnitt zu den Heimspielen - damit ist Wolfsburg in der Zuschauertabelle mit großem Abstand Letzter. Erschreckend! Liebe Wolfsburger, vergesst den kriselnden VfL, geht ruhig mal zu den Grizzly Adams. Die hätten es verdient. Ein beeindruckender Run (9-0-2) endete erst jetzt beim Ausrutscher in Ingolstadt. Erfolgsgeheimnis: Die überragende Defense!

Von 3 auf 2: Die DEG hat 11 der letzten 12 Spiele gewonnen. Heiß wie Frittenfett, nennt man das wohl. Warum sie dennoch nicht auf Rang eins liegen? Weil sie ihre eine Niederlage gegen Wolfsburg kassiert haben. Während es die Niedersachsen mit ihrer Defense richten, ist in Düsseldorf die Offense Trumpf. Niemand schießt so viele Tore. Collins/Reimer/Kreutzer ist die wohl beste Reihe der DEL.

Von 14 auf 3: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Noch bevor Uwe Krupp das Ruder übernimmt, sind die Haie urplötzlich extrem in Fahrt gekommen. In ihren letzten 10 Spielen haben sie immer gepunktet (8-0-2). Die Pre-Playoffs sollten kein Problem sein, wenn sie so weiterspielen. Nach den Mega-Flops Dennis und Dubielewicz hat Aus den Birken die Goalie-Position stabilisiert.

Von 8 auf 4: Die Eisbären spielen nicht so dominant, wie man es erwarten würde. Teilweise war die Leistung so unterirdisch, dass Coach Jackson schon vor dem Aus stand. Aber: Nach drei Siegen in Folge läuft es wieder besser. Zu den Playoffs wird das Team voll da sein. Verteidiger Walser ist Topscorer - und Verteidiger-Kollege Hördler (+19, bester Liga-Wert) einer der heimlichen Stars.

Die Pinguine punkten konstant weiter. Der Top-Six-Platz ist so absolut im Bereich des Machbaren. Eine sehr kompakte Truppe, die nach wie vor von ihrem "Atomblock" mit dem Defender-Duo Pavlikovsky, Milo und den Sturm-Trio Vasiljevs, Blank und Pietta lebt. Bemerkenswert: Goalie Langkow ist der Iron-Man der DEL - er hat bis jetzt noch keine einzige Sekunde verpasst.

Von 7 auf 6: Der Aufsteiger hat seine Schwächephase eindrucksvoll überwunden. Aktuell stehen vier Siege in Folge zu Buche. Erstaunlich: Der EHC kommt nicht über Kompaktheit zum Erfolg, sondern zeichnet sich durch den zweitbesten Angriff der Liga aus. Schon 9 Unterzahl-Tore stehen zu Buche. Schneider ist weiter überragend. Die Pre-Playoffs wird München mindestens schaffen.

Von 9 auf 7: Die seltsamste Mannschaft der Liga. So viel Talent - und so unfassbar wenig Produktivität. Topscorer ist Defender Scalzo mit lächerlichen 22 Punkten, Robinson (12 Punkte) spielt Lichtjahre von seinen Fähigkeiten entfernt, Papineaus Verletzung trifft die Adler sehr. Und wenn sie mal 6 Tore schießen, bekommen sie 7 wie gegen Straubing. Goalie Brathwaite ist die Lebensversicherung.

Von 2 auf 8: Die Ice Tigers sind nicht mehr das Top-Team, das sie in dieser Saison schon waren. Eine schlechte Phase mit 5 Pleiten in 7 Spielen hat sie etwas abrutschen lassen. Zuletzt ist es ein einziges Auf und Ab. Siege und Niederlagen wechseln sich ab. Problem: Der Angriff ist zwar nicht ganz so mies wie der in Mannheim, aber das Toreschießen hat Nürnberg sicher nicht erfunden.

Von 10 auf 9: Kurioser Saisonverlauf. Nachdem die Tigers lange auswärts stark waren und zuhause nichts auf die Reihe bekamen, ist es jetzt andersherum. Zuletzt setzte es in der Fremde vier Pleiten in Folge. Das Top-Duo Hahn/Goren schwächelt merklich, aber den guten Gesamteindruck kann das nicht schmälern. Straubing liegt auf Pre-Playoff-Kurs. Wer hätte das zu träumen gewagt?

Von 1 auf 10: Der Meister hat einen Totalzusammenbruch erlebt. 9 Gegentore in Wolfsburg, 7 Gegentore in Augsburg, 7 Gegentore gegen München. 9 Pleiten in 10 Spielen. Brutal. Die schlechteste Abwehr ist in Hannover zuhause. Dazu mangelt es an der Disziplin. Baby-Keeper Langmann hat nach Top-Leistungen das Niveau nicht halten können, wird aber auch bitterböse im Stich gelassen.

Die Panther haben eine positive Tordifferenz (+7) und liegen in der Tabelle trotzdem nur auf Rang 12. Das muss man auch erst mal schaffen. Dennoch sagt SPOX: Augsburg packt die Pre-Playoffs noch. Erstens haben sie in den letzten 23 Spielen noch 15 Heimspiele und zweitens ist der Angriff mit DEL-Topscorer Olver und dem besten Powerplay der Liga einfach zu gut.

Von 4 auf 12: Der Trainerwechsel zu Rich Chernomaz brachte kurzfristig einen Schub mit einer Siegesserie von 5 Spielen, aber gerade als man dachte, dass Ingolstadt sich endlich stabilisiert hat, ging es wieder in die andere Richtung (6 Pleiten in 7 Spielen). In der Offense hakt es. Dass Greilinger wieder fit ist, ist ein Segen. Der Sieg gegen Wolfsburg zeigt, dass Potenzial da ist.

Es ist wie verhext in Iserlohn. Roosters-Hockey bedeutete lange eine große Angriffsshow und eine ebenso löchrige Abwehr. Jetzt hatte Iserlohn unter Neu-Coach Mason das Defensivproblem in letzter Zeit wirklich gut gelöst, jetzt trifft man plötzlich vorne nicht mehr. Nur 12 Tore in den letzten 8 Spielen - so kommt man aus dem Keller natürlich nicht raus. Wolf und Hock, was ist denn nur los?

Von 12 auf 14: Das Heimspiel gegen Berlin war wieder mal typisch Freezers. Da trauen sich fast 10.000 Zuschauer in die Halle, die man jetzt zum Wiederkommen ermuntern könnte. Aber was macht Hamburg? Lässt sich 0:6 abschlachten. "Ihr seid Letzter, jeder weiß warum!", sangen die Berliner Fans. Und es stimmt. Freezers-Powerplay: schlecht. Penalty-Killing: noch schlechter. Ganz bitter.

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