Dienstag, 04.05.2010

Eishockey - Heim-WM

DEB-Team müht sich gegen Kanada vergeblich

Mit einer unterhaltsamen Generalprobe gegen Olympiasieger Kanada hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft Werbung für die WM im eigenen Land gemacht. Drei Tage vor dem Eröffnungsspiel vor der Weltrekordkulisse von 76.152 Zuschauern auf Schalke unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp im letzten WM-Test in Hamburg nach gutem Start den Ahornblättern mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2).

Deutschland trifft in der WM-Vorrunde auf die USA, Finnland und Dänemark
© Getty
Deutschland trifft in der WM-Vorrunde auf die USA, Finnland und Dänemark

Bei der vierten Niederlage in der Vorbereitung in Folge, dem insgesamt sechsten Test, boten die deutschen Cracks den Fans zum Teil gute Unterhaltung. Sven Felski (3.) brachte Deutschland früh in Führung. Corey Perry (11.) und Rene Bourque (27.) drehten den Spieß im Powerplay um. Perry traf gleich zu Beginn des Schlussabschnitts erneut (41.), den Schlusspunkt setzte NHL-Torschützenkönig Steven Stamkos (55.).

Es war im 125. Länderspiel zwischen beiden Nationen der 94. Sieg für das Eishockey-Mutterland, dessen läuferische und technische Überlegenheit sich am Ende durchsetzte.

Auch John Tavares bei Kanada dabei

Vor 6237 Zuschauern erwischte die deutsche Mannschaft einen Traumstart. Nach nur 136 Sekunden machte sich Routinier Felski in seinem 150. Länderspiel mit einem Handgelenkschuss zum 1:0 aus dem rechten Bullykreis nach einem starken Zuspiel von Lokalmatador John Tripp selbst das schönste Geschenk.

Das DEB-Team bereitete dem blutjungen Gast-Team mit den Top-Picks John Tavares und Steven Stamkos anfänglich viele Probleme. Die Kanadier, die erst am Sonntag angereist waren und seitdem drei Trainingseinheiten absolvierten, hatten in den ersten zehn Minuten auch mit der ungewohnten größeren Eisfläche Schwierigkeiten.

Bilder des Tages - 4. Mai
Ab durch die Mitte: Sam Rapira (2. v. l.) beim Training der New Zealand Kiwis
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Ab durch die Mitte: Sam Rapira (2. v. l.) beim Training der New Zealand Kiwis
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Ungleiches Duell: Brett Scott (l.) gegen das reiterlose Pferd Trinityy Flame beim Warrnambool Racing Club May Carnival
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Ungleiches Duell: Brett Scott (l.) gegen das reiterlose Pferd Trinityy Flame beim Warrnambool Racing Club May Carnival
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Ignition: Jason Richardson (2. v. l.) hebt ab zum Korb im NBA-Playoff-Spiel seiner Phoenix Suns gegen die San Antonio Spurs
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Ignition: Jason Richardson (2. v. l.) hebt ab zum Korb im NBA-Playoff-Spiel seiner Phoenix Suns gegen die San Antonio Spurs
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In Embryonalstellung begräbt Roberto Luongo von den Vancouver Canucks den Puck unter sich im NHL-Playoff-Spiel gegen die Chicago Blackhawks
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In Embryonalstellung begräbt Roberto Luongo von den Vancouver Canucks den Puck unter sich im NHL-Playoff-Spiel gegen die Chicago Blackhawks
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Im Stile eines Goalies taucht Kazuo Matsui von den Houston Astros ab und stoppt den Ball von Gerardo Parra von den Arizona Diamondbacks
© Getty
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Im Stile eines Goalies taucht Kazuo Matsui von den Houston Astros ab und stoppt den Ball von Gerardo Parra von den Arizona Diamondbacks
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Endras mit starker Leistung

Aber als sich die deutsche Mannschaft durch Thomas Greilinger und Alexander Sulzer zwei Strafzeiten innerhalb kurzer Zeit leistete, schlug der einzige Olympiasieger im Team, Perry, eiskalt in 5:3-Überzahl zu. Danach brachte das Krupp-Team das Ergebnis aber geschickt in die Drittelpause.

Stark spielte Goalie Dennis Endras (Augsburger Panther), der die erste halbe Stunde spielte und dann von Dimitrij Kotschnew (Spartak Moskau) abgelöst wurde. Die beiden kämpfen um die Nummer eins bei der WM.

Im zweiten Durchgang kamen die Deutschen wieder gut ins Spiel, hatten durch Michael Wolf nach einer 2:1-Situation die Riesenchance zur Führung und wenig später in Unterzahl sogar zweimal große Möglichkeiten.

DEB-Team bleibt gefährlich

Doch dann gelang nach einem Konter den Kanadiern im Powerplay die Führung durch Bourque.

Aber die Deutschen blieben immer gefährlich, nach einem Pass von Felski zog Andre Rankel freistehend über das Tor und Kai Hospelt scheiterte nach einem Alleingang an Kanadas Torhüter Chris Mason.

Den Start des Schlussdrittels verschliefen die Deutschen dann komplett. Perry war mit einer schnellen Direktabnahme erfolgreich und Kotschnew damit zum ersten Mal geschlagen.

Nach dem Spiel gab Krupp noch nicht sein endgültiges WM-Aufgebot bekannt. Weil einige Spieler angeschlagen sind, will der Bundestrainer erst am Mittwoch vier Akteure aus dem 27-köpfigen Kader streichen. Zwei davon können nach Abschluss der Vorrunde, in der Deutschland in der Gruppe D neben den USA noch auf Finnland (10. Mai) und Dänemark (12. Mai) um den Einzug in die Zwischenrunde kämpft, nachrücken.

Krupp streicht Schmidt und Seidenberg


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