Dienstag, 11.05.2010

Eishockey-WM

Dänisches Team plant historischen Coup

Nach dem zweiten Paukenschlag mit dem Triumph über die USA plant Dänemark bei der Eishockey-WM den dritten Streich. Gegen Deutschland soll der dritte Sieg im dritten Spiel folgen.

Die dänischen Spieler hatten bisher viel Grund zur Freude bei der WM
© sid
Die dänischen Spieler hatten bisher viel Grund zur Freude bei der WM

Dem zweiten Paukenschlag folgte die Kampfansage an den Gastgeber. "Wir wollen noch mehr Punkte - und die holen wir uns schon im nächsten Spiel gegen Deutschland", sagte Per Bäckman, der schwedische Trainer der dänischen Eishockey-Nationalmannschaft nach dem 2:1 nach Verlängerung des Außenseiters gegen die USA bei der WM in Köln und fügte spöttelnd an: "Die Deutschen haben meiner Meinung nach ohnehin nicht das Niveau von Finnland oder den USA."

Diese beiden Teams hat die Überraschungs-Mannschaft dieser WM schon bezwungen. Und nach dem 4:1 gegen die Finnen und dem Triumph gegen den Olympia-Zweiten soll das DEB-Team das nächste Opfer auf dem Weg unter die Top Acht sein. "Wenn wir gewinnen, sind das Punkte fürs Viertelfinale", sagte Kapitän Jesper Damgaard vor dem Duell mit dem Team von Bundestrainer Uwe Krupp am Mittwoch in Köln.

Spätestens als Stefan Lassen nach 2:04 Minuten der Overtime einen Rebound ins Tor der US-Boys befördert und so den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde besiegelt hatte, schwappte die Stimmung auch in der Heimat über. Die Tageszeitung Politikken bejubelte die "Eishelden", Jyllandsposten schrieb vom "Eismirakel", und Berlinske Tidene meinte: "Das ist fast schon eine surreale Situation."

Viertelfinale wäre größter Coup der Verbandsgeschichte

Bei einem Sieg gegen Deutschland würde Dänemark fünf oder sechs Punkte in die Zwischenrunde mitnehmen und den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale legen - und damit für den größten Coup in der Verbandsgeschichte. Als solcher galt bisher das 5:2 gegen die USA vor sieben Jahren. "Wir haben zwei Spiele auf unglaublich hohem Niveau gespielt, das haben wir nie zuvor getan. Das ist total wild", sagte Flügelstürmer Morten Green, der schon damals dabei war.

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Und NHL-Profi Peter Regin von den Ottawa Senators meinte sogar: "Das ist das beste dänische Team, das jemals zusammengespielt hat." Gegen die Deutschen werde es "richtig schwer", glaubt er, "weil ihre Fans die besten der Welt sind."

Doch wie einst die Kollegen aus dem Fußball bei der EM 1992 leben die Dänen von ihrer unvergleichbaren Stimmung im Team. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, alle haben Riesenspaß", sagte Mads Christensen, der für die Iserlohn Roosters in der DEL spielt. Mads Bodker ergänzte: "Wir kämpfen in jeder Lage, wir fressen den Puck."

Welle der Euphorie trägt die Dänen

Während das DEB-Team nach dem Rausch des 2:1-Erfolges im Eröffnungsspiel gegen die USA mit dem 0:1 gegen Finnland einen Dämpfer hinnehmen musste, werden die Dänen von einer Welle der Euphorie getragen. Und sie können sich auch auf eine erfolgreiche Vergangenheit stützen. Drei Spiele bei Weltmeisterschaften gab es gegen Deutschland - und alle drei gewann Dänemark.

Bei der B-WM 1999 in Dänemark gewannen die Gastgeber 6:1, bei der A-WM 2005 in Innsbruck siegte Dänemark 3:2, das DEB-Team stieg ab, und im vergangenen Jahr in Bern gab es ein 3:1. Deutschland blieb der Abstieg nur erspart, weil es die aktuelle WM ausrichtet.

Nun geht es am Mittwoch wieder um alles. "Vorher haben die Leute gesagt, es ist das Schlüsselspiel in der Gruppe. Aber jetzt ist es auch wichtig. Denn, wenn Deutschland gewinnt, fehlen uns Punkte in der Zwischenrunde", erklärte Regin: "Aber es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir jetzt schlechter spielen werden."

Goc: "Wir haben eine Chance verspielt"


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