DEL

Trainer-Zoff heizt Halbfinal-Duell an

SID
Donnerstag, 15.04.2010 | 13:43 Uhr
Larry Mitchell steht seit 2007 in Augsburg hinter der Bande
© Getty
Advertisement
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks

Kaum hatte der EHC Wolfsburg die DEL-Halbfinalserie gegen die Augsburger Panther wieder spannend gemacht, da heizte ein heftiger Trainer-Zoff die Stimmung zwischen den Lagern zusätzlich an. Augsburgs Coach Larry Mitchell wetterte gegen die angebliche Schauspielerei des Gegners und zettelte vor laufender Kamera einen Streit mit Kollege Toni Krinner an.

Beide Hitzköpfe verbindet seit Jahren eine tiefe Abneigung. "Ich schäme mich, dass ich Angestellter in der gleichen Liga bin wie Kai Hospelt. Das war jetzt das vierte Mal, dass er angeblich schwer verletzt auf dem Eis liegt. Und jedes Mal war er beim nächsten Überzahlspiel wieder dabei", sagte Mitchell nach dem deutlichen 1:6 beim EHC, der damit ein viertes Spiel am Freitag  in Augsburg erzwang.

Wolfsburgs Coach Krinner ließ sich diese Verbal-Attacke gegen seinen Profi nicht gefallen. "Wie er vom Leder zieht und einen Spieler beleidigt, das ist einmalig im deutschen Eishockey. Das ist absolut niveaulos", sagte der zukünftige Trainer der Hannover Scorpions.

Strafe gegen Engelhardt der Auslöser

Ein Versöhnungsbier kommt für den Bad Tölzer nicht in Frage: "So lang und so heiß kann der Sommer gar nicht werden." Auslöser für den Zwist war die Zweiminutenstrafe gegen Brett Engelhardt (28.) nach einem Zweikampf mit Hospelt, die das 1:3 zur Folge hatte und nach Meinung von Mitchell unberechtigt war.

Hier allerdings lag der 42-Jährige, der mit dem Armenhaus der Liga (Etat: 3,3 Millionen Euro) bislang so positive Schlagzeilen schrieb, deutlich daneben. Der Amerikaner Engelhardt traf Hospelt mit einem Cross-Check gegen den Kopf und hatte noch Glück, keine Spieldauerstrafe kassiert zu haben

"Das sieht doch jeder Blinde, dass da ein Cross-Check gegen den Kopf geht", sagte Krinner und nahm sich Kollege Mitchell zur Brust: "Wenn er Jungs aus Stahl hat, okay. Aber wenn er sich die Szene anschaut und trotzdem so einen Blödsinn erzählt, dann fehlen mir die Worte."

Beide Trainer waren in dieser Saison schon einmal aneinandergeraten. Beim 7:2 der Wolfsburger Mitte November wäre es beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen, ehe sie sich dann doch nur verbal bekämpften.

Niederlage dürfte am Selbstvertrauen nagen

"Wenn ich einen Ruf wie Toni Krinner hätte, würde ich an seiner Stelle ganz ruhig sein", hatte Mitchell gesagt. Krinners Konter damals: "Der Mitchell soll sich um sein Team kümmern, da hat er mehr als genug zu tun."

Jetzt wartet auf Mitchell vor allem psychologische Arbeit. Zwar haben die Schwaben am Freitag erneut Matchball, doch die auch in der Höhe verdiente Niederlage dürfte gewaltig am Selbstvertrauen nagen.

"Die Wolfsburger waren bissiger, die waren besser, die haben fast alle Zweikämpfe gewonnen. Und wir haben blöde Fouls gemacht", kritisierte Mitchell. Bei den Niedersachsen dagegen sind die Hoffnungen auf den ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte wieder gestiegen.

"Wir sind von den Toten auferstanden", sagte Krinner. Seine Mannschaft sei nun nur noch schwer zu stoppen: "Ich glaube an den Ketchup-Flaschen-Effekt. Erst kommt lange nichts, aber dann - patsch - kommt es in Massen."

Wolfsburg wehrt Matchball der Panther ab

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung