Sonntag, 17.01.2010

DEL: Power-Ranking - 40. Spieltag

Adler Sturzflug

40 Spieltage sind in der DEL-Saison absolviert, Zeit für das nächste SPOX-Zwischenfazit. An der Spitze zementieren Berlin und Düsseldorf trotz einiger Schwächen ihre Plätze, aber im Mittelfeld und am Ende tut sich einiges. Besonders bemerkenswert ist natürlich der rasante Absturz der Adler Mannheim inklusive Trainerwechsel.

Mannheims Goalie Fred Brathwaite sieht den Puck mal wieder im Netz zappeln
© Imago
Mannheims Goalie Fred Brathwaite sieht den Puck mal wieder im Netz zappeln
del

Positiv denken, heißt es für die Eisbären. Sie führen zwar die DEL-Tabelle immer noch haushoch an, und auch im Power-Ranking reicht es weiter für Platz eins. Aber nach Dominanz sahen drei Pleiten in Folge gegen Augsburg, Nürnberg und Hannover nicht mehr aus. Zuletzt folgten zwar wieder zwei Siege, aber die Eisbären sind jetzt vor dem Schlendrian gewarnt.

So sicher, wie Berlin auf Platz eins bleibt, bleibt auch Düsseldorf auf Platz zwei. Beide spielen in ihren eigenen Ligen, danach kommt der Rest. Die DEG könnte näher an den schwächelnden Berlinern dran sein, aber tollen Siegen wie dem 7:1 in Hannover folgten eben auch unnötige Pleiten wie zuletzt gegen Nürnberg.

Von 7 auf 3: Die Scoring-Maschine hat wieder Fahrt aufgenommen. Sieben Siege in zehn Spielen, Thomas Greilinger führt die Scorerliste mit 55 Punkten weiter deutlich an. Dazu kommen noch 46 Punkte von Bob Wren. Allerdings gab es zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Einem 2:5 in Düsseldorf folgte ein 1:2 in Krefeld.

Von 3 auf 4: Hans Zachs Team hält das hohe Niveau. Mit sechs Siegen in neun Spielen bliebt Hannover sicher auf dem dritten Rang der Tabelle - ist also Best of the Rest. In einem Team, in dem es sehr gut läuft, ist nur Goalie Youri Ziffzer der große Verlierer. Er spielt in der ersten Mannschaft keine Rolle mehr. Topscorer Tore Vikingstad steht angeblich vor der Vertragsverlängerung.

Von 4 auf 5: Der rote Pfeil tut in diesem Fall den Ice Tigers Unrecht. Denn sie sind nicht schwächer geworden - im Gegenteil. Was diese gebeutelte Truppe mittlerweile konstant leistet, ist sagenhaft. Dank sechs Siegen in neun Spielen ist sogar die direkte Playoff-Qualifikation keine Utopie. Nur Nummer-eins-Stürmer Eric Chouinard ist gedanklich angeblich schon in Köln.

Von 12 auf 6: Krefeld robbt sich heimlich, still und leise in Richtung Platz zehn. Und das, obwohl die halbe Abwehr der Pinguine verletzt ist. Beim starken 3:0-Sieg in Augsburg fehlten mit Milo, Pavlikowsky und Schopper gleich drei wichtige Spieler. Trotzdem gelang der Shutout. Besonders lobenswert: Krefeld zeigt in jedem Spiel sehr viel Moral.

Von 9 auf 7: Bill Stewart hat in Köln einen totalen Philosophie-Wechsel durchgesetzt - und fährt damit nach wie vor gut. Er hat den Jugendwahn seines Vorgängers abgeschafft und setzt auf erfahrenere Leute. Ergebnis: fünf Siege in neun Spielen und momentan Pre-Playoff-Platz acht. Ein Junger, der sich gegen die Älteren behauptet, ist nach wie vor Marcel Müller.

Von 5 auf 8: Die Lions treten nach einer starken Phase aktuell auf der Stelle. Bei fünf Siegen gab es vier Niederlagen. Das liegt aber nicht an Leuten wie Jeff Ulmer (50) und Eric Schneider (34). Sie liegen in der Scorerliste recht weit vorne. Ulmer sogar auf Rang zwei. Probleme haben dagegen die erfahrenen Josh Langfeld und Jason Young.

Von 14 auf 9: Sieh da, die Tigers sind wieder am Leben. Mit dem Sieg gegen Nürnberg am 37. Spieltag kam das Selbstvertrauen zurück. Seitdem gab es zwei weitere Siege in drei Spielen. Jetzt träumt Coach Jürgen Rumrich sogar schon wieder von Platz zehn. Doch die wahre Sensation in Straubing: Nationalspieler Michael Bakos kommt in der kommenden Saison.

Durchwachsen ist das Wort, mit dem man Wolfsburgs Leistung beschreiben kann. Seit dem letzten Power-Ranking gab es fünf Siege und fünf Niederlagen. Da aber kein anderes Team einen Lauf hat, reicht das noch immer für einen Playoff-Platz. Langsam rückt das Ende von Coach Toni Krinner näher. Er wechselt für Hans Zach nach Hannover.

Zwischenzeitlich sah es bei Iserlohn gar nicht mal so schlecht aus. Eine knappe Niederlage gegen Ingolstadt, dann ein Sieg gegen Mannheim. Doch seitdem gingen vier Spiele in Folge verloren. Bei den Roosters geht es schon um Verträge für die kommende Saison. Ryan Ready und Andy Schneider stehen auf der Kippe.

Von 13 auf 12: Bei den Freezers geht es nicht vorwärts. Der Eindruck verfestigt sich, dass der Klub die Saison schon abgehakt hat, obwohl bis Platz zehn eigentlich nur sieben Punkte fehlen. Allerdings beherrschen die Schlagzeilen in Hamburg nicht Siege und Niederlagen, es geht fast nur noch um Verträge. Der große Umbruch steht an.

Von 8 auf 13: Pfiffe für die offenbar wechselwilligen Spieler Colin Murphy und Brett Engelhardt, "Mitchell raus"-Rufe für den Coach. Zwischenzeitlich sah es für die Panther - immerhin mal die Nummer eins im Power-Ranking - nach einem bodenlosen Absturz aus. Doch nach sechs Pleiten in Serie stimmten Siege gegen Berlin und Hamburg etwas versöhnlich.

Von 15 auf 14: Sportlich haben sich die Huskies mit drei Siegen aus zehn Spielen leicht verbessert, aber wirtschaftlich sah es lange zappenduster aus. Sowohl für den Bau einer neuen Halle als auch für den ganzen Verein drohte das Aus. Doch seit Mittwoch soll angeblich ein neuer Investor im Spiel sein. Dafür wird Coach Stephane Richer gehen.

Von 6 auf 15: Ohne Worte. Der Absturz der einst so erfolgreichen Adler Mannheim ist wirklich kaum zu beschreiben. In den letzten neun Spielen gab es nur einen einzigen Sieg. Seit Anfang der Woche ist Coach Doug Mason weg, besser geworden ist es dadurch aber trotzdem nicht. Zum Einstand gab es ein 2:4 gegen die Eisbären.

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