Deutschland unterliegt Dänemark

SID
Freitag, 01.05.2009 | 18:47 Uhr
Das deutsche Team offenbarte auch gegen Dänemark eine eklatante Abschlussschwäche
© Getty
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Die WM in der Schweiz wird für die deutsche Nationalmannschaft zu einem Debakel. 68 Stunden nach der 1:2-Pleite gegen Frankreich und dem Ende aller Viertelfinalträume verlor das Team von Bundestrainer Uwe Krupp auch zum Auftakt der sportlich bedeutungslosen Abstiegsrunde 1:3 (1:1, 0:0, 0:2) gegen Dänemark.

Damit leistete sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) erstmals vier Pflichtspielniederlagen in Folge unter Krupp. Das zweite WM-Tor von NHL-Profi Christoph Schubert von den Ottawa Senators (14.) reichte auch im vierten Spiel nicht zum ersten Sieg.

Die NHL-Stürmer Mikkel Bödker von den Phoenix Coyotes (11.) und Peter Regin (Ottawa/50.) sowie Nichlas Hardt (54.) besiegelten die erste Pleite der DEB-Auswahl gegen den Weltranglisten-13. seit dem WM-Abstieg 2005 (2:3). Vor 4241 Zuschauern in der Allmend-Halle bot das Krupp-Team erneut eine enttäuschende Leistung.

"Im Moment laufen wir nicht in Bestform", stellte Krupp fest: "Und wenn du bei so einem Turnier nicht in Bestform bist, dann wird es sehr schwierig." Dennoch wollte der Bundestrainer seinem Team keinen Vorwurf machen: "Sie haben gekämpft wie immer, aber uns hat auch ein bisschen das Glück gefehlt."

Ähnlich sahen es die Spieler. "Wir haben alles gegeben, aber die Scheibe will einfach nicht über die Linie. Wir haben die Scheiße am Schläger", sagte der Frankfurter Verteidiger Sebastian Osterloh. DEG-Stürmer Daniel Kreutzer meinte: "In der Kabine haben wir uns angeschwiegen, alle sind enttäuscht."

WM bereits völlig verkorkst

Ein Jahr vor der Heim-WM verspielte die deutsche Mannschaft, die in der Vorbereitung die Dänen noch zweimal souverän mit 3:0 und 7:2 besiegt hatte, weiteren Kredit. Schon vor den letzten beiden Spielen am Sonntag gegen Österreich und am Montag gegen Ungarn ist das Turnier bereits völlig verkorkst.

Eine Trotzreaktion hatte Krupp von seiner Mannschaft nach der schwachen Leistung gegen Frankreich gefordert. "Hängende Köpfe und Selbstmitleid helfen niemandem", sagte der Bundestrainer, der sein Team nur auf einer Position umgestellt hatte. Für den Krefelder Patrick Hager rückte der nachgemeldete Berliner Andre Rankel in den zweiten Sturm.

Verteidiger Nikolai Goc von den Hannover Scorpions, den Krupp ebenfalls für die Abstiegsrunde nachnominiert hatte, musste dagegen zuschauen. Die angeschlagenen Abwehrspieler Schubert (Knieprobleme) und Chris Schmidt (grippaler Infekt) meldeten sich rechtzeitig fit.

Haarsträubende Fehler

Die DEB-Auswahl knüpfte zunächst nahtlos an das Frankreich-Spiel an. Wieder lief in der Offensive wenig zusammen, die Defensive produzierte zum Teil haarsträubende Fehler. So liefen sich Kapitän Andreas Renz und Frank Hördler gegenseitig über den Haufen und ermöglichten Bödker das 0:1.

Einzig Torhüter Dimitri Pätzold hatte es das Krupp-Team zu verdanken, dass es nicht noch höher in Rückstand geriet. Der Goalie der Hannover Scorpions, bislang der beste deutsche WM-Spieler, verhinderte mit mehreren Paraden das 0:2.

Schubert mit Lattenschuss

Der Ausgleich fiel nach einem Konter: Schubert, der zuvor noch Pech mit einem Lattenschuss gehabt hatte (4.), schlenzte den Puck ins Netz. Im zweiten Durchgang ging die deutsche Mannschaft etwas konzentrierter und engagierter zu Werke. Zwangsläufig ergaben sich Torchancen, doch der Knoten wollte nicht platzen.

Vor allem die Paradereihe mit Michael Wolf, Michael Hackert und Philip Gogulla ließ beste Möglichkeiten aus. Wolf, der in den letzten beiden Spielen gegen die Dänen vier Tore erzielt hatte, scheiterte nach Hackert-Pass kläglich (22.).

Gogulla konnte selbst völlig frei aus einem Meter Torhüter Patrick Galbraith nicht überwinden (28.). Auch in drei Überzahlsituationen sprang nichts Zählbares heraus.

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