Sportliche Misere und finanzielle Probleme

Haien steht das Wasser bis zum Hals

Von Stefan Drescher
Freitag, 23.01.2009 | 17:37 Uhr
Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin stehen harte Zeiten bevor
© Getty
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Bei den Kölner Haien brennt der Baum lichterloh: Nachdem die sportlich schlechteste Saison der Klubgeschichte so gut wie fix ist, droht es dem Traditionsklub nun auch finanziell so richtig an den Kragen zu gehen. Laut Medienberichten fehlen dem achtmaligen deutschen Meister Einnahmen im siebenstelligen Bereich. Die Verantwortlichen sprechen von existenzbedrohenden Zuständen und haben nun ein Hilfegesuch an Kölns Oberbürgermeister gerichtet.

Sportlich gesehen stehen die Kölner Haie vor der schlechtesten Saison ihrer Klubgeschichte. Fünf Spieltage vor dem Ende der Vorrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht das Verpassen der Playoffs so gut wie fest - zum ersten Mal seit 30 Jahren.

Dass der sportliche Offenbarungseid der letzten Monate nicht ohne Auswirkungen auf den Geldbeutel bleiben kann, war eigentlich jedem klar. Wie groß der Schaden jedoch tatsächlich ist, scheint sich nun, kurz vor dem Saisonende, erst so richtig abzuzeichnen. Und es wird deutlich: Den Haien steht das Wasser bis zum Hals.

Ausfälle im siebenstelligen Bereich

Laut Vereinsangaben kämpft der achtmalige deutsche Meister bisher mit einem finanziellen Ausfall im hohen sechsstelligen Bereich - eine Summe, die selbst für einen deutschen Eishockey-Giganten, wie es die Haie sind, absolut existenzbedrohende Auswirkungen mit sich bringt.

Und es kommt noch schlimmer. Da die Dauerkarten vor der Saison exklusive der Playoff-Spiele verkauft wurden - niemand dachte, man könnte diese verpassen - droht nun der finanzielle Worst-Case. Ein Gesamtausfall von gut einer Millionen Euro. Das Boulevardblatt "Express" spricht gar von 1,5 Millionen Euro.

Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin erklärte gegenüber dem "Express": "Bei einem Unternehmen aus dem Mittelstand kann das fast schon den Tod bedeuten. Wir werden hart kämpfen müssen, um die Krise zu bewältigen."

Als erstes Opfer hat es nun offenbar bereits den Nachwuchs des Vereins getroffen. Einzelne Mannschaften bangen wohl schon ums Überleben. Angesichts der bedrohlichen Lage hat Präsident Rainer Maedge nun ein Hilfegesuch an Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma gerichtet, in dem die Stadt um finanzielle Unterstützung, vor allem für den Nachwuchs, gebeten wird.

Haie am Scheidepunkt

Nach einer desaströsen Saison stehen die Haie nun am Scheidepunkt. Ab sofort ist rigoroses Sparen angesagt. Gleichzeitig muss für die kommende Saison eine neue, schlagkräftige Truppe aufgestellt werden, denn "ein weiteres Jahr, in dem wir so schlecht spielen, können wir uns nicht leisten", weiß auch Eichin.

Es wird allerdings schwierig werden, Topstars nach Köln zu holen. Denn unter der Woche gab es schon die nächste Hiobsbotschaft. Hauptgesellschafter Heinz Hermann Götsch erklärte, dass er sein Engagement in Zukunft stark zurückfahren wolle.

Seit rund 15 Jahren sind die Haie von dessen finanziellen Zuwendungen (geschätzte 500.000 Euro) abhängig. Es steht fest: Deutschlands Eishockey-Mekka geht harten Zeiten entgegen.

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