Eishockey - Champions League

Eisbären-Jubel trotz Punktverlust

SID
Donnerstag, 13.11.2008 | 11:03 Uhr
Kärpät Oulus Keeper Tuomas Tarkki kassiert einen Gegentreffer von Berlins Nathan Robinson
© Getty
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Auch wenn das Halbfinale ohne Schützenhilfe nicht mehr zu erreichen ist, steht schon jetzt fest: Die Eisbären Berlin haben das deutsche Eishockey bei der Premiere der Champions League toll vertreten.

Der dreimalige Meister bejubelte den 3:2- Erfolg nach Penaltyschießen bei Kärpät Oulu so heftig, als würden die beiden Punkte in Finnland das kaum noch zu erwartete Weiterkommen bedeuten.

"Ich gratuliere meiner Mannschaft zu einer sehr guten Leistung. Es war ein sehr enges Spiel, das so oder so hätte ausgehen können", sagte auch Trainer Don Jackson anschließend, obwohl die Eisbären durch das Unentschieden nach 60 Minuten den dritten Zähler verpassten.

Metallurg Magnitogorsk vor Gruppensieg

Damit kann sich schon am kommenden Mittwoch der haushohe Favorit Metallurg Magnitogorsk den Staffelsieg und den Einzug unter die letzten Vier sichern.

Die Eisbären in der Champions League: Jetzt auch unterwegs top-informiert sein!

Dafür müssen die Russen daheim nach normaler Spielzeit gegen den bisher sieglosen finnischen Titelträger gewinnen, der durch die Niederlage ausschied. "Die Situation für Oulu war sehr schwierig. Sie haben trotzdem wie ein Meister gespielt", sagte Jackson und zollte damit auch seiner siegreichen Truppe indirekt ein dickes Lob.

Eisbären mit gelungener CL-Premiere

Selbst wenn der Heimauftritt der Berliner gegen Magnitogorsk am 3. Dezember nur noch statistische Bedeutung haben sollte - die Eisbären haben bereits viel erreicht: Dank der beiden 3:2-Erfolge über Oulu ist Gruppenplatz zwei sicher, dazu fließen neben den 300.000 Euro Startgeld noch 100.000 Euro an Siegprämien in die Kasse.

Matchwinner war im Penaltyschießen neben dem nicht bezwungenen Torhüter Rob Zepp Routinier Sven Felski. Der Ur-Berliner war im vierten Eisbären-Penaltyschießen dieser Saison zum vierten Mal der Mann für das entscheidende Tores.

Bereits Freitag und Sonntag wieder gefordert

Lange freuen durften sich die Berliner über ihren verdienten Erfolg allerdings nicht: Am Donnerstag machte sich der Eisbären-Tross von der Stadt am Bottnischen Meerbusen aus auf den Rückweg in die Heimat. Dort steht bereits am Freitagabend das DEL-Heimspiel gegen den Tabellen-Zweiten Hannover Scorpions auf dem Programm.

Auch danach geht es im Zwei-Tage-Rhythmus weiter: Am Sonntag folgt die Partie in Kassel, am Dienstag das Spitzenspiel gegen Düsseldorf, am Donnerstag erneut daheim der Auftritt gegen Duisburg. Insgesamt stehen bis zum Monatsende noch acht DEL-Spiele auf dem Plan der hart geforderten Berliner, die nach dem Umzug in die O2-World mit einigen Partien im Verzug sind.

Eine gute Vorbereitung auf ein womöglich doch noch entscheidendes Spiel gegen den übermächtigen Europapokalsieger Magnitogorsk sieht anders aus.

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