
DEL
Ex-Meister Krefeld wiedererstarkt
Die wiedererstarkten Pinguine gehen in der Deutschen Eishockey-Liga voran und lassen sogar die Eisbären staunen.
Nach der 2:3-Niederlage des Meisters im Tabellen-Gipfel der DEL spendete Berlins Erfolgstrainer Don Jackson ein Riesen-Lob und erkannte neidlos an: "Krefeld ist derzeit das beste Team der Liga."
Die Rheinländer präsentieren sich in der Anfangsphase der neuen Saison so stark wie seit dem Meistertitel vor fünf Jahren nicht mehr.
Acht Siege aus zehn Spielen
Schon am Donnerstag können die Krefelder ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf den Titelverteidiger weiter ausbauen, dann kommen die seit fünf Partien sieglosen Hannover Scorpions. Die Eisbären müssen daheim ihre Champions-League-Premiere gegen den finnischen Meister Kärpät Oulu bestreiten.
In Krefeld haben der tolle Start mit acht Siegen aus den ersten zehn Spielen und die beste Platzierung seit 2001 nach Jahren der Stagnation neue Begeisterung entfacht.
Spieler und Trainer ließen sich von der Saison-Rekordkulisse von 6.637 Zuschauern auf einer Ehrenrunde feiern, doch Trainer Igor Pawlow analysierte die Lage danach gewohnt unaufgeregt.
Pawlows Training zahlt sich aus
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"Es hat sich jetzt gezeigt, dass die Mischung von gestandenen Spielern und Youngstern stimmt. Es ist immer wieder eine Freude, wie sich alle für jeden einsetzen. Dieser Teamgeist wird uns hoffentlich noch weiterbringen", sagte der 43 Jahre alte Russe, der in der 2. Bundesliga schon zweimal Trainer des Jahres war und sich selbst als "harten Hund" bezeichnet. In der Vorbereitung forderte er seine Profis sieben Wochen lang.
"Wir müssen auch unter der Woche immer hart arbeiten. Das ist richtig so, das zahlt sich am Wochenende aus, wie sich schon gezeigt hat", sagte Stürmer-Talent Patrick Hager, dem beim 6:1 über Vizemeister Köln und gegen Berlin insgesamt vier Tore gelangen.
Volle Konzentration auf die Champions League
Die gute Kondition zahlte sich auch am Sonntagabend aus: "Wir haben gezeigt, dass wir einen Vorsprung über die Zeit bringen können", sagte Pawlow, dessen Schützlinge nach einer 3:0-Führung noch schwer unter Druck gerieten und den Sieg am Ende vor allem dem neuen kanadischen Torhüter Scott Langkow verdankten.
Nach dem Ausrutscher im Spitzenspiel und der ersten Niederlage in Krefeld nach zuletzt acht Siegen gilt die Konzentration der Berliner nun dem Champions-League-Start.
"Wir haben natürlich ein hartes Programm, aber das ist gut so", sagte Trainer Jackson, der seiner Mannschaft zumindest einen guten körperlichen Zustand bescheinigte. Das könnte eine Menge wert sein, nachdem bei Gegner Oulu zuletzt 15 Spieler unter Grippe litten.
















