
Eisbären begeistern in der Champions League
"Das war einfach geil"
Die Berliner Eisbären haben nach einer rauschenden Premierennacht die letzte Scheu vor Europas neuer Eishockey-Eliteklasse abgelegt und für Staunen beim Gegner gesorgt.
"Die Jungs sind sehr stolz auf ihre Leistung, und ich bin es auch", sagte Trainer Don Jackson nach dem 3:2-Auftaktsieg des deutschen Meisters in der Champions League gegen Finnlands Titelträger Kärpät Oulu.
"Das macht Riesenspaß. So kann es weitergehen", meinte Routinier Stefan Ustorf in der Berliner Kabine, wo ein Ventilator den geschafften Siegern ein kühlendes Lüftchen verschaffte.
"Das war extrem hohes Tempo", stellte der einstige Kapitän der Nationalmannschaft fest, der ebenso wie Sven Felski dank reichlich internationaler Erfahrung das Niveau gut einordnen konnte.
13.000 Fans begeistert
"Das war einfach geil. Es war viel schneller und sehr anspruchsvoll. Ich hätte nicht gedacht, dass es so ein Unterschied ist", sagte Felski im Vergleich zum gewohnten Level in der Deutschen Eishockey-Liga.
Auch der Auswahlakteur hatte ebenso wie die 13.000 Fans seine helle Freude an der Partie - mit einer Ausnahme: Das Eisbären-Urgestein scheiterte aus wenigen Zentimetern am Pfosten des leeren Tores und vergab damit das 4:1.So musste Torhüter Rob Zepp, der den Anschlusstreffer verschuldete, am Ende den eigentlich zu knappen Sieg und die Prämie von 50.000 Euro retten.
Oulus Trainer Matti Alatalo wollte die Magen-Darm-Grippewelle seiner Mannschaft vom vergangenen Wochenende nicht als Entschuldigung oder Grund für den Berliner Erfolg geltenlassen.
Lob vom Gegner
"Die Eisbären haben uns schon ein bisschen überrascht mit ihrem mutigen Forechecking. Das ist ein Kompliment", sagte Alatalo in bestem Deutsch und fügte hinzu: "Wir haben drei Tore geschenkt. Es waren ein bisschen verfrühte Weihnachten von unserer Seite."
Die Berliner wollen die neue Königsklasse weiter zur Profilierung nutzen. "Es ist ein Ansporn für jeden einzelnen, erfolgreich zu spielen. Ich denke, dass uns das weiterbringt", unterstrich Felski.
Der Nordamerika-erfahrene Ustorf, der die Liga als sehr professionell aufgezogen empfindet, warnte andererseits davor, die nationale Konkurrenz nun zu unterschätzen.
Smith scheidet verletzt aus
Mit der Schulterverletzung von Verteidiger Brandon Smith, der kurz vor Ende des zweiten Drittels ausschied, zahlten die Hauptstädter einen hohen Preis für den Sieg. Wie lange Smith ausfällt, war zunächst unklar.
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Die Eisbären haben nun bis zum 17. Oktober spielfrei, am 29. Oktober folgt der Auftritt beim anderen Champions-League-Vorrundengegner Metallurg Magnitogorsk in Russland.
Neben Smith sind derzeit auch Neuzugang Richie Regehr und Florian Busch verletzt. Der Stürmer, der im März eine Dopingprobe zunächst verweigert hatte, erklärte am Rande der Partie, er warte weiterhin auf das neue Urteil in der Sache. Busch war nach seinem Vergehen nicht gesperrt worden, was große Turbulenzen ausgelöst hatte.

















