Esken erklärt seinen Rücktritt

SID
Freitag, 11.07.2008 | 19:50 Uhr
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München - Hans-Ulrich Esken ist als Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zurückgetreten. Der 62-Jährige verkündete seinen Entschluss einen Tag vor der Jahreshauptversammlung des DEB in Freising bei München mit.

"Ich war vor zwei Jahren schwer krank, und mein Gesundheitszustand hat sich seitdem nicht verbessert", erklärte Esken, der neben seiner beruflichen Tätigkeit als Richter in Dortmund seit 2002 das höchste Amt im deutschen Eishockey innehatte.

"Meine berufliche Belastung und dazu das Amt des Präsidenten ­ das war für mich einfach nicht mehr machbar", sagte Esken. Er habe bereits vor zwei Jahren einen Rücktritt in Erwägung gezogen, sich dann aber dagegen entschieden.

Vize-Präsidenten sollen provisorisch übernehmen

"Dies lässt mein Gesundheitszustand nun nicht mehr zu. Die vielen Reisen und Ortswechsel, die man als Präsident machen muss, waren für mich schlussendlich zu viel."

Wer neuer Verbandspräsident wird, ist noch unklar. Das Amt werde wohl einer der drei bisherigen Vizepräsidenten - Uwe Harnos, Bodo Lauterjung oder Wolfgang Brück - kommissarisch übernehmen, meinte Esken.

Kritik wegen dem "Fall Busch"

"Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung ist eine Wahl des Präsidenten nicht vorgesehen. Die kann erst bei der nächsten Sitzung erfolgen."

In den letzten Monaten stand das Präsidium um Esken heftig in der Kritik. Der Führungsriege des DEB wurde vorgeworfen, im Zwist um die verweigerte Dopingprobe des Nationalspielers Florian Busch einen zu harmlosen Kurs gefahren zu sein.

Das Präsidium hatte das von einem unabhängigen DEB-Gremium ausgesprochene geringe Strafmaß verteidigt. Busch war nicht gesperrt, sondern lediglich zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

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