Krupp rudert zurück

SID
Samstag, 10.05.2008 | 16:07 Uhr
Uwe Krupp, WM, Eishockey
© Imago
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Halifax - Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp hat seine heftige Kritik an den mitgereisten deutschen Fans bei der Weltmeisterschaft in Halifax relativiert.

Nach dem 4:6 gegen die USA hatte er die Rücktrittsforderungen an DEB-Sportdirektor Franz Reindl als Unverschämtheit bezeichnet und den Fans, die die Mannschaft nicht unterstützen wollten, den Heimflug empfohlen.

"Ich glaube, es gehen drei Flüge am Tag. Sie sollen nach Hause fliegen. Geht nach Hause, demonstriert zu Hause, macht euer Ding! Aber das hat keinen Platz bei der Mannschaft. So wie die Mannschaft spielt, sind wir in den nächsten zwei Spielen besser dran, wenn Fans aus Lettland da sind. Wer uns nicht unterstützt, der soll zu Hause bleiben", schimpfte Krupp.

"Unsere Fans sind super"

Nun ruderte er etwas zurück: "Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Mann offener Worte bin. Meine Aussage zu den deutschen Fans kam aber nach dem extrem emotionalen Spiel gegen die USA sicher zu pauschal und drastisch daher", erklärte Krupp in einer Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) vor dem Zwischenrundenspiel gegen Kanada.

"Unsere Fans sind absolut super", betonte Krupp. Er habe nicht diejenigen treffen wollen, die seine Schützlinge bis zur letzten Sekunde angefeuert hätten. Es gebe auch Verständnis für die Unzufriedenheit der für viel Geld angereisten Anhänger nach den Geschehnissen in Halifax.

Lob für Reindl

Die Vorkommnisse auf der Tribüne seien aber auch nicht spurlos an seinen Spielern vorüber gegangen, fügte der Bundestrainer hinzu.

Krupp stellte sich zudem erneut vor Reindl, der die Verantwortung für den unberechtigten Einsatz des Ingolstädters Jason Holland übernommen hatte. Ohne Reindls Arbeit in den vergangenen Jahren würde Deutschland "längst im Eishockey-Niemandsland dümpeln".

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