Montag, 14.04.2008

DEL-Finale: Berlin vs. Köln 1-0

Walkers Knie und Kölns Heimstärke

Berlin - Die Haie setzen nach der ersten Final-Pleite auf die Festung Kölnarena - die Eisbären weiter auf ihren Top-Torjäger Steve Walker.

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© Getty

Der Amerikaner hat trotz eines kaputten Kreuzbandes Berlin in der Best-of-Five-Finalserie um die deutsche Eishockey- Meisterschaft erst einmal in Führung gebracht.

Doch der 35-jährige Kanadier, der seit 2000 für den Hauptstadtklub aufläuft und die aktuellen Endspiele mit einer Spezial-Manschette für sein lädiertes Knie bestreitet, weist jegliche Lobeshymnen zurück.

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"In diesen Finalspielen gibt es nicht nur einen Helden", sagte Walker nach seinem 3:2-Siegtreffer nach 131 Sekunden der Verlängerung im ersten Aufeinandertreffen gegen Köln. Und am 15. April müsse am Rhein ohnehin von allen Berlinern eine Steigerung her. "Wir müssen schneller spielen", forderte Eisbären-Kapitän Walker, der auch mit Schmerzen wieder voll angreifen will.

"Kampfgeist und Willensqualitäten werden entscheiden"

Berlin weiß um die Heimstärke der Haie, die einschließlich der Vorrunde die vergangenen elf Partien auf eigenem Eis gewannen. Die letzte Heim-Niederlage datiert vom 12. Februar - gegen die Eisbären, die damals in der Köln-Arena 4:3 nach Verlängerung triumphiert hatten.

"Beide Rivalen sind spielerisch auf Augenhöhe. Da werden Kampfgeist und Willensqualitäten entscheiden", sagte Kölns DEL- Rekordspieler Andreas Renz voraus. Der Verteidiger war wie Mirko Lüdemann und Dave McLlwain schon beim letzten Kölner Meistertitel vor sechs Jahre dabei. Bei Berlin stehen 17 Meister von 2006 im Aufgebot.

Krupp lobt Talentförderung beider Teams

Bundestrainer Uwe Krupp sieht die erneute Final-Teilnahme beider Vereine auch als Ergebnis einer beispielhaften Talente-Förderung. "In beiden Vereinen wird eine vorbildliche Nachwuchsarbeit geleistet. Spieler wie die Berliner Florian Busch oder Andre Rankel, die bereits in jungen Jahren internationale Erfahrung sammeln konnten, sind in der Lage, allein ein Spiel zu entscheiden", sagte Krupp, der im 14. Finale der Deutschen Eishockey-Liga eine Vielzahl seiner Kandidaten für die Weltmeisterschaft im Mai in Kanada beobachten kann.

Beide Mannschaften haben die meisten jungen Deutschen in ihren Reihen und pflegen ein offensives, attraktives Eishockey. Im Team der Kölner standen im ersten Spiel acht, bei den Gastgebern sogar neun junge Profis mit deutschem Pass auf dem Eis. Benjamin der Serie ist der erst 16-jährige Kölner Verteidiger Sören Sturm.

Powerplay als Schlüssel zum Erfolg

Bei allem Mut zur Jugend wurde zum Final-Auftakt bei den Kölnern, die wie Berlin schon zweimal den DEL-Titel gewinnen konnten, der 40-jährige McLlwain als ältester DEL-Puckjäger schmerzlich vermisst. "Mit seiner Routine ist er unser Schlüsselspieler", betonte Cheftrainer Doug Mason. McLlwain will in der zweiten Partie wieder eingreifen. Mason hofft zudem auf die Rückkehr des grippekranken Sebastian Furchner.

Kollege Don Jackson sieht für den weiteren Final-Verlauf das Powerplay als Schlüssel zum Erfolg. Zwei ihrer drei Treffer, darunter auch das Golden Goal, erzielten die Berliner schon im ersten Endspiel in Überzahl. Und dann hofft Jackson natürlich darauf, dass Walkers Knie weiter hält.


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